{"id":5377,"date":"2015-07-04T08:30:56","date_gmt":"2015-07-04T07:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377"},"modified":"2017-08-08T21:25:05","modified_gmt":"2017-08-08T19:25:05","slug":"schwaelmer-tracht-die-roecke-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377","title":{"rendered":"Schw\u00e4lmer Tracht \u2013 Die R\u00f6cke (1)"},"content":{"rendered":"Zur \u201estolzen\u201c <a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=3233\">Feiertagstracht<\/a> trugen die Schw\u00e4lmerinnen viele R\u00f6cke \u00fcbereinander. 10 \u2013 12 R\u00f6cke geh\u00f6rten zu einer Garnitur. Manchmal waren es auch noch mehr.<br \/>\n<div id=\"attachment_5381\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5381\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_1-438x499.jpg\" alt=\"Schw\u00e4lmerinnen beim Probtanz, Aufnahme: Dr. Andreas Scheller Nr. 1146 Gustav Mandt Kunstverlag, Lauterbach (Hessen)\" width=\"438\" height=\"499\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5381\" class=\"wp-caption-text\">Schw\u00e4lmerinnen beim Probtanz, Aufnahme: Dr. Andreas Scheller Nr. 1146 Gustav Mandt Kunstverlag, Lauterbach (Hessen)<\/p><\/div>\nVor allem die vielen R\u00f6cke gaben der Schw\u00e4lmer Tracht ihr besonderes Gepr\u00e4ge. Damit es m\u00f6glich war, so viele R\u00f6cke \u00fcbereinander zu tragen, mussten sie weit sein. Und damit es m\u00f6glich war, das Gewicht so vieler R\u00f6cke zu tragen, mussten sie kurz sein.<br \/>\n<div id=\"attachment_5382\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5382\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_2-438x338.jpg\" alt=\"Das Bild soll einen Eindruck von der Stofff\u00fclle vermitteln, die bereits beim Tragen von drei R\u00f6cken enorm war.\" width=\"438\" height=\"338\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5382\" class=\"wp-caption-text\">Das Bild soll einen Eindruck von der Stofff\u00fclle vermitteln, die bereits beim Tragen von drei R\u00f6cken enorm war.<\/p><\/div>\nIm Jahr 1941 f\u00fchrte der Pfarrer und profunde Kenner der Sitten und Gebr\u00e4uche der Schw\u00e4lmer und ihrer Tracht, Heinrich Metz (1897 -1973) eine Befragung zur textilen Aussteuer einer durchschnittlich situierten Schw\u00e4lmer Braut durch. [Quelle: Schw\u00e4lmer Jahrbuch 2000]\n<p>Bez\u00fcglich der R\u00f6cke fand er heraus:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/STR1_tabelle.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/STR1_tabelle-438x153.png\" alt=\"STR1_tabelle\" width=\"438\" height=\"153\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><br \/>\nReichere Frauen hatten eine weitaus gr\u00f6\u00dfere, \u00e4rmere dagegen eine wesentlich geringere Ausstattung.<br \/>\n\u00c4rmere M\u00e4dchen lie\u00dfen sich auch oft sogenannte \u201edoppelte R\u00f6cke\u201c anfertigen. Darunter versteht man einen Rock, der am unteren Ende mit einem zus\u00e4tzlichen, ca. 15 cm hohen Streifen mit Borte besetzt war und so einen kompletten zweiten Rock vort\u00e4uschen sollte.<\/p>\n<p>Die meisten der R\u00f6cke bestanden aus ungegl\u00e4nztem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beiderwand\">Beiderwand<\/a>, der mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indigo\">Indigo<\/a> blau<br \/>\neingef\u00e4rbt wurde. Beiderwand ist ein leinenbindiges Gewebe, dessen Kettf\u00e4den aus Leinen und dessen Schussf\u00e4den aus handgesponnener Schafwolle bestanden. Beiderwand wurde in der Schwalm \u201eBerrerwonn\u201c genannt. Durch die F\u00e4rbung mit Indigo waren die Soffe nicht farbecht.<br \/>\n<div id=\"attachment_5383\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5383\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_3-438x308.jpg\" alt=\"Indigogef\u00e4rbter Beiderwand\" width=\"438\" height=\"308\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5383\" class=\"wp-caption-text\">Indigogef\u00e4rbter Beiderwand<\/p><\/div>\nNur der oberste Rock war aus feinerem und damit auch teurerem Gewebe. Hier gibt es unterschiedliche Angaben. Eine Quelle spricht von feinem, gegl\u00e4nzten schwarzen Leinen f\u00fcr die gr\u00fcne Garnitur [Decker, S. 56], eine andere Quelle nennt feine gegl\u00e4nzte Beiderwand in schwarz f\u00fcr die gr\u00fcne und blaue Garnitur und in blau f\u00fcr die rote Garnitur [SJ 1994, S.105]. Eine dritte Quelle spricht von Tuch http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tuch als Stoff f\u00fcr den obersten Rock.<\/p>\n<p>Die nicht-gl\u00e4nzenden Tuchr\u00f6cke wurden zur Trauertracht und zum Abendmahl getragen, die hochgl\u00e4nzenden zur Festtagstracht. Da die gl\u00e4nzenden R\u00f6cke keine Wasserflecken bekommen durften, wurden sie bei Regenwetter nicht getragen. Ebenso wird berichtet, dass die schwarzen, gl\u00e4nzenden Oberr\u00f6cke nur an Kirmessamstagen und bei Hochzeiten nur bis zum Kaffeetrinken angezogen wurden.<br \/>\n<div id=\"attachment_5384\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5384\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_4-438x305.jpg\" alt=\"Gegl\u00e4nztes Leinen\" width=\"438\" height=\"305\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5384\" class=\"wp-caption-text\">Gegl\u00e4nztes Leinen<\/p><\/div>\n<a name=\"Beiderwanstoffe\"><\/a>Beiderwand- und Leinenstoffe wurden gegl\u00e4nzt, indem man sie zuerst durch Leimbr\u00fche zog.<br \/>\nLeimbr\u00fche stellte man aus \u201e<a href=\"http:\/\/www.lederzentrum.de\/wiki\/index.php\/Leimleder\">Leimleder<\/a>\u201c (einem Abfallprodukt der Gerber, auch \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glutinleim\">Hautleim<\/a>\u201c genannt) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaliumcarbonat\">Pottasche<\/a> her. Durch das Eintauchen in diese Leimbr\u00fche wurde beim Stoff eine gl\u00e4nzende Steifheit erzielt. Der Glanz wurde noch durch das Bereiben mit einem Gl\u00e4nzstein gesteigert. Dazu legte man den Stoff auf einen gerillten Gl\u00e4nztisch und berieb ihn unter festem Druck mit einem Gl\u00e4nzstein. Ein Gl\u00e4nzstein bestand aus Holz, an dessen Spitze sich ein eliptisch geformter feink\u00f6rniger <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Achat\">Achat<\/a> befand.<\/p>\n<p>Im Winter wurde als unterster Rock ein sogenannter \u201eBeffel\u201c, \u201eB\u00fcffel\u201c oder \u201eKalmuck\u201c getragen.<br \/>\nB\u00fcffel bedeutet \u201estarr\u201c oder \u201eschwer\u201c. Als Stoff wurde <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kalmuck\">Kalmuck<\/a> verwendet, ein dicker, meist in K\u00f6perbindung gewebter Stoff, der beidsitig stark aufgerauht wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Rock ben\u00f6tigte man bis zu 4 Meter Stoff, der stark eingekr\u00e4uselt wurde. (Um 1900 verarbeitete man noch 5 Stoff-Bahnen \u00e1 80 cm Breite, sp\u00e4ter begn\u00fcgte man sich mit 4 \u00bd Bahnen.)<br \/>\nDer Bund wurde in der vorderen Mitte verschlossen (diese Stelle wurde sp\u00e4ter von der Sch\u00fcrze \u00fcberdeckt). Links und rechts der vorderen Mitte blieb ein St\u00fcck Stoffweite glatt, der Rest wurde in dichte, kleine Falten gelegt. Um eine gleichm\u00e4\u00dfige F\u00e4ltelung und einen gleichm\u00e4\u00dfigen Sitz des Rockes zu erhalten, ging man folgenderma\u00dfen vor: Man ermittelte das Taillenma\u00df der sp\u00e4teren Rocktr\u00e4gerin, an dem sich die Bundweite orientierte. Die Bundweite wurde in 6 Teile eingeteilt. Die Rockweite dagegen in 8 Teile.<br \/>\nBeispiel:<br \/>\nEin Rock sollte eine Bundweite von 66 cm erhalten.<br \/>\n66 cm : 6 Teile = 11 cm\/Teil<br \/>\nDer Rock blieb also auf den ersten 11 cm (1 Teil) glatt, dann folgten 44 cm (4 Teile) Faltenwurf und weitere 11 cm (1 Teil) ohne Falten.<br \/>\nDie vier Teile f\u00fcr den Faltenwurf wurden nochmals halbiert, sodass man dann 8 Teile \u00e1 5,5 cm hatte.<\/p>\n<p>Der Rockstoff war 382 cm breit. F\u00fcr die beiden glatten Teile ben\u00f6tigte man 22 cm, also verblieben noch 360 cm. Diese Weite teilte man durch 8 (= 45 cm) und legte den Stoff so in Falten, dass aus den 45 cm am Ende 5,5 cm wurden.<\/p>\n<p>W\u00fcrde man diese Unterteilung nicht vornehmen, w\u00e4re es viel schwieriger, die Falten des Rockes so gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen, wie es f\u00fcr den Faltenwurf n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>Die Falten wurden gelegt und festgesteckt und wenn das richtige Ma\u00df erreicht war, wurden sie ca. 2 &#8211; 3 cm vom oberen Rand entfernt mit starkem Garn (Hanfzwirn) und Stielstichen auf der R\u00fcckseite zusammengen\u00e4ht \u2013 Falte f\u00fcr Falte.<br \/>\n<div id=\"attachment_5385\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5385\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_5-438x229.jpg\" alt=\"Falte f\u00fcr Falte wurde mittels Stielstichen in Position gehalten\" width=\"438\" height=\"229\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5385\" class=\"wp-caption-text\">Falte f\u00fcr Falte wurde mittels Stielstichen in Position gehalten<\/p><\/div>\nAn der oberen Kante wurde von der Vorderseite aus der Stoffstreifen f\u00fcr den Bund rechts auf rechts aufgelegt und angen\u00e4ht.<br \/>\n<div id=\"attachment_5386\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5386\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_6-438x376.jpg\" alt=\"Faltenpartie eines Rockes mit angen\u00e4htem Bund - Vorderseite\" width=\"438\" height=\"376\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5386\" class=\"wp-caption-text\">Faltenpartie eines Rockes mit angen\u00e4htem Bund &#8211; Vorderseite<\/p><\/div>\nEr wurde anschlie\u00dfend umgeschlagen und auf der linken Seite etwa in Faltenmitte befestigt.<br \/>\nDadurch wurden die Falten ein weiteres mal stabilisiert.<br \/>\n<div id=\"attachment_5387\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5387\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_7-438x387.jpg\" alt=\"Faltenpartie eines Rockes mit angen\u00e4htem Bund - R\u00fcckseite\" width=\"438\" height=\"387\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5387\" class=\"wp-caption-text\">Faltenpartie eines Rockes mit angen\u00e4htem Bund &#8211; R\u00fcckseite<\/p><\/div>\nWeil Rock \u00fcber Rock getragen wurde, musste die Bundweite jeden weiteren Rockes 2 \u2013 3 cm gr\u00f6\u00dfer sein als die des darunter getragenen.<br \/>\n<div id=\"attachment_5388\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5388\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_8-438x175.jpg\" alt=\"In der Taille liegt Rockbund neben Rockbund.\" width=\"438\" height=\"175\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5388\" class=\"wp-caption-text\">In der Taille liegt Rockbund neben Rockbund.<\/p><\/div>\nDer Rock wurde vorne nur etwa zur H\u00e4lfte zugen\u00e4ht. Der Bund wurde mit Haken und \u00d6se verschlossen.<br \/>\n<div id=\"attachment_5389\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5389\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_9-438x199.jpg\" alt=\"Verschluss durch Haken und \u00d6se\" width=\"438\" height=\"199\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5389\" class=\"wp-caption-text\">Verschluss durch Haken und \u00d6se<\/p><\/div>\nF\u00fcr sp\u00e4tere Taillienzuw\u00e4chse behalf man sich mit kleinen Kettchen und Schn\u00fcren zur \u00dcberbr\u00fcckung der fehlenden Weite.<br \/>\n<div id=\"attachment_5390\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5390\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_10-438x303.jpg\" alt=\"Bunderweiterung mittels Kettchen oder B\u00e4ndern\" width=\"438\" height=\"303\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5390\" class=\"wp-caption-text\">Bunderweiterung mittels Kettchen oder B\u00e4ndern<\/p><\/div>\nDie Rockl\u00e4nge war unterschiedlich. Sie orientierte sich nicht nur an der Gr\u00f6\u00dfe der Tr\u00e4gerin, sondern auch an dem Platz, den dieser Rock in der Reihenfolge einnahm.<\/p>\n<p>Der unterste Rock sollte so lang (oder kurz) sein, dass unter ihm noch eine Handbreit des Unterhemdes herausschaute. Jeder weitere Rock musste etwas l\u00e4nger zugeschnitten sein (obwohl es sp\u00e4ter so aussieht, als sei er k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>Nur in wenigen Orten der Schwalm wurden die R\u00f6cke so abgel\u00e4ngt, dass alle \u00fcbereinander getragenen gleichm\u00e4\u00dfig lang aussahen. Meistens sollten die oberen R\u00f6cke ein kleines St\u00fcckchen \u00fcber dem n\u00e4chstunteren enden, sodass die ganze Pracht der B\u00e4nder zu erkennen war.<\/p>\n<p>Damit man sp\u00e4ter beim Anziehen nicht durcheinander kam, wurden die R\u00f6cke nummeriert.<br \/>\n<div id=\"attachment_5391\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5391\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/STR1_11-438x328.jpg\" alt=\"Jeder Rock bekam seinen \u201ePlatz\u201c gut sichtbar eingestickt\" width=\"438\" height=\"328\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5391\" class=\"wp-caption-text\">Jeder Rock bekam seinen \u201ePlatz\u201c gut sichtbar eingestickt<\/p><\/div>\nAm unteren Rand wurde der Rock mit B\u00e4ndern geschm\u00fcckt. Die Rockb\u00e4nder sind ein eigenes Kapitel wert, deshalb werde ich sp\u00e4ter dar\u00fcber berichten.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur \u201estolzen\u201c Feiertagstracht trugen die Schw\u00e4lmerinnen viele R\u00f6cke \u00fcbereinander. 10 \u2013 12 R\u00f6cke geh\u00f6rten zu einer Garnitur. Manchmal waren es auch noch mehr. Vor allem die vielen R\u00f6cke gaben der Schw\u00e4lmer Tracht ihr besonderes Gepr\u00e4ge. Damit es m\u00f6glich war, so viele R\u00f6cke \u00fcbereinander zu tragen, mussten sie weit sein. Und damit es m\u00f6glich war, das Gewicht so vieler R\u00f6cke zu tragen, mussten sie kurz sein. Im Jahr 1941 f\u00fchrte der Pfarrer und profunde Kenner der Sitten und Gebr\u00e4uche der Schw\u00e4lmer und ihrer Tracht, Heinrich Metz (1897 -1973) eine Befragung zur textilen Aussteuer einer durchschnittlich situierten Schw\u00e4lmer Braut durch. [Quelle: Schw\u00e4lmer Jahrbuch 2000] Bez\u00fcglich der R\u00f6cke fand er heraus: Reichere Frauen hatten eine weitaus gr\u00f6\u00dfere, \u00e4rmere dagegen eine wesentlich geringere Ausstattung. \u00c4rmere M\u00e4dchen lie\u00dfen sich auch oft sogenannte \u201edoppelte R\u00f6cke\u201c anfertigen. Darunter versteht man einen Rock, der am unteren Ende mit einem zus\u00e4tzlichen, ca. 15 cm hohen Streifen mit Borte besetzt war und so einen kompletten zweiten Rock vort\u00e4uschen sollte. Die meisten der R\u00f6cke bestanden aus ungegl\u00e4nztem Beiderwand, der mit Indigo blau eingef\u00e4rbt wurde. Beiderwand ist ein leinenbindiges Gewebe, dessen Kettf\u00e4den aus Leinen und dessen Schussf\u00e4den aus handgesponnener Schafwolle bestanden. Beiderwand wurde in der Schwalm \u201eBerrerwonn\u201c genannt. Durch die F\u00e4rbung mit Indigo waren die Soffe nicht farbecht. Nur der oberste Rock war aus feinerem und damit auch teurerem Gewebe. Hier gibt es unterschiedliche Angaben. Eine Quelle spricht von feinem, gegl\u00e4nzten schwarzen Leinen f\u00fcr die gr\u00fcne Garnitur [Decker, S. 56], eine andere Quelle nennt feine gegl\u00e4nzte Beiderwand in schwarz f\u00fcr die gr\u00fcne und blaue Garnitur und in blau f\u00fcr die rote Garnitur [SJ 1994, S.105]. Eine dritte Quelle spricht von Tuch http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tuch als Stoff f\u00fcr den obersten Rock. Die nicht-gl\u00e4nzenden Tuchr\u00f6cke wurden zur Trauertracht und zum Abendmahl getragen, die hochgl\u00e4nzenden zur Festtagstracht. Da die gl\u00e4nzenden R\u00f6cke keine Wasserflecken bekommen durften, wurden sie bei Regenwetter nicht getragen. Ebenso wird berichtet, dass die schwarzen, gl\u00e4nzenden Oberr\u00f6cke nur an Kirmessamstagen und bei Hochzeiten nur bis zum Kaffeetrinken angezogen wurden. Beiderwand- und Leinenstoffe wurden gegl\u00e4nzt, indem man sie zuerst durch Leimbr\u00fche zog. Leimbr\u00fche stellte man aus \u201eLeimleder\u201c (einem Abfallprodukt der Gerber, auch \u201eHautleim\u201c genannt) und Pottasche her. Durch das Eintauchen in diese Leimbr\u00fche wurde beim Stoff eine gl\u00e4nzende Steifheit erzielt. Der Glanz wurde noch durch das Bereiben mit einem Gl\u00e4nzstein gesteigert. Dazu legte man den Stoff auf einen gerillten Gl\u00e4nztisch und berieb ihn unter festem Druck mit einem Gl\u00e4nzstein. Ein Gl\u00e4nzstein bestand aus Holz, an dessen Spitze sich ein eliptisch geformter feink\u00f6rniger Achat befand. Im Winter wurde als unterster Rock ein sogenannter \u201eBeffel\u201c, \u201eB\u00fcffel\u201c oder \u201eKalmuck\u201c getragen. B\u00fcffel bedeutet \u201estarr\u201c oder \u201eschwer\u201c. Als Stoff wurde Kalmuck verwendet, ein dicker, meist in K\u00f6perbindung gewebter Stoff, der beidsitig stark aufgerauht wurde. F\u00fcr einen Rock ben\u00f6tigte man bis zu 4 Meter Stoff, der stark eingekr\u00e4uselt wurde. (Um 1900 verarbeitete man noch 5 Stoff-Bahnen \u00e1 80 cm Breite, sp\u00e4ter begn\u00fcgte man sich mit 4 \u00bd Bahnen.) Der Bund wurde in der vorderen Mitte verschlossen (diese Stelle wurde sp\u00e4ter von der Sch\u00fcrze \u00fcberdeckt). Links und rechts der vorderen Mitte blieb ein St\u00fcck Stoffweite glatt, der Rest wurde in dichte, kleine Falten gelegt. Um eine gleichm\u00e4\u00dfige F\u00e4ltelung und einen gleichm\u00e4\u00dfigen Sitz des Rockes zu erhalten, ging man folgenderma\u00dfen vor: Man ermittelte das Taillenma\u00df der sp\u00e4teren Rocktr\u00e4gerin, an dem sich die Bundweite orientierte. Die Bundweite wurde in 6 Teile eingeteilt. Die Rockweite dagegen in 8 Teile. Beispiel: Ein Rock sollte eine Bundweite von 66 cm erhalten. 66 cm : 6 Teile = 11 cm\/Teil Der Rock blieb also auf den ersten 11 cm (1 Teil) glatt, dann folgten 44 cm (4 Teile) Faltenwurf und weitere 11 cm (1 Teil) ohne Falten. Die vier Teile f\u00fcr den Faltenwurf wurden nochmals halbiert, sodass man dann 8 Teile \u00e1 5,5 cm hatte. Der Rockstoff war 382 cm breit. F\u00fcr die beiden glatten Teile ben\u00f6tigte man 22 cm, also verblieben noch 360 cm. Diese Weite teilte man durch 8 (= 45 cm) und legte den Stoff so in Falten, dass aus den 45 cm am Ende 5,5 cm wurden. W\u00fcrde man diese Unterteilung nicht vornehmen, w\u00e4re es viel schwieriger, die Falten des Rockes so gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen, wie es f\u00fcr den Faltenwurf n\u00f6tig ist. Die Falten wurden gelegt und festgesteckt und wenn das richtige Ma\u00df erreicht war, wurden sie ca. 2 &#8211; 3 cm vom oberen Rand entfernt mit starkem Garn (Hanfzwirn) und Stielstichen auf der R\u00fcckseite zusammengen\u00e4ht \u2013 Falte f\u00fcr Falte. An der oberen Kante wurde von der Vorderseite aus der Stoffstreifen f\u00fcr den Bund rechts auf rechts aufgelegt und angen\u00e4ht. Er wurde anschlie\u00dfend umgeschlagen und auf der linken Seite etwa in Faltenmitte befestigt. Dadurch wurden die Falten ein weiteres mal stabilisiert. Weil Rock \u00fcber Rock getragen wurde, musste die Bundweite jeden weiteren Rockes 2 \u2013 3 cm gr\u00f6\u00dfer sein als die des darunter getragenen. Der Rock wurde vorne nur etwa zur H\u00e4lfte zugen\u00e4ht. Der Bund wurde mit Haken und \u00d6se verschlossen. F\u00fcr sp\u00e4tere Taillienzuw\u00e4chse behalf man sich mit kleinen Kettchen und Schn\u00fcren zur \u00dcberbr\u00fcckung der fehlenden Weite. Die Rockl\u00e4nge war unterschiedlich. Sie orientierte sich nicht nur an der Gr\u00f6\u00dfe der Tr\u00e4gerin, sondern auch an dem Platz, den dieser Rock in der Reihenfolge einnahm. Der unterste Rock sollte so lang (oder kurz) sein, dass unter ihm noch eine Handbreit des Unterhemdes herausschaute. Jeder weitere Rock musste etwas l\u00e4nger zugeschnitten sein (obwohl es sp\u00e4ter so aussieht, als sei er k\u00fcrzer. Nur in wenigen Orten der Schwalm wurden die R\u00f6cke so abgel\u00e4ngt, dass alle \u00fcbereinander getragenen gleichm\u00e4\u00dfig lang aussahen. Meistens sollten die oberen R\u00f6cke ein kleines St\u00fcckchen \u00fcber dem n\u00e4chstunteren enden, sodass die ganze Pracht der B\u00e4nder zu erkennen war. Damit man sp\u00e4ter beim Anziehen nicht durcheinander kam, wurden die R\u00f6cke nummeriert. Am unteren Rand wurde der Rock mit B\u00e4ndern geschm\u00fcckt. 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Manchmal waren es auch noch mehr. Vor allem die vielen R\u00f6cke gaben der Schw\u00e4lmer Tracht ihr besonderes Gepr\u00e4ge. Damit es m\u00f6glich war, so viele R\u00f6cke \u00fcbereinander zu tragen, mussten sie weit sein. Und damit es m\u00f6glich war, das Gewicht so vieler R\u00f6cke zu tragen, mussten sie kurz sein. Im Jahr 1941 f\u00fchrte der Pfarrer und profunde Kenner der Sitten und Gebr\u00e4uche der Schw\u00e4lmer und ihrer Tracht, Heinrich Metz (1897 -1973) eine Befragung zur textilen Aussteuer einer durchschnittlich situierten Schw\u00e4lmer Braut durch. [Quelle: Schw\u00e4lmer Jahrbuch 2000] Bez\u00fcglich der R\u00f6cke fand er heraus: Reichere Frauen hatten eine weitaus gr\u00f6\u00dfere, \u00e4rmere dagegen eine wesentlich geringere Ausstattung. \u00c4rmere M\u00e4dchen lie\u00dfen sich auch oft sogenannte \u201edoppelte R\u00f6cke\u201c anfertigen. Darunter versteht man einen Rock, der am unteren Ende mit einem zus\u00e4tzlichen, ca. 15 cm hohen Streifen mit Borte besetzt war und so einen kompletten zweiten Rock vort\u00e4uschen sollte. Die meisten der R\u00f6cke bestanden aus ungegl\u00e4nztem Beiderwand, der mit Indigo blau eingef\u00e4rbt wurde. Beiderwand ist ein leinenbindiges Gewebe, dessen Kettf\u00e4den aus Leinen und dessen Schussf\u00e4den aus handgesponnener Schafwolle bestanden. Beiderwand wurde in der Schwalm \u201eBerrerwonn\u201c genannt. Durch die F\u00e4rbung mit Indigo waren die Soffe nicht farbecht. Nur der oberste Rock war aus feinerem und damit auch teurerem Gewebe. Hier gibt es unterschiedliche Angaben. Eine Quelle spricht von feinem, gegl\u00e4nzten schwarzen Leinen f\u00fcr die gr\u00fcne Garnitur [Decker, S. 56], eine andere Quelle nennt feine gegl\u00e4nzte Beiderwand in schwarz f\u00fcr die gr\u00fcne und blaue Garnitur und in blau f\u00fcr die rote Garnitur [SJ 1994, S.105]. Eine dritte Quelle spricht von Tuch http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tuch als Stoff f\u00fcr den obersten Rock. Die nicht-gl\u00e4nzenden Tuchr\u00f6cke wurden zur Trauertracht und zum Abendmahl getragen, die hochgl\u00e4nzenden zur Festtagstracht. Da die gl\u00e4nzenden R\u00f6cke keine Wasserflecken bekommen durften, wurden sie bei Regenwetter nicht getragen. Ebenso wird berichtet, dass die schwarzen, gl\u00e4nzenden Oberr\u00f6cke nur an Kirmessamstagen und bei Hochzeiten nur bis zum Kaffeetrinken angezogen wurden. Beiderwand- und Leinenstoffe wurden gegl\u00e4nzt, indem man sie zuerst durch Leimbr\u00fche zog. Leimbr\u00fche stellte man aus \u201eLeimleder\u201c (einem Abfallprodukt der Gerber, auch \u201eHautleim\u201c genannt) und Pottasche her. Durch das Eintauchen in diese Leimbr\u00fche wurde beim Stoff eine gl\u00e4nzende Steifheit erzielt. Der Glanz wurde noch durch das Bereiben mit einem Gl\u00e4nzstein gesteigert. Dazu legte man den Stoff auf einen gerillten Gl\u00e4nztisch und berieb ihn unter festem Druck mit einem Gl\u00e4nzstein. Ein Gl\u00e4nzstein bestand aus Holz, an dessen Spitze sich ein eliptisch geformter feink\u00f6rniger Achat befand. Im Winter wurde als unterster Rock ein sogenannter \u201eBeffel\u201c, \u201eB\u00fcffel\u201c oder \u201eKalmuck\u201c getragen. B\u00fcffel bedeutet \u201estarr\u201c oder \u201eschwer\u201c. Als Stoff wurde Kalmuck verwendet, ein dicker, meist in K\u00f6perbindung gewebter Stoff, der beidsitig stark aufgerauht wurde. F\u00fcr einen Rock ben\u00f6tigte man bis zu 4 Meter Stoff, der stark eingekr\u00e4uselt wurde. (Um 1900 verarbeitete man noch 5 Stoff-Bahnen \u00e1 80 cm Breite, sp\u00e4ter begn\u00fcgte man sich mit 4 \u00bd Bahnen.) Der Bund wurde in der vorderen Mitte verschlossen (diese Stelle wurde sp\u00e4ter von der Sch\u00fcrze \u00fcberdeckt). Links und rechts der vorderen Mitte blieb ein St\u00fcck Stoffweite glatt, der Rest wurde in dichte, kleine Falten gelegt. Um eine gleichm\u00e4\u00dfige F\u00e4ltelung und einen gleichm\u00e4\u00dfigen Sitz des Rockes zu erhalten, ging man folgenderma\u00dfen vor: Man ermittelte das Taillenma\u00df der sp\u00e4teren Rocktr\u00e4gerin, an dem sich die Bundweite orientierte. Die Bundweite wurde in 6 Teile eingeteilt. Die Rockweite dagegen in 8 Teile. Beispiel: Ein Rock sollte eine Bundweite von 66 cm erhalten. 66 cm : 6 Teile = 11 cm\/Teil Der Rock blieb also auf den ersten 11 cm (1 Teil) glatt, dann folgten 44 cm (4 Teile) Faltenwurf und weitere 11 cm (1 Teil) ohne Falten. Die vier Teile f\u00fcr den Faltenwurf wurden nochmals halbiert, sodass man dann 8 Teile \u00e1 5,5 cm hatte. Der Rockstoff war 382 cm breit. F\u00fcr die beiden glatten Teile ben\u00f6tigte man 22 cm, also verblieben noch 360 cm. Diese Weite teilte man durch 8 (= 45 cm) und legte den Stoff so in Falten, dass aus den 45 cm am Ende 5,5 cm wurden. W\u00fcrde man diese Unterteilung nicht vornehmen, w\u00e4re es viel schwieriger, die Falten des Rockes so gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen, wie es f\u00fcr den Faltenwurf n\u00f6tig ist. Die Falten wurden gelegt und festgesteckt und wenn das richtige Ma\u00df erreicht war, wurden sie ca. 2 &#8211; 3 cm vom oberen Rand entfernt mit starkem Garn (Hanfzwirn) und Stielstichen auf der R\u00fcckseite zusammengen\u00e4ht \u2013 Falte f\u00fcr Falte. An der oberen Kante wurde von der Vorderseite aus der Stoffstreifen f\u00fcr den Bund rechts auf rechts aufgelegt und angen\u00e4ht. Er wurde anschlie\u00dfend umgeschlagen und auf der linken Seite etwa in Faltenmitte befestigt. Dadurch wurden die Falten ein weiteres mal stabilisiert. Weil Rock \u00fcber Rock getragen wurde, musste die Bundweite jeden weiteren Rockes 2 \u2013 3 cm gr\u00f6\u00dfer sein als die des darunter getragenen. Der Rock wurde vorne nur etwa zur H\u00e4lfte zugen\u00e4ht. Der Bund wurde mit Haken und \u00d6se verschlossen. F\u00fcr sp\u00e4tere Taillienzuw\u00e4chse behalf man sich mit kleinen Kettchen und Schn\u00fcren zur \u00dcberbr\u00fcckung der fehlenden Weite. Die Rockl\u00e4nge war unterschiedlich. Sie orientierte sich nicht nur an der Gr\u00f6\u00dfe der Tr\u00e4gerin, sondern auch an dem Platz, den dieser Rock in der Reihenfolge einnahm. Der unterste Rock sollte so lang (oder kurz) sein, dass unter ihm noch eine Handbreit des Unterhemdes herausschaute. Jeder weitere Rock musste etwas l\u00e4nger zugeschnitten sein (obwohl es sp\u00e4ter so aussieht, als sei er k\u00fcrzer. Nur in wenigen Orten der Schwalm wurden die R\u00f6cke so abgel\u00e4ngt, dass alle \u00fcbereinander getragenen gleichm\u00e4\u00dfig lang aussahen. Meistens sollten die oberen R\u00f6cke ein kleines St\u00fcckchen \u00fcber dem n\u00e4chstunteren enden, sodass die ganze Pracht der B\u00e4nder zu erkennen war. Damit man sp\u00e4ter beim Anziehen nicht durcheinander kam, wurden die R\u00f6cke nummeriert. Am unteren Rand wurde der Rock mit B\u00e4ndern geschm\u00fcckt. 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Eine dritte Quelle spricht von Tuch http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tuch als Stoff f\u00fcr den obersten Rock. Die nicht-gl\u00e4nzenden Tuchr\u00f6cke wurden zur Trauertracht und zum Abendmahl getragen, die hochgl\u00e4nzenden zur Festtagstracht. Da die gl\u00e4nzenden R\u00f6cke keine Wasserflecken bekommen durften, wurden sie bei Regenwetter nicht getragen. Ebenso wird berichtet, dass die schwarzen, gl\u00e4nzenden Oberr\u00f6cke nur an Kirmessamstagen und bei Hochzeiten nur bis zum Kaffeetrinken angezogen wurden. Beiderwand- und Leinenstoffe wurden gegl\u00e4nzt, indem man sie zuerst durch Leimbr\u00fche zog. Leimbr\u00fche stellte man aus \u201eLeimleder\u201c (einem Abfallprodukt der Gerber, auch \u201eHautleim\u201c genannt) und Pottasche her. Durch das Eintauchen in diese Leimbr\u00fche wurde beim Stoff eine gl\u00e4nzende Steifheit erzielt. Der Glanz wurde noch durch das Bereiben mit einem Gl\u00e4nzstein gesteigert. 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Weil Rock \u00fcber Rock getragen wurde, musste die Bundweite jeden weiteren Rockes 2 \u2013 3 cm gr\u00f6\u00dfer sein als die des darunter getragenen. Der Rock wurde vorne nur etwa zur H\u00e4lfte zugen\u00e4ht. Der Bund wurde mit Haken und \u00d6se verschlossen. F\u00fcr sp\u00e4tere Taillienzuw\u00e4chse behalf man sich mit kleinen Kettchen und Schn\u00fcren zur \u00dcberbr\u00fcckung der fehlenden Weite. Die Rockl\u00e4nge war unterschiedlich. Sie orientierte sich nicht nur an der Gr\u00f6\u00dfe der Tr\u00e4gerin, sondern auch an dem Platz, den dieser Rock in der Reihenfolge einnahm. Der unterste Rock sollte so lang (oder kurz) sein, dass unter ihm noch eine Handbreit des Unterhemdes herausschaute. Jeder weitere Rock musste etwas l\u00e4nger zugeschnitten sein (obwohl es sp\u00e4ter so aussieht, als sei er k\u00fcrzer. Nur in wenigen Orten der Schwalm wurden die R\u00f6cke so abgel\u00e4ngt, dass alle \u00fcbereinander getragenen gleichm\u00e4\u00dfig lang aussahen. Meistens sollten die oberen R\u00f6cke ein kleines St\u00fcckchen \u00fcber dem n\u00e4chstunteren enden, sodass die ganze Pracht der B\u00e4nder zu erkennen war. Damit man sp\u00e4ter beim Anziehen nicht durcheinander kam, wurden die R\u00f6cke nummeriert. Am unteren Rand wurde der Rock mit B\u00e4ndern geschm\u00fcckt. Die Rockb\u00e4nder sind ein eigenes Kapitel wert, deshalb werde ich sp\u00e4ter dar\u00fcber berichten.","og_url":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en","og_site_name":"Luzine Happel","article_published_time":"2015-07-04T07:30:56+00:00","article_modified_time":"2017-08-08T19:25:05+00:00","og_image":[{"width":400,"height":400,"url":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Schwalm_Costume_-_The-Skirts_1.png","type":"image\/png"}],"author":"Luzine Happel","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Luzine Happel","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en","url":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en","name":"Schw\u00e4lmer Tracht \u2013 Die R\u00f6cke (1) - Luzine Happel","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Schwalm_Costume_-_The-Skirts_1.png","datePublished":"2015-07-04T07:30:56+00:00","dateModified":"2017-08-08T19:25:05+00:00","author":{"@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/#\/schema\/person\/531413decc3e3dc937f7312d13b6238c"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en#primaryimage","url":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Schwalm_Costume_-_The-Skirts_1.png","contentUrl":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Schwalm_Costume_-_The-Skirts_1.png","width":400,"height":400},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=5377&lang=en#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Schwalm Costume \u2013 The Skirts (1)"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/#website","url":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/","name":"Luzine Happel","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/#\/schema\/person\/531413decc3e3dc937f7312d13b6238c","name":"Luzine Happel","sameAs":["http:\/\/www.luzine-happel.de"],"url":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?author=2"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5377"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5377"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9323,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5377\/revisions\/9323"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}