{"id":8204,"date":"2017-02-04T09:30:32","date_gmt":"2017-02-04T07:30:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=8204"},"modified":"2017-02-04T08:57:29","modified_gmt":"2017-02-04T06:57:29","slug":"flaechenfuellmuster-nr-481","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.luzine-happel.de\/?p=8204","title":{"rendered":"Fl\u00e4chenf\u00fcllmuster Nr. 481"},"content":{"rendered":"F\u00fcr spezielle Anl\u00e4sse wie Valentinstag oder Muttertag suchte ich nach passenden Mustern. Ich dachte an ein Fl\u00e4chenf\u00fcllmuster mit Herzen. Da mir ein solches Muster f\u00fcr die Wei\u00dfstickerei nicht bekannt war, nahm ich Nadel, Faden und Leinen und begann zu experimentieren. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich. Zwei davon sind in meinem Buch \u201eLimetrosen I\u201c zu finden, das bald in einer Neuauflage erscheint. Nicht alle von mir herausgefundenen Muster fielen so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Manche waren nicht f\u00fcr die von mir vorgesehenen Zwecke geeignet. Ein Muster fand ich zwar sehr sch\u00f6n, wollte es aber f\u00fcr mich behalten. Nun hat es eine Dame entdeckt und nach einer Beschreibung gefragt. Daraufhin habe ich eine Anleitung geschrieben, die ich auch Ihnen nicht vorenthalten m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Nr. 481<\/strong><br \/>\n<u>Kategorie:<\/u> Limet-Muster<br \/>\n<u>angewandte Stiche:<\/u> Abwandlung einer Limetrose (Rosette)<br \/>\n<u>mittlere L\u00e4ngsachse:<\/u> Fadenrinne (in anderen Konturformen: Mitte = Kreuzung zweier Fadenrinnen)<br \/>\n<u>Name:<\/u> Kleine Herzen<br \/>\nDie hier gezeigten Beispiele wurden auf 13,5-f\u00e4digem Weddigen Leinen mit Vierfachstickgarn Nr. 25 gearbeitet.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird der Fadenauszug f\u00fcr den Limetgrund vorgenommen \u2013 1 Faden wird aus gezogen, 3 F\u00e4den bleiben stehen, sowohl vertikal als auch horizontal.<\/p>\n<p>Ein Herzchen erstreckt sich \u00fcber ein Quadrat von 4 x 4 K\u00e4stchen. Es besteht aus insgesamt 25 Stichen, die entgegen dem Uhrzeigersinn um einen Mittelpunkt herum gearbeitet werden. Man muss darauf achten, dass das Loch des Mittelpunktes gro\u00df genug ist, um alle Stiche der Reihe nach geordnet aufnehmen zu k\u00f6nnen. Die Stiche sollten gleichm\u00e4\u00dfig angezogen werden, aber nicht zu fest \u2013 das Gewebe sollte sich nicht zusammenziehen.<\/p>\n<p>Das Besondere an diesem Muster ist, dass die Einstiche nicht nur an den geraden Kanten der Limetk\u00e4stchen entlang ausgef\u00fchrt werden, sondern auch diagonal durch diese K\u00e4stchen verlaufen.<br \/>\nUm einen \u00dcberblick zu geben, habe ich eine Grafik erstellt. Rot sind die Mittelpunkte der einzelnen Herzchen eingezeichnet, die blauen Linien bilden die Stiche nach. Die \u201e1\u201c zeigt den ersten Stich.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/1_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8209\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/1_481-438x346.jpg\" alt=\"1_481\" width=\"438\" height=\"346\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Man sticht aus,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/2_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8210\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/2_481-438x329.jpg\" alt=\"2_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>\u00fcberquert 1 K\u00e4stchen (3 x 3 Gewebef\u00e4den) diagonal nach oben und links, sticht ein und kommt im Mittelpunkt wieder hervor. (Der \u201eMittelpunkt\u201c liegt nicht in der Mitte des Herzchens. Beim Sticken wird die Arbeit immer so gedreht, dass die Nadel waagerecht von rechts nach links gef\u00fchrt werden kann. Um nicht zu sehr zu verwirren, zeige ich die Arbeitsschritte ohne Drehung.)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8211\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3_481-438x329.jpg\" alt=\"3_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Der zweite Einstich erfolgt einen Gewebefaden diagonal nach links unten.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/4-481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8212\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/4-481-438x329.jpg\" alt=\"4-481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Der dritte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/5_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8213\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/5_481-438x329.jpg\" alt=\"5_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Der vierte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Mit diesem Stich hat man das Limetraster wieder erreicht.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/6_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8214\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/6_481-438x328.jpg\" alt=\"6_481\" width=\"438\" height=\"328\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Drei weitere Stiche erfolgen nun, jedes mal einen Gewebefaden gerade nach unten weiterwandernd.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/7_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8215\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/7_481-438x329.jpg\" alt=\"7_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Dann werden sechs Stiche jeweils um einen Gewebefaden diagonal nach rechts unten gestickt. Mit dem sechsten Stich ist die Herzspitze erreicht.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/8_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8216\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/8_481-438x329.jpg\" alt=\"8_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Die zweite H\u00e4lfte wird gegengleich gearbeitet \u2013 mit weiteren 12 Stichen (6 diagonal, 3 gerade und 3 diagonal) wird die Oberkante erreicht.<br \/>\nVon dort aus unterquert man 3 K\u00e4stchen (9 Gewebef\u00e4den) nach oben und 1 K\u00e4stchen (3 Gewebef\u00e4den) nach links. Dort sticht man aus. Hier ist der Mittelpunkt des n\u00e4chsten Herzchens.<br \/>\nDie Arbeit beginnt von vorn.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/9_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8217\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/9_481-438x328.jpg\" alt=\"9_481\" width=\"438\" height=\"328\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Danebenliegende Reihen werden versetzt gearbeitet, damit keine allzu gro\u00dfen freien Stoffstellen entstehen. Der Abstand vom Mittelpunkt eines Herzchens zum Mittelpunkt des danebenliegenden Herzchens betr\u00e4gt 2 K\u00e4stchen (6 Gewebef\u00e4den) nach oben und 4 K\u00e4stchen (12 Gewebef\u00e4den) nach links (oder nach rechts)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/10_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8218\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/10_481-438x329.jpg\" alt=\"10_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Von dort aus wird das n\u00e4chste Herzchen in gewohnter Weise gestickt. Es ist darauf zu achten, dass die Zentrumsl\u00f6cher frei und offen bleiben und nicht \u2013 wie hier beim oberen rechten Herzchen zu sehen &#8211; durch r\u00fcckw\u00e4rtig verlaufende Arbeitsf\u00e4den verdeckt werden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/11_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8219\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/11_481-438x329.jpg\" alt=\"11_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>In der schonenden Kochw\u00e4sche verschieben sich die frei gebliebenen Gewebef\u00e4den leicht, sodass der Limetgrund kaum noch zu erkennen ist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/12_481.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8220\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/12_481-438x329.jpg\" alt=\"12_481\" width=\"438\" height=\"329\" class=\"aligncenter size-medium\" \/><\/a>Bei \u201eHerzchen\u201c handelt es sich um ein besonders plastisches Muster, das speziell in gro\u00dfen Herzkonturen eine \u00fcberaus ansprechende Wirkung entfaltet.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/2017-02-04_Downloadseite_481.pdf\" rel=\"attachment wp-att-8221\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.luzine-happel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/13_481.jpg\" alt=\"13_481\" width=\"417\" height=\"317\" class=\"aligncenter size-medium pdf-link\" \/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr spezielle Anl\u00e4sse wie Valentinstag oder Muttertag suchte ich nach passenden Mustern. Ich dachte an ein Fl\u00e4chenf\u00fcllmuster mit Herzen. Da mir ein solches Muster f\u00fcr die Wei\u00dfstickerei nicht bekannt war, nahm ich Nadel, Faden und Leinen und begann zu experimentieren. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich. Zwei davon sind in meinem Buch \u201eLimetrosen I\u201c zu finden, das bald in einer Neuauflage erscheint. Nicht alle von mir herausgefundenen Muster fielen so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Manche waren nicht f\u00fcr die von mir vorgesehenen Zwecke geeignet. Ein Muster fand ich zwar sehr sch\u00f6n, wollte es aber f\u00fcr mich behalten. Nun hat es eine Dame entdeckt und nach einer Beschreibung gefragt. Daraufhin habe ich eine Anleitung geschrieben, die ich auch Ihnen nicht vorenthalten m\u00f6chte. Nr. 481 Kategorie: Limet-Muster angewandte Stiche: Abwandlung einer Limetrose (Rosette) mittlere L\u00e4ngsachse: Fadenrinne (in anderen Konturformen: Mitte = Kreuzung zweier Fadenrinnen) Name: Kleine Herzen Die hier gezeigten Beispiele wurden auf 13,5-f\u00e4digem Weddigen Leinen mit Vierfachstickgarn Nr. 25 gearbeitet. Zun\u00e4chst wird der Fadenauszug f\u00fcr den Limetgrund vorgenommen \u2013 1 Faden wird aus gezogen, 3 F\u00e4den bleiben stehen, sowohl vertikal als auch horizontal. Ein Herzchen erstreckt sich \u00fcber ein Quadrat von 4 x 4 K\u00e4stchen. Es besteht aus insgesamt 25 Stichen, die entgegen dem Uhrzeigersinn um einen Mittelpunkt herum gearbeitet werden. Man muss darauf achten, dass das Loch des Mittelpunktes gro\u00df genug ist, um alle Stiche der Reihe nach geordnet aufnehmen zu k\u00f6nnen. Die Stiche sollten gleichm\u00e4\u00dfig angezogen werden, aber nicht zu fest \u2013 das Gewebe sollte sich nicht zusammenziehen. Das Besondere an diesem Muster ist, dass die Einstiche nicht nur an den geraden Kanten der Limetk\u00e4stchen entlang ausgef\u00fchrt werden, sondern auch diagonal durch diese K\u00e4stchen verlaufen. Um einen \u00dcberblick zu geben, habe ich eine Grafik erstellt. Rot sind die Mittelpunkte der einzelnen Herzchen eingezeichnet, die blauen Linien bilden die Stiche nach. Die \u201e1\u201c zeigt den ersten Stich. Man sticht aus, \u00fcberquert 1 K\u00e4stchen (3 x 3 Gewebef\u00e4den) diagonal nach oben und links, sticht ein und kommt im Mittelpunkt wieder hervor. (Der \u201eMittelpunkt\u201c liegt nicht in der Mitte des Herzchens. Beim Sticken wird die Arbeit immer so gedreht, dass die Nadel waagerecht von rechts nach links gef\u00fchrt werden kann. Um nicht zu sehr zu verwirren, zeige ich die Arbeitsschritte ohne Drehung.) Der zweite Einstich erfolgt einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Der dritte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Der vierte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Mit diesem Stich hat man das Limetraster wieder erreicht. Drei weitere Stiche erfolgen nun, jedes mal einen Gewebefaden gerade nach unten weiterwandernd. Dann werden sechs Stiche jeweils um einen Gewebefaden diagonal nach rechts unten gestickt. Mit dem sechsten Stich ist die Herzspitze erreicht. Die zweite H\u00e4lfte wird gegengleich gearbeitet \u2013 mit weiteren 12 Stichen (6 diagonal, 3 gerade und 3 diagonal) wird die Oberkante erreicht. Von dort aus unterquert man 3 K\u00e4stchen (9 Gewebef\u00e4den) nach oben und 1 K\u00e4stchen (3 Gewebef\u00e4den) nach links. Dort sticht man aus. Hier ist der Mittelpunkt des n\u00e4chsten Herzchens. Die Arbeit beginnt von vorn. Danebenliegende Reihen werden versetzt gearbeitet, damit keine allzu gro\u00dfen freien Stoffstellen entstehen. Der Abstand vom Mittelpunkt eines Herzchens zum Mittelpunkt des danebenliegenden Herzchens betr\u00e4gt 2 K\u00e4stchen (6 Gewebef\u00e4den) nach oben und 4 K\u00e4stchen (12 Gewebef\u00e4den) nach links (oder nach rechts) Von dort aus wird das n\u00e4chste Herzchen in gewohnter Weise gestickt. Es ist darauf zu achten, dass die Zentrumsl\u00f6cher frei und offen bleiben und nicht \u2013 wie hier beim oberen rechten Herzchen zu sehen &#8211; durch r\u00fcckw\u00e4rtig verlaufende Arbeitsf\u00e4den verdeckt werden. In der schonenden Kochw\u00e4sche verschieben sich die frei gebliebenen Gewebef\u00e4den leicht, sodass der Limetgrund kaum noch zu erkennen ist. 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Nr. 481 Kategorie: Limet-Muster angewandte Stiche: Abwandlung einer Limetrose (Rosette) mittlere L\u00e4ngsachse: Fadenrinne (in anderen Konturformen: Mitte = Kreuzung zweier Fadenrinnen) Name: Kleine Herzen Die hier gezeigten Beispiele wurden auf 13,5-f\u00e4digem Weddigen Leinen mit Vierfachstickgarn Nr. 25 gearbeitet. Zun\u00e4chst wird der Fadenauszug f\u00fcr den Limetgrund vorgenommen \u2013 1 Faden wird aus gezogen, 3 F\u00e4den bleiben stehen, sowohl vertikal als auch horizontal. Ein Herzchen erstreckt sich \u00fcber ein Quadrat von 4 x 4 K\u00e4stchen. Es besteht aus insgesamt 25 Stichen, die entgegen dem Uhrzeigersinn um einen Mittelpunkt herum gearbeitet werden. Man muss darauf achten, dass das Loch des Mittelpunktes gro\u00df genug ist, um alle Stiche der Reihe nach geordnet aufnehmen zu k\u00f6nnen. Die Stiche sollten gleichm\u00e4\u00dfig angezogen werden, aber nicht zu fest \u2013 das Gewebe sollte sich nicht zusammenziehen. Das Besondere an diesem Muster ist, dass die Einstiche nicht nur an den geraden Kanten der Limetk\u00e4stchen entlang ausgef\u00fchrt werden, sondern auch diagonal durch diese K\u00e4stchen verlaufen. Um einen \u00dcberblick zu geben, habe ich eine Grafik erstellt. Rot sind die Mittelpunkte der einzelnen Herzchen eingezeichnet, die blauen Linien bilden die Stiche nach. Die \u201e1\u201c zeigt den ersten Stich. Man sticht aus, \u00fcberquert 1 K\u00e4stchen (3 x 3 Gewebef\u00e4den) diagonal nach oben und links, sticht ein und kommt im Mittelpunkt wieder hervor. (Der \u201eMittelpunkt\u201c liegt nicht in der Mitte des Herzchens. Beim Sticken wird die Arbeit immer so gedreht, dass die Nadel waagerecht von rechts nach links gef\u00fchrt werden kann. Um nicht zu sehr zu verwirren, zeige ich die Arbeitsschritte ohne Drehung.) Der zweite Einstich erfolgt einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Der dritte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Der vierte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Mit diesem Stich hat man das Limetraster wieder erreicht. Drei weitere Stiche erfolgen nun, jedes mal einen Gewebefaden gerade nach unten weiterwandernd. Dann werden sechs Stiche jeweils um einen Gewebefaden diagonal nach rechts unten gestickt. Mit dem sechsten Stich ist die Herzspitze erreicht. Die zweite H\u00e4lfte wird gegengleich gearbeitet \u2013 mit weiteren 12 Stichen (6 diagonal, 3 gerade und 3 diagonal) wird die Oberkante erreicht. Von dort aus unterquert man 3 K\u00e4stchen (9 Gewebef\u00e4den) nach oben und 1 K\u00e4stchen (3 Gewebef\u00e4den) nach links. Dort sticht man aus. Hier ist der Mittelpunkt des n\u00e4chsten Herzchens. Die Arbeit beginnt von vorn. Danebenliegende Reihen werden versetzt gearbeitet, damit keine allzu gro\u00dfen freien Stoffstellen entstehen. 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Ich dachte an ein Fl\u00e4chenf\u00fcllmuster mit Herzen. Da mir ein solches Muster f\u00fcr die Wei\u00dfstickerei nicht bekannt war, nahm ich Nadel, Faden und Leinen und begann zu experimentieren. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich. Zwei davon sind in meinem Buch \u201eLimetrosen I\u201c zu finden, das bald in einer Neuauflage erscheint. Nicht alle von mir herausgefundenen Muster fielen so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Manche waren nicht f\u00fcr die von mir vorgesehenen Zwecke geeignet. Ein Muster fand ich zwar sehr sch\u00f6n, wollte es aber f\u00fcr mich behalten. Nun hat es eine Dame entdeckt und nach einer Beschreibung gefragt. Daraufhin habe ich eine Anleitung geschrieben, die ich auch Ihnen nicht vorenthalten m\u00f6chte. Nr. 481 Kategorie: Limet-Muster angewandte Stiche: Abwandlung einer Limetrose (Rosette) mittlere L\u00e4ngsachse: Fadenrinne (in anderen Konturformen: Mitte = Kreuzung zweier Fadenrinnen) Name: Kleine Herzen Die hier gezeigten Beispiele wurden auf 13,5-f\u00e4digem Weddigen Leinen mit Vierfachstickgarn Nr. 25 gearbeitet. Zun\u00e4chst wird der Fadenauszug f\u00fcr den Limetgrund vorgenommen \u2013 1 Faden wird aus gezogen, 3 F\u00e4den bleiben stehen, sowohl vertikal als auch horizontal. Ein Herzchen erstreckt sich \u00fcber ein Quadrat von 4 x 4 K\u00e4stchen. Es besteht aus insgesamt 25 Stichen, die entgegen dem Uhrzeigersinn um einen Mittelpunkt herum gearbeitet werden. Man muss darauf achten, dass das Loch des Mittelpunktes gro\u00df genug ist, um alle Stiche der Reihe nach geordnet aufnehmen zu k\u00f6nnen. Die Stiche sollten gleichm\u00e4\u00dfig angezogen werden, aber nicht zu fest \u2013 das Gewebe sollte sich nicht zusammenziehen. Das Besondere an diesem Muster ist, dass die Einstiche nicht nur an den geraden Kanten der Limetk\u00e4stchen entlang ausgef\u00fchrt werden, sondern auch diagonal durch diese K\u00e4stchen verlaufen. Um einen \u00dcberblick zu geben, habe ich eine Grafik erstellt. Rot sind die Mittelpunkte der einzelnen Herzchen eingezeichnet, die blauen Linien bilden die Stiche nach. Die \u201e1\u201c zeigt den ersten Stich. Man sticht aus, \u00fcberquert 1 K\u00e4stchen (3 x 3 Gewebef\u00e4den) diagonal nach oben und links, sticht ein und kommt im Mittelpunkt wieder hervor. (Der \u201eMittelpunkt\u201c liegt nicht in der Mitte des Herzchens. Beim Sticken wird die Arbeit immer so gedreht, dass die Nadel waagerecht von rechts nach links gef\u00fchrt werden kann. Um nicht zu sehr zu verwirren, zeige ich die Arbeitsschritte ohne Drehung.) Der zweite Einstich erfolgt einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Der dritte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Der vierte Einstich erfolgt wiederum einen Gewebefaden diagonal nach links unten. Mit diesem Stich hat man das Limetraster wieder erreicht. Drei weitere Stiche erfolgen nun, jedes mal einen Gewebefaden gerade nach unten weiterwandernd. Dann werden sechs Stiche jeweils um einen Gewebefaden diagonal nach rechts unten gestickt. Mit dem sechsten Stich ist die Herzspitze erreicht. Die zweite H\u00e4lfte wird gegengleich gearbeitet \u2013 mit weiteren 12 Stichen (6 diagonal, 3 gerade und 3 diagonal) wird die Oberkante erreicht. Von dort aus unterquert man 3 K\u00e4stchen (9 Gewebef\u00e4den) nach oben und 1 K\u00e4stchen (3 Gewebef\u00e4den) nach links. Dort sticht man aus. Hier ist der Mittelpunkt des n\u00e4chsten Herzchens. Die Arbeit beginnt von vorn. Danebenliegende Reihen werden versetzt gearbeitet, damit keine allzu gro\u00dfen freien Stoffstellen entstehen. Der Abstand vom Mittelpunkt eines Herzchens zum Mittelpunkt des danebenliegenden Herzchens betr\u00e4gt 2 K\u00e4stchen (6 Gewebef\u00e4den) nach oben und 4 K\u00e4stchen (12 Gewebef\u00e4den) nach links (oder nach rechts) Von dort aus wird das n\u00e4chste Herzchen in gewohnter Weise gestickt. Es ist darauf zu achten, dass die Zentrumsl\u00f6cher frei und offen bleiben und nicht \u2013 wie hier beim oberen rechten Herzchen zu sehen &#8211; durch r\u00fcckw\u00e4rtig verlaufende Arbeitsf\u00e4den verdeckt werden. In der schonenden Kochw\u00e4sche verschieben sich die frei gebliebenen Gewebef\u00e4den leicht, sodass der Limetgrund kaum noch zu erkennen ist. 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