Um ein Einstecktuch mit Schwälmer Weißstickerei zu besticken, benötigt man feines Leinen und ein kleines Muster.
Die Zeichnung soll Herz, Tulpe und Vögelchen enthalten. Hier sind die Motive so angeordnet, dass das Tuch mit herausstehender Spitze getragen wird.
20-fädiges Leinen bietet in den doch recht winzigen Formen Platz für kleine Flächenfüllmuster.
Zur vorläufigen Größe von 30cm x 30 cm zugeschnitten – damit man die Stickerei in den Rahmen spannen kann – wird das Motiv diagonal zum Fadenlauf auf das Leinen gebügelt und dabei so angeordnet, dass zum Rand hin noch ca. 7 cm frei bleiben.
Das Motiv ( 9,5 cm hoch und 7 cm breit) wird gestickt.
Danach wird der Fadenauszug vorgenommen.
1 cm vom Motiv entfernt beginnt der Erbslochhohlsaum, dann folgt ein 1,5 cm breiter Freiraum für den Saum und ein 0,3 cm breiter Streifen für den Saumeinschlag. An den äußeren Fadenrinnen wird der Stoff später abgeschnitten.
Der Erbslochhohlsaum soll nur an den beiden am Motiv angrenzenden Seiten gearbeitet werden. Die beiden übrigen Seiten erhalten eine Befestigung mit einfachen Hohlsaumstichen.
Zugegeben, das Säumen ist etwas kniffelig, aber mit etwas Geduld machbar. Das Maß des Tüchleins beträgt jetzt 19,5 cm x 19,5 cm und ist nach der Wäsche auf 19 cm x 19 cm geschrumpft.
So entsteht ein hübsches regionaltypisches und individuelles Einstecktuch.
Zum passenden Anzug kann man es weit herausragend
oder etwas tiefer eingesteckt tragen.
Auch ungestärkt hält das Leinen die Form stabil und macht das Einstecktuch zu einem ganz besonderen Hingucker!
Flach zu tragende Einstecktücher mit Schwälmer Weißstickerei werden im nächsten Blogbeitrag gezeigt.










Schreibe einen Kommentar