Wie stickt man Spiralen?

Die Spirale ist ein beliebtes Musterelement der Schwälmer Weißstickerei. Oft und gern werden sehr ausgeprägte Exemplare verwendet.
Spir_0Damit man Spiralen ordentlich sticken kann, benötigt man zuallererst eine gute Vorlage. Das unten abgebildete Muster hat eine Originalgröße von ca. 2 cm x 2 cm.
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Möglichst exakt wird das Muster auf das Leinen übertragen.
Spir_2Spiralen werden immer von außen nach innen gestickt – man beginnt am geraden Ende und schreitet bis zum Zentrum Knoten-für-Knoten der Biegung der Linie folgend fort. Spiralen sollten niemals mit zu dünnem Garn gestickt werden. Abhängig von der Beschaffenheit des Leinens ist Vierfachstickgarn Nr. 16 oder Nr. 20 richtig.
Spir_3Während des Stickens sollte man die Arbeit ständig Stich-für-Stich weiterdrehen,
Spir_4so dass die Nadel immer im rechten Winkel zur Spirallinie geführt werden kann. Auf diese Weise kann man den Verlauf der Kurve exakt nachvollziehen.
Spir_5Wird der Faden zu kurz – was bei großen Spiralen durchaus passieren kann -, sticht man knapp
hinter dem letzten Knötchenstich zur Rückseite,
Spir_6vernäht den Faden unter den rückwärtigen Stichen und befestigt auch den neuen Faden dort.
Spir_7Man sticht – ein winziges Stückchen zurückgehend – direkt neben dem oder besser noch durch den soeben vernähten Faden aus. So bleibt der Übergang fast unsichtbar.
Spir_8Den letzten Stich sollte man – abweichend von der Linienführung – etwas weiter nach innen hin setzen.
Spir_9So kann man die Spirale wunderbar „einkringeln“.
Spir_10Auch ungewaschen und ungebügelt sieht die Spirale doch schon ganz gut aus!

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