Bei großen Motiven wird der Rand oft mit Doppellinien in mehr oder weniger breitem Abstand gestaltet.
Kettenstiche sind sehr gut geeignet, um den schmalen Platz zwischen zwei solcher Linien zu füllen. Sie sind leicht zu sticken, sehr flexibel und variantenreich. Durch die Verwendung unterschiedlicher Garnstärken und die Wahl der Stichlänge kann man viele Abwandlungen erzielen. Achten Sie bei den folgenden Bildern besonders auf diese beiden Merkmale.
In einer Paradekissenborte von 1814 finden sich ganz einfach zwei nebeneinandergesetzte Reihen Kettenstiche um den Rand des Motivs.
Kettenstiche, jeweils dicht innerhalb der Korallen-Knötchenstiche gestickt und mit unbearbeitetem Platz dazwischen,
ergeben eine schlichte Randverzierung.
Eine einzelne Reihe Kettenstiche in der Mitte zwischen den Korallen-Knötchenstichen
füllt die freie Fläche.
Breite Kettenstiche, bei denen Ein- und Ausstich nicht in einem Punkt, sondern in etwas Abstand nebeneinander liegen,
ergeben ein anders Bild.
Eine ähnliche Wirkung erzielt man mit gekreuztem Kettenstich.
Dabei treffen Ausstich des einen Kettengliedes mit Einstich der folgenden Schlaufe aufeinander.
Abwechselnd werden die Arbeitsfäden zu Schlaufen nach links und nach rechts gelegt.
Der gekreuzte ist fülliger als der breite Kettenstich.
Mit ihm lassen sich auch breite Stängel wirkungsvoll arbeiten. Durch Garnstärke, Stichbreite und -länge kann man hier besonders gut variieren.
Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche















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