Bei uns auf dem flachen Land ist man nicht immer am Puls der Zeit was die Mode betrifft. So hatte ich bisher nicht mitbekommen, dass Einstecktücher ein Comeback erleben.

Vor kurzem kontaktierte mich ein Herr mit der Bitte um Unterstützung. Er ist in der Schwalm aufgewachsen, hat dort eine Dorfschule besucht und ist jetzt zum Anzugträger avanciert. Er erinnerte sich an die Schwälmer Weißstickerei und fragte nach einem individuellen, handgearbeiteten Einstecktuch mit Bezug zu seiner früheren Heimat.

Bald darauf erschien der Newsletter von Inspirations, in dem ein stilvolles Einstecktuch gezeigt (ungefähr bis zur Mitte herunterscrollen) und mit dem Kommentar begleitet wurde, dass es Anzeichen für ein Comeback gäbe.

Nun betrachtete ich Jackettträger in den Medien aufmerksamer und stellte fest, dass viele wieder Einstecktücher nutzen.

Spontan kamen mir viele Möglichkeiten in den Sinn, solche Accessoires individuell zu besticken und damit z. B. heimische Politiker auszustatten. Damit würde sich für diese die Möglichkeit eröffnen, auf das immaterielle Kulturerbe ihrer Region hinzuweisen.

Um es gleich mal ausprobieren zu können, betrachtete ich meine kleinen bereits gestickten Projekte. Die erste Wahl fiel auf das Deckchen mit breitem Saum und gefalteter Erbslochkante.

E-Saum_24

Dieses Design kann man sowohl mit herausstehender Spitze als auch flach tragen.

Eine weitere, ganz andere und schwalmtypischere Idee wird im nächsten Blogbeitrag umgesetzt.

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