Mitteldecke MJ2 (1)

Vor Jahrzehnten hat Irmgard Mengel nach einer Idee von Maria Jung eine Schablone zum Aufdruck auf eine Mitteldecke gestochen.

Die Motive sind quadratisch angeordnet, wobei im Innenraum eine eher kreisförmige Fläche frei bleibt.
Das Musterquadrat misst ca. 50,5 cm x 50,5 cm, der Innendurchmesser ca. 29,5 cm. Es wurde auf einen 90 cm x 90 cm großen Leinenzuschnitt aufgebracht.

Da ich zwischenzeitlich die Schablonen von Frau Mengel übernommen habe, kann ich Ihnen auf Wunsch ein solches Muster aufdrucken.

Die Entwürfe von Frau Jung haben meist aufwändige Muster. Mir gefällt dabei besonders der Kontrast zwischen runden und spitzen Formen. Daher habe ich dieses Muster auf handgewebtes 19/20-fädiges Leinen aufdrucken lassen, gestickt und nun fertiggestellt. Gerade trocknet die Decke auf der Leine im Garten.

Einzelheiten der Stickerei werde ich in kommenden Blogbeiträgen zeigen.

Wie entsteht ein Musteraufdruck mittels Schablone?

Doppelkonturen (10) – Margeritenstiche

Margeritenstiche kann man flexibel und in sehr unterschiedlichen Gruppierungen verwenden, um Motivränder mit Doppelkonturen zu besticken. Hier wurden Margeritenstichpaare zur Zick-Zack-Linie angeordnet.

Man kann sich noch viele weitere Varianten ausdenken. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche
Doppelkonturen (9) – Korallen-Knötchenstiche

Doppelkonturen (9) – Korallen-Knötchenstiche

Eine weitere Möglichkeit, Motivränder durch Doppelkonturen hervorzuheben, ist das Sticken benachbarter Reihen von Korallen-Knötchenstichen.

Diese Variante findet man in vielen überlieferten Modellen vom Ende des 18. Jahrhunderts an.

Auf einer dicht bestickten Miederärmelborte wurden viele Motive mit dieser Alternative gestaltet.

Die Detailfotos zeigen,

dass oft auch eine Reihe Kettenstiche mit dickem Garn innerhalb der Korallen-Knötchenstiche gearbeitet wurde.

Diese sorgen nicht nur für einen sauberen Abschluss der Füllmuster, sondern betonen den Rand zusätzlich.

Es finden sich aber auch Beispiele, in denen die Korallen-Knötchenstich-Doppelreihe die einzige Randverzierung bildet.

Manchmal wird auch nur ein Teil der Motivrandes in dieser Art verziert. Die übrigen Ränder erhalten eine andere Gestaltung, wie hier mit Schlingstichen und – rechts daneben teilweise zu sehend – umwickelten Spannstichen „Kerrercher-Schlängchen“

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche
Doppelkonturen (8) – Kettenstich-Variationen

Doppelkonturen (8) – Kettenstich-Variationen

Bei großen Motiven wird der Rand oft mit Doppellinien in mehr oder weniger breitem Abstand gestaltet.
Kettenstiche sind sehr gut geeignet, um den schmalen Platz zwischen zwei solcher Linien zu füllen. Sie sind leicht zu sticken, sehr flexibel und variantenreich. Durch die Verwendung unterschiedlicher Garnstärken und die Wahl der Stichlänge kann man viele Abwandlungen erzielen. Achten Sie bei den folgenden Bildern besonders auf diese beiden Merkmale.

In einer Paradekissenborte von 1814 finden sich ganz einfach zwei nebeneinandergesetzte Reihen Kettenstiche um den Rand des Motivs.

Kettenstiche, jeweils dicht innerhalb der Korallen-Knötchenstiche gestickt und mit unbearbeitetem Platz dazwischen,

ergeben eine schlichte Randverzierung.

Eine einzelne Reihe Kettenstiche in der Mitte zwischen den Korallen-Knötchenstichen

füllt die freie Fläche.

Breite Kettenstiche, bei denen Ein- und Ausstich nicht in einem Punkt, sondern in etwas Abstand nebeneinander liegen,

ergeben ein anders Bild.

Eine ähnliche Wirkung erzielt man mit gekreuztem Kettenstich.

Dabei treffen Ausstich des einen Kettengliedes mit Einstich der folgenden Schlaufe aufeinander.

Abwechselnd werden die Arbeitsfäden zu Schlaufen nach links und nach rechts gelegt.

Der gekreuzte ist fülliger als der breite Kettenstich.

Mit ihm lassen sich auch breite Stängel wirkungsvoll arbeiten. Durch Garnstärke, Stichbreite und -länge kann man hier besonders gut variieren.

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche

Doppelkonturen (7) – Waffelstiche

Viele Entwürfe mit großen Motiven gestalten deren Rand mit Doppellinien in mehr oder weniger breitem Abstand. Ein solcher Entwurf enthält ein in einem großen Herz platziertes kleineres Herz. Dessen Füllmuster besteht auch aus Waffelstichen.

So bietet es sich an, Waffelstiche auch zwischen die Konturenlinien des großen Herzens zu arbeiten. Der Abstand der Linien ist groß genug, um zwei Reihen Stickstiche aufzunehmen.

Man beginnt zweckmäßigerweise an einer Spitze und stickt die erste Reihe über die Hälfte der freien Fläche.

Die zweite Reihe wird der Form angepasst dagegengesetzt.

Auf diese Weise entsteht eine hübsche Randverzierung.

Sie schmückt eines der „Tanzeckenmuster“ am Rand einer Tischdecke,
Die Tanzeckenquadrate sind sehr abwechslungsreich gestaltet und bieten sich für vielerlei Gebräuche an.

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche