Kleine Projekte

Kleine Knöpfe

Knöpfe erfüllen nicht nur eine Verschlussfunktion, sie sind auch Zierde. Gerade in letzter Zeit werden sie verstärkt als reine Dekorationsmittel eingesetzt. Bei meinen Enkelkindern sah ich eine Packung zum Beziehen von Knöpfen und erlebte, wie einfach die Handhabung ist.
So kam mir die Idee, Knöpfe mit kleinen Elementen der Weißstickerei herzustellen. Dazu bestickte ich weißes und naturfarbenes Leinen mit Spiralen, kleinen Blättern, Schnürlöchern und Herzchen.
Die Teile wurden ausgeschnitten, gewaschen, gestärkt und gebügelt.
Mit dem vorhandenen Werkzeug wollte ich nun den Knopf beziehen.
Das Leinen wurde mit der Vorderseite nach unten in die Schale gelegt und mit dem Oberteil des Knopfes in die Schale gedrückt.
Der Stoffüberstand wurde nach innen gefaltet,
Das Knopfunterteil wurde aufgelegt
und mit dem entsprechenden Werkzeug in die Schale gedrückt.
Das Ergebnis war ernüchternd. Eine Knopfseite war eingedrückt.
Das Knopfunterteil war nicht vollständig eingerastet. Das Leinen war dicker als der der Packung beiliegende Originalstoff. Daher funktionierte es nicht.
Was nun tun mit all meinen bestickten Leinenstücken? Ich besorgte mir hochwertigere Knopfrohlinge, die in verschiedenen Größen auf dem Markt sind.
Bei den kleineren Knopfgrößen liegt das Werkzeug der Packung bei. Außerdem haben diese Rohlinge den Vorteil, dass man die Knöpfe wahlweise annähen oder auch mit einer Sicherheitsnadel befestigen kann. Auch liegt eine Schablone bei, mit der man den Stoff auf die richtige Größe zuschneiden kann.
Die beiliegende Werkzeug-Schale ist transparent, das ermöglicht, die richtige Position der Stickerei zu überprüfen.
Mit dem beiliegenden Drückwerkzeug konnte das rückwärtige Knopfteil spielend leicht eingesetzt werden.
Der erste Knopf ist fertig – wunderbar gleichmäßig und glatt bezogen.
Nun warten viele individuell bestickte Knöpfe auf ihren Einsatz an Westen, Taschen, Pullovern und, und, und…. Mit kleinen Sicherheitsnadeln versehen, kann man sie leicht von einem Kleidungsstück zum anderen wechseln und beim Waschen abnehmen.

Schnürlöcher – Übung

Das Schnürloch ist ein wichtiges kleines Element der Schwälmer Weißstickerei.
Es kann auf vielfältige Weise kreativ eingesetzt werden, wie man den Beispielen in dem Beitrag Schnürlöcher entnehmen kann. Hier präsentiere ich zwei weitere Muster, um das Band mit den Kreisdesigns fortsetzen zu können. Beide Muster sind gut geeignet, Schnürlöcher zu üben.
Mit einem DEKA Bügelmusterstift wird das Muster auf das Leinen übetragen. Wenn Sie beide Muster sticken wollen, ist es empfehlenswert, mit den etwas größeren Schnürlöchern zu beginnen.
Zuerst werden die vorbereitenden Arbeiten erledigt, wie in dem Beitrag zur Übung kleiner, spitzer Blätter erklärt. Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 werden dann die Schnürlöcher gestickt, indem man direkt auf der Konturenlinie aussticht,
und dann, immer vom Mittelpunkt ausgehend, einen Schlingstich dicht neben den anderen setzt.
Wenn der Kreis gefüllt ist, wird die Runde geschlossen, indem man auf der Konturenlinie direkt unter der ersten Schlinge einsticht und den Faden zur Rückseite führt
Auf diese Weise erhält man ein wunderbar rundes Schnürloch.
Beide Muster sehen fertiggestellt, gewaschen, gestärkt und gebügelt schön aus.
Wenn Sie Freude am Sticken von Schnürlöchern gefunden haben, kann ich Ihnen die Schnürloch-Sterne von Frau Mengel (Tel: 0 65 51 40 68 4) empfehlen.
Sie werden nach dem Sticken ausgeschnitten. Sie sind aufgedruckt in zwei Größen erhältlich – 21 cm und34 cm.
Weiß gestickt sehen sie sehr edel aus. Ich habe hier MEZ Anchor Sticktwist Nr. 874 verwendet, um eine passende Unterlage für meine Singer-Engel zu erhalten.
Auch ein großer Schnürlochstern mit acht Glocken und einem Durchmesser von 55 cm gehört zu Frau Mengels Repertoire und lädt zum Sticken einer weihnachtlichen Mitteldecke (Zuschnitt 100 cm x 100 cm) ein.

Kleine, spitze Blätter und Spiralen – Übung

Durch die Kombination von kleinen, spitzen Blättern mit Spiralen kann man viele schöne Muster erzielen. Hier präsentiere ich zwei Designs, um das Band mit den Übungsmustern weiterzuführen . Beide sind gut geeignet, das Sticken kleiner, spitzer Blätter und Spiralen zu üben.
1_19-2017Das Muster wird mittels DEKA Bügelmusterstift übertragen.
2_19-2017Zuerst werden die vorbereitenden Arbeiten erledigt, wie in dem Beitrag zur Übung kleiner, spitzer Blätter beschrieben. Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 wird der erste Spiralenabzweig, von der Spitze des Blattes ausgehend, gearbeitet.
3_19-2017Nach Fertigstellung der Spirale führt man den Arbeitsfaden unter den Stichen auf der Rückseite zum Ausgangspunkt zurück, um dort das Blatt zu sticken.
4_19-2017Mit dem letzten Stich des Blattes geht man in den zweiten Spiralenabzweig über.
5_19-2017Das fertige Muster sieht gut aus.
6_19-2017Die Vorbereitungsarbeiten für das zweite Muster sind die gleichen. Dann werden die Spiralen
7_19-2017und die Blattgruppen gearbeitet.
8_19-2017Nach der Endbearbeitung hat man ein weiteres hübsches und schnell zu stickendes Muster mit kleinen Elementen der Weißstickerei.
9_19-2017

Ein schmales Band für Übungsmuster

Zum Üben von Spiralen, Abzweigen und Blättchen, habe ich bereits einige runde Muster bereitgestellt. Diese und einige weitere Designs – die in späteren Beiträgen folgen werden – eignen sich sehr gut, um ein Leinenband damit zu dekorieren.
Dazu wird ein Leinenstreifen der Größe 18 cm x 135 cm verwendet.

Sowohl die Mittellinie als auch die Mittelpunkte der Muster werden markiert, um eine gleichmäßige Verteilung in gerader Linie sicherzustellen. Ich habe mich für einen Abstand von 12,5 cm von Mittelpunkt zu Mittelpunkt entschieden. Das bedeutet, das zwischen den einzelnen Kreisen 5 cm frei bleiben. Wenn man ein neues Projekt beginnt und keine Vorlage hat, ist es immer schwierig, sich für die Platzierung von Mustern zu entscheiden. Im Nachhinein betrachtet bin ich mit der Anordnung der Formen sehr zufrieden. Wie dem auch sei, es wäre auch möglich, die Muster etwas dichter zusammenzurücken.
1_18-2017Die Muster werden aufgebügelt und dann gestickt.
2_18-2017Nach Fertigstellung der einzelnen Muster – insgesamt sind es zehn – wird der Rand für den Saum vorbereitet. Die kurzen Seiten sollen mit einer offenen Briefecke versehen werden. Deshalb werden komplett entlang beider Längsseiten je zwei Fäden ausgezogen. Der erste Faden in einem Abstand von 1 cm zur Kante, der zweite Faden 3 cm einwärts der gerade gebildeten Fadenrinne.
3_18-2017Entlang der äußeren Fadenrinne wird das Gewebe zur Rückseite gefaltet.
4_18-2017Es wird ein zweites Mal zur Rückseite gefaltet und zwar so, dass die erste Falte an die zweite Fadenrinne anstösst.
5_18-2017Der Saum wird festgesteckt, geheftet und mit Hohlsaumstichen befestigt.
6_18-2017Eine kurze Seite hat eine Webkante, die andere kurze Seite wird mit Zickzackstichen gesichert.
7_18-2017Rechts auf rechts gefaltet, werden die kurzen Seiten zugenäht.
8_18-2017Das Band wird gewaschen, gestärkt und gebügelt. Man bügelt auf der Rückseite des Bandes, darauf achtend, dass zuerst nur eine Lage der Briefecke gebügelt wird. Dann wird das Teil herumgedreht und die andere Seite der Briefecke geglättet. Auf diese Weise hinterlässt die aufgefaltete Naht auf der Vorderseite des Leinens keinen Abdruck.
9_18-2017Bügeln mit der rechten Seite nach unten auf einem dicken und weichen Untergrund (wie einem Frottee-Handtuch), der die Hitze des Bügeleisens aushält, lässt die Stickerei wunderbar erhaben erscheinen.
10_18-2017Das hübsche schmale Band – entstanden als Übungstuch für kleine Weißstickerei-Elemente – schmückt jeden Tisch.
11_18-2017Längs herunterhängend ist es eine schöne Dekoration für kleine Wandvorsprünge oder hölzerne Türrahmen. An einem Fester befestigt, kommt die Stickerei im Gegenlicht besonders gut zur Geltung.

Kleine, spitze Blätter – Übung (1)

Heute zeige ich zwei weitere Muster, die mit einem Durchmesser von 7,5 cm bestens geeignet sind, ein Band zu besticken. Man kann an diesen Mustern das Sticken kleiner, spitzer Blätter üben. Weitere Muster in der gleichen Größe werden in späteren Beiträgen präsentiert.
1_17-2017
Zuerst werden auf einem Leinenstreifen die Mittelpunkte der Muster markiert, um eine gleichmäßige Anordnung zu erzielen. Ich habe mich für einen Abstand von 12,5 cm von Mittelpunkt zu Mittelpunkt entschieden. Das bedeutet, das zwischen den einzelnen Kreisen 5 cm frei bleiben. Es wurde 13,5-fädiges Leinen verwendet.
2_17-2017Das Design wird auf das Leinen übertragen. Geschieht das – wie hier zu sehen – mittels eines Bügelmusterstiftes, erscheint das Muster spiegelbildlich.
3_17-2017Vierfachstickgarn Nr. 16 wird für die Knötchenstiche verwendet, Nr. 20 für die Schlingstiche und die äußeren Kettenstiche. Am äußeren Rand werden zuerst Knötchenstiche über die innere Linie gestickt. Dann wird eine Reihe Kettenstiche zwischen beide Linien gearbeitet. Diese Kettenstiche werden mit sehr dichten Schlingstichen überdeckt.
4_17-2017Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 werden die Plattstiche der Blätter gestickt. Bitte denken Sie daran: Man legt die Stiche dicht nebeneinander und folgt der Form der Kontur, d.h. die Stiche liegen nicht ganz parallel, sondern in der Mitte geringfügig dichter zusammen als an der Außenkante. Dabei dreht man die Arbeit immer so, dass die Nadel horizontal von rechts nach links geführt werden kann. Der Spitzenstich sollte gerade von der Mittellinie zur Spitze verlaufen. Damit das Blatt am Ende auch wirklich spitz aussieht, wird dieser Stich ca. 1 – 2 mm über die Konturenlinie hinaus gestochen.
5_17-2017Die zweite Blatthälfte stickt man dann von der Spitze zurück zum Blattansatz zwischen Konturenlinie (Einstich) und Mittellinie (Ausstich).
6_17-2017Auf dem Band werden die beiden ähnlichen Muster nicht direkt nebeneinander platziert. Vielmehr wechseln Muster mit Spiralen, Muster mit Blättchen und Muster mit anderen kleinen Elementen ab.
7_17-2017Das Bild oben zeigt einen Teil des fertigen Bandes. Wie es gearbeitet wird, erfahren Sie im nächsten Beitrag.
8_17-2017Gewaschen, gestärkt und gebügelt sehen beide Übungsmuster für kleine, spitze Blätter hübsch aus.
9_17-2017

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