Kleine Projekte

Kleine, spitze Blätter und Spiralen – Übung

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Durch die Kombination von kleinen, spitzen Blättern mit Spiralen kann man viele schöne Muster erzielen. Hier präsentiere ich zwei Designs, um das Band mit den Übungsmustern weiterzuführen . Beide sind gut geeignet, das Sticken kleiner, spitzer Blätter und Spiralen zu üben.
1_19-2017Das Muster wird mittels DEKA Bügelmusterstift übertragen.
2_19-2017Zuerst werden die vorbereitenden Arbeiten erledigt, wie in dem Beitrag zur Übung kleiner, spitzer Blätter beschrieben. Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 wird der erste Spiralenabzweig, von der Spitze des Blattes ausgehend, gearbeitet.
3_19-2017Nach Fertigstellung der Spirale führt man den Arbeitsfaden unter den Stichen auf der Rückseite zum Ausgangspunkt zurück, um dort das Blatt zu sticken.
4_19-2017Mit dem letzten Stich des Blattes geht man in den zweiten Spiralenabzweig über.
5_19-2017Das fertige Muster sieht gut aus.
6_19-2017Die Vorbereitungsarbeiten für das zweite Muster sind die gleichen. Dann werden die Spiralen
7_19-2017und die Blattgruppen gearbeitet.
8_19-2017Nach der Endbearbeitung hat man ein weiteres hübsches und schnell zu stickendes Muster mit kleinen Elementen der Weißstickerei.
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Ein schmales Band für Übungsmuster

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Zum Üben von Spiralen, Abzweigen und Blättchen, habe ich bereits einige runde Muster bereitgestellt. Diese und einige weitere Designs – die in späteren Beiträgen folgen werden – eignen sich sehr gut, um ein Leinenband damit zu dekorieren.
Dazu wird ein Leinenstreifen der Größe 18 cm x 135 cm verwendet.

Sowohl die Mittellinie als auch die Mittelpunkte der Muster werden markiert, um eine gleichmäßige Verteilung in gerader Linie sicherzustellen. Ich habe mich für einen Abstand von 12,5 cm von Mittelpunkt zu Mittelpunkt entschieden. Das bedeutet, das zwischen den einzelnen Kreisen 5 cm frei bleiben. Wenn man ein neues Projekt beginnt und keine Vorlage hat, ist es immer schwierig, sich für die Platzierung von Mustern zu entscheiden. Im Nachhinein betrachtet bin ich mit der Anordnung der Formen sehr zufrieden. Wie dem auch sei, es wäre auch möglich, die Muster etwas dichter zusammenzurücken.
1_18-2017Die Muster werden aufgebügelt und dann gestickt.
2_18-2017Nach Fertigstellung der einzelnen Muster – insgesamt sind es zehn – wird der Rand für den Saum vorbereitet. Die kurzen Seiten sollen mit einer offenen Briefecke versehen werden. Deshalb werden komplett entlang beider Längsseiten je zwei Fäden ausgezogen. Der erste Faden in einem Abstand von 1 cm zur Kante, der zweite Faden 3 cm einwärts der gerade gebildeten Fadenrinne.
3_18-2017Entlang der äußeren Fadenrinne wird das Gewebe zur Rückseite gefaltet.
4_18-2017Es wird ein zweites Mal zur Rückseite gefaltet und zwar so, dass die erste Falte an die zweite Fadenrinne anstösst.
5_18-2017Der Saum wird festgesteckt, geheftet und mit Hohlsaumstichen befestigt.
6_18-2017Eine kurze Seite hat eine Webkante, die andere kurze Seite wird mit Zickzackstichen gesichert.
7_18-2017Rechts auf rechts gefaltet, werden die kurzen Seiten zugenäht.
8_18-2017Das Band wird gewaschen, gestärkt und gebügelt. Man bügelt auf der Rückseite des Bandes, darauf achtend, dass zuerst nur eine Lage der Briefecke gebügelt wird. Dann wird das Teil herumgedreht und die andere Seite der Briefecke geglättet. Auf diese Weise hinterlässt die aufgefaltete Naht auf der Vorderseite des Leinens keinen Abdruck.
9_18-2017Bügeln mit der rechten Seite nach unten auf einem dicken und weichen Untergrund (wie einem Frottee-Handtuch), der die Hitze des Bügeleisens aushält, lässt die Stickerei wunderbar erhaben erscheinen.
10_18-2017Das hübsche schmale Band – entstanden als Übungstuch für kleine Weißstickerei-Elemente – schmückt jeden Tisch.
11_18-2017Längs herunterhängend ist es eine schöne Dekoration für kleine Wandvorsprünge oder hölzerne Türrahmen. An einem Fester befestigt, kommt die Stickerei im Gegenlicht besonders gut zur Geltung.

Kleine, spitze Blätter – Übung (1)

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Heute zeige ich zwei weitere Muster, die mit einem Durchmesser von 7,5 cm bestens geeignet sind, ein Band zu besticken. Man kann an diesen Mustern das Sticken kleiner, spitzer Blätter üben. Weitere Muster in der gleichen Größe werden in späteren Beiträgen präsentiert.
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Zuerst werden auf einem Leinenstreifen die Mittelpunkte der Muster markiert, um eine gleichmäßige Anordnung zu erzielen. Ich habe mich für einen Abstand von 12,5 cm von Mittelpunkt zu Mittelpunkt entschieden. Das bedeutet, das zwischen den einzelnen Kreisen 5 cm frei bleiben. Es wurde 13,5-fädiges Leinen verwendet.
2_17-2017Das Design wird auf das Leinen übertragen. Geschieht das – wie hier zu sehen – mittels eines Bügelmusterstiftes, erscheint das Muster spiegelbildlich.
3_17-2017Vierfachstickgarn Nr. 16 wird für die Knötchenstiche verwendet, Nr. 20 für die Schlingstiche und die äußeren Kettenstiche. Am äußeren Rand werden zuerst Knötchenstiche über die innere Linie gestickt. Dann wird eine Reihe Kettenstiche zwischen beide Linien gearbeitet. Diese Kettenstiche werden mit sehr dichten Schlingstichen überdeckt.
4_17-2017Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 werden die Plattstiche der Blätter gestickt. Bitte denken Sie daran: Man legt die Stiche dicht nebeneinander und folgt der Form der Kontur, d.h. die Stiche liegen nicht ganz parallel, sondern in der Mitte geringfügig dichter zusammen als an der Außenkante. Dabei dreht man die Arbeit immer so, dass die Nadel horizontal von rechts nach links geführt werden kann. Der Spitzenstich sollte gerade von der Mittellinie zur Spitze verlaufen. Damit das Blatt am Ende auch wirklich spitz aussieht, wird dieser Stich ca. 1 – 2 mm über die Konturenlinie hinaus gestochen.
5_17-2017Die zweite Blatthälfte stickt man dann von der Spitze zurück zum Blattansatz zwischen Konturenlinie (Einstich) und Mittellinie (Ausstich).
6_17-2017Auf dem Band werden die beiden ähnlichen Muster nicht direkt nebeneinander platziert. Vielmehr wechseln Muster mit Spiralen, Muster mit Blättchen und Muster mit anderen kleinen Elementen ab.
7_17-2017Das Bild oben zeigt einen Teil des fertigen Bandes. Wie es gearbeitet wird, erfahren Sie im nächsten Beitrag.
8_17-2017Gewaschen, gestärkt und gebügelt sehen beide Übungsmuster für kleine, spitze Blätter hübsch aus.
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Bunte Ostereier

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Ostereier laden dazu ein, verschiedene Muster auszuprobieren. Für Eiformen bieten sich Limetrosenmuster geradezu an.

Hier soll gezeigt werden, dass die Muster nicht nur für die Weißstickerei und speziell die Schwälmer Weißstickerei bestens geeignet sind, sondern dass man damit auch in anderen Sticktechniken unter Verwendung bunten Garnes Flächen attraktiv füllen kann.
1_13-2017Die Ostereier wurden in verschiedenen Größen gestickt (die ersten Schritte dazu findet man hier – siehe Bilder 2 – 5) und nach der Fertigstellung ausgeschnitten. Die ausgeschnittenen Ostereier kann man unterschiedlich und immer wieder anders dekorieren, ganz nach Lust und Laune. Ich habe 13,5-fädiges Leinen verwendet und 3 Fäden Sticktwist für die Knötchenstiche sowie 2 Fäden Sticktwist für alle anderen Stiche.
2_13-2017Ich habe verschiedene Farben und unterschiedliche Muster gewählt – dadurch wurde die Stickerei zu einem puren Vergnügen. Immer war ich gespannt darauf, wie sich das Muster farbig gestickt entwickeln würde. Es war eine Freude, die Ostereier so unterschiedlich „anzumalen“ mit Streifen (horizontal, vertikal und auch diagonal), mit Punkten oder Zick-Zack-Mustern.
3_13-2017Die ausgeschnittenen Eier regen dazu an, immer wieder andere Formationen auszuprobieren. Zum Beispiel kann man frühlingsfarbene Ostereier in gerader Linie arrangieren.
4_13-2017Wenn jemand eine Vorliebe für bestimmte Farben hat, ist es kein Problem, attraktive Formationen unter Verwendung nur dieser Farben zu gestalten,
5_13-2017wobei die Anordnung beispielsweise in geraden Reihen
6_13-2017oder auch eher ringförmig erfolgen kann.
7_13-2017Die Kombinationsmöglichkeiten von Farben und Arrangements sind endlos: grün kombiniert mit blau …
8_3-2017oder grün kombiniert mit lila …
9_13-2017die Farben passend zu weiterer Dekoration ausgewählt, wie hier gelb und orange …
10_13-2017oder hier grün und beige …
11_13-2017natürlich sieht blau und weiß immer adrett aus.
12_13-2017Wie man schon aus den wenigen Bildern sehen kann, sind diese ausgeschnittenen Ostereier höchst unterschiedlich und vielseitig einsetzbar. Mit etwas Fantasie und wenigen Handgriffen sind sie einfach und schnell in neuer Anordnung zusammengestellt.
13_13-2017Eine farbenfrohe Zusammenstellung ist nicht nur ein Spaß mit einem Hingucker-Effekt. Man kann auf diese Weise auch sehr gut Garnreste aufbrauchen!

Die meisten der Limetrosenmuster, die in den obigen Bildern zu sehen sind, kann man in meinen Büchern Limetrosen I and Limetrosen II finden.

Ganz anders und sehr interessant hat Jessica Grimm diese Muster zur Gestaltung ihrer Fische eingesetzt.

Wie arbeitet man einen Klotzboden-Beutel?

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Um einen kleinen, leicht zu waschenden und leicht zu bügelnden Beutel herzustellen, schaute ich mich nach einer Einlage um – passend in der Größe, stabil, hygienisch sauber und günstig zu bekommen. Ich entschied mich für eine Milchverpackung. Diese wird auf die gewünschte Länge zugeschnitten
1_10-2017ausgewaschen und weiß angestrichen.
2_10-2017Die Schachtel ist 9 cm breit, 6 cm tief und 12 cm hoch. 16-fädiges Leinen wird in der Größe von 19 cm ( Weite + Tiefe+ 2 x 1cm Nahtzugabe) x 46 cm (2 x Höhe + 3 x Tiefe + 2 x 2 cm Nahtzugabe) zugeschnitten.

Die Vorderseite wird mit einem kleinen Muster bestickt. Die Längsseiten werden gegen Ausfransen gesichert.
3_10-2017Das Teil wird gewaschen (gekocht, um zu schrumpfen), gestärkt und gebügelt.
Rechts auf rechts wird der Stoff in der Längsmitte gefaltet. Ausgehend von der mittleren Längsachse werden 7,8 cm (Breite + 2 x ½ Tiefe + 2 x 3 mm) nach jeder Seite hin abgemessen und markiert. Entlang der Markierung werden beide Längsseiten zugenäht.
4_10-2017Die Nahtzugabe wird auseinander gefaltet.
5_10-2017Nun wird geprüft, ob die Box gut in die Leinentasche passt. Wenn die Tasche zu weit ist, wird die Naht aufgetrennt und ein kleines Stückchen zur Mitte hin verlegt. Wenn die Box zu groß ist, wird die Naht aufgetrennt und ein kleines Stückchen nach außen verlegt. Aber wenn genau gemessen und gearbeitet wurde, wird dies nicht passieren.
6_10-2017Die Oberkante wird 1 cm nach innen gefaltet und nochmals ebenso weit umgeschlagen. Dann wird der Saum genäht.
7_10-2017Die Innenseite des Beutels wird nach außen gewendet. Das Teil wird nochmals gebügelt. Die Box wird in den Beutel geschoben, die unteren Ecken werden nach innen gefaltet und der Beutel wird fest nach unten gedrückt.
8_10-2017Die Oberkanten werden gefaltet, wie im Bild zu sehen.
9_10-2017Die Einlage hält den Beutel in Form. Mit einer Klammer verschlossen, hat man eine hübsche Verpackung für kleine Geschenke – individuell, extravagant und immer wieder verwendbar!
10_10-2017Und ein weiterer Tipp: Wenn man das Oberteil des Beutels höher zuschneidet, so dass es gefaltet werden kann, ist es gut geeignet, um damit einen Adventskalender herzustellen. Dann wird die obere Kante des Beutels über eine Schnur gefaltet und mit einer Klammer mit Nummer befestigt.
Die Schnur kann viele solcher kleinen Beutel aufnehmen.

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