Das Granatapfelmotiv (3)

Kürzlich sandte mir eine Blogleserin ein Foto von einer Art Leporello, das unterschiedlich gestickte Granatäpfel enthielt.

Das traditionelle Motiv wird auch in dem Schwälmer Weißstickerei gern verwendet, denn es wirkt prächtig, ist relativ leicht zu sticken und bietet viele Variationsmöglichkeiten.

Auf diesem Blog habe ich schon viele gestickte Beispiele gezeigt, die Sie über die unten angefügten Links leicht anschauen können.

Hier kommt nun eine weitere – 3teilige -Modifikation.

Das Mittelteil ist als lichtes Muster gearbeitet.

Die beiden Seiten sind unterschiedlich gestaltet; die eine ist mit Bäumchenstichen bestickt,

die andere mit Wimpernstichen und Französischen Knötchen.

Diese Spielart eines Granatapfelmotivs kann jedes Design bereichern.

Das Granatapfelmotiv (1)

Das Granatapfelmotiv (2)

Schwälmer Band (11)

Schwälmer Band (13)

Globaesl Schwälmer Mustertuch – Update (7) 

Sofakisenbezug 2

Sofakissenbezug 1 (B)

Die Flächenfüllmuster der Paradekissenborte (B)

Stickereien von Rosemarie Landsiedel-Eicken (4)

Ein Accessoire zum Einstecken

Nicht nur Tüchlein kann man in Brusttaschen einstecken, um auf schöne Stickereien hinzudeuten. Auch Einzelmotive eignen sich. Wenn man Sorge hat, dass sie aus der Tasche herausfallen könnten, kann man dem Motiv nach unten hin in Taschengröße ein Stück ansetzen.

Bei der Motivwahl gibt es sicherlich lustige Vorschläge. So haben in einer Nachbargemeinde die Bewohner den Ortsspitznamen „Sandhasen“. Wäre es da nicht passend, eine Hasenfigur aus der Tasche schauen zu lassen?

Oder wie sieht es im Herbst mit Blättern aus?

Gespannt warte ich auf die Rückmeldung Ihrer Ideen.

Siehe auch:

Modetrend Einstecktuch

Schwälmer Einstecktuch (1)

Schwälmer Einstecktücher (2)

Ein altes Schwälmer Ziertüchlein

Das mehr als 90 Jahre alte Tüchlein ist aus feinstem – 25-fädigem ! –, handgewebtem Leinen hergestellt. Es ist 21 cm x 20 cm groß und hat eine Saumbreite von 1 cm.


Den Rand bildet ein einfacher Hohlsaum. An den Kanten sind einfache Nadelspitzenbögen mit kleinen Pyramidenzäckchen gearbeitet (siehe: Randverzierende Schwälmer Nadelspitze – leicht gestickt).

Bitte beachten Sie, dass die Detailbilder sehr starke Vergrößerungen zeigen.


Das mit den Initialen „H E“ versehene Tüchlein war ein Geschenk der Schwälmer Verwandtschaft an meinen Vater zu dessen Konfirmation im Jahre 1935.


In einer Ecke ist es geschmückt mit einem Herzmotiv, in das ein lichtes Rosenstichmuster gestickt ist. Das Herz ist mit Messerspitzen umrandet.


Kleine Blättchen und Spiralen komplettieren die Zierde.

Das Tüchlein wurde jahrzehntelang im Schrank verwahrt. Nun kann es als Einstecktuch eine neue Blüte erleben.

Siehe auch:

Modetrend Einstecktuch

Schwälmer Einstecktuch (1)

Schwälmer Einstecktücher (2)

Schwälmer Einstecktücher (2)

Einstecktücher sind nicht nur etwas für Herren. Auch bei Damen habe ich in letzter Zeit solche Accessoires gesehen, um Kleidung individuell effektvoller zu gestalten. Daraufhin habe ich meine Garderobe durchgeschaut und gleich 3 Teile mit geeigneten Brusttaschen ausgemacht.

In dem Beitrag Schwälmer Einstecktücher (1) habe ich ein quadratisches Tüchlein mit einem Eckmotiv gezeigt. Andere Möglichkeiten der Gestaltung kann man den kleinen Schwälmer Börtchen – einst für Miederärmel oder Schürzenbänder gedacht – entnehmen.

Je nach Jackett, Blazer, Bluse oder Kleid wirken sie ganz unterschiedlich.

Breitere Borten

kann man entweder weit herausschauen lassen

oder auch nur ein Stück weit.

Besonders rustikalen Stoffen kann man damit das „Besondere Etwas“ verleihen.

Viele solcher Börtchen – natürlich auch ohne Nadelspitze – findet man in meiner Publikation „Schlängchen & Co.“.

In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich ein ca. 90 Jahre altes Schwälmer Einstecktüchlein zeigen.

Schwälmer Einstecktuch (1)

Um ein Einstecktuch mit Schwälmer Weißstickerei zu besticken, benötigt man feines Leinen und ein kleines Muster.
Die Zeichnung soll Herz, Tulpe und Vögelchen enthalten. Hier sind die Motive so angeordnet, dass das Tuch mit herausstehender Spitze getragen wird.

20-fädiges Leinen bietet in den doch recht winzigen Formen Platz für kleine Flächenfüllmuster.
Zur vorläufigen Größe von 30cm x 30 cm zugeschnitten – damit man die Stickerei in den Rahmen spannen kann – wird das Motiv diagonal zum Fadenlauf auf das Leinen gebügelt und dabei so angeordnet, dass zum Rand hin noch ca. 7 cm frei bleiben.

Das Motiv ( 9,5 cm hoch und 7 cm breit) wird gestickt.

Danach wird der Fadenauszug vorgenommen.
1 cm vom Motiv entfernt beginnt der Erbslochhohlsaum, dann folgt ein 1,5 cm breiter Freiraum für den Saum und ein 0,3 cm breiter Streifen für den Saumeinschlag. An den äußeren Fadenrinnen wird der Stoff später abgeschnitten.

Der Erbslochhohlsaum soll nur an den beiden am Motiv angrenzenden Seiten gearbeitet werden. Die beiden übrigen Seiten erhalten eine Befestigung mit einfachen Hohlsaumstichen.

Zugegeben, das Säumen ist etwas kniffelig, aber mit etwas Geduld machbar. Das Maß des Tüchleins beträgt jetzt 19,5 cm x 19,5 cm und ist nach der Wäsche auf 19 cm x 19 cm geschrumpft.

So entsteht ein hübsches regionaltypisches und individuelles Einstecktuch.

Zum passenden Anzug kann man es weit herausragend

oder etwas tiefer eingesteckt tragen.

Auch ungestärkt hält das Leinen die Form stabil und macht das Einstecktuch zu einem ganz besonderen Hingucker!

Flach zu tragende Einstecktücher mit Schwälmer Weißstickerei werden im nächsten Blogbeitrag gezeigt.

Modetrend Einstecktuch