Adventskalender 2019 – Tag 10

Palme

Die Stickerei beginnt mit den Nüssen. Um den Rundungen gut folgen zu können, wurden sehr kurze Stielstiche (Vierfachstickgarn Nr. 16) gearbeitet. Um die Blätter an die Nüsse anzuschließen und um die ungefähre Mitte der Blätter zu markieren, wurden einige zusätzliche Linien eingezeichnet. Entlang der Konturenlinie des ersten Blattes wurden kurze und lange Stiche (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) vom Blattansatz zur Spitze hin gestickt. Die Stiche sollten die Mitte des Blattes nicht bedecken. Wenn man die Spitze des Blattes erreicht, kann man den Instruktionen des Beitrages Wie arbeitet man kleine, spitze Blätter folgen.

Die Stiche des nächsten Blattes werden dicht neben die des ersten Blattes gesetzt.

Von links nach rechts wird auf diese Weise ein Blatt neben das andere gestickt.

Um den Baumstamm abzubilden, habe ich mal wieder auf ein Element der frühen Schwälmer Weißstickerei zurück gegriffen – Schlingstiche durch das Gewebe gestochen. Die Stiche (Vierfachstickgarn Nr. 16) wurden in unterschiedlichen Abständen zueinander platziert. Weil die Reihen sehr kurz sind und weil es für mich einfacher ist, Schlingstiche von links nach rechts zu sticken, wurden die Reihen immer links begonnen.

Dieses Schlingstichmuster ohne Fadenauszug ermöglicht auf einfache Weise das Anpassen an das untere Ende des Motives.

Das Ergebnis insgesamt ist gut.

Adventskalender 2019 – Tag 9

Hirte (2)

Die Stickerei beginnt mit der Frisur. Ich wollte derbe Haare, daher wurden sie mit breiten, schrägen Stielstichen (Vierfachstickgarn Nr. 16) gearbeitet. Zuerst wurden alle vom Scheitelpunkt ausgehenden Strähnen gestickt.

Weitere Strähnen wurden dazwischen gesetzt. Es folgten die Gesichtszüge,

die Konturen der Hände und der Schuhe sowie die Unterlage für den Stock (alle Vierfachstickgarn Nr. 16).

Die Kettenstiche wurden mit Plattstichen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) überdeckt. Der Überwurf im Schulterbereich wurde mit Plattstichen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) bestickt. Alle übrigen Umrisslinien wurden mit breiten, schrägen Stielstichen (Vierfachstickgarn Nr. 16) gearbeitet.

Limet-Fadengitter (versetzt) wurden sowohl im Ärmel als auch im Mantel erstellt.

Der Mantel erhielt ein Füllmuster (Vierfachstickgarn Nr. 20) ähnlich Flächenfüllmuster Nr. 469, nur wurden hier Rosenstiche anstelle von falschem Röserich zwischen die Wickelstiche gearbeitet.

Der Ärmel wurde mit dem Muster Raute über 1 Stufe (Wickelstiche Seite 22) bestickt.

Adventskalender 2019 – Tag 8

Hirte (1)

Von diesem Hirten sieht man keine Haare. Daher beginnt man mit dem Sticken beim Hut, und hier am Besten mit der Hutkrempe. Sie wurde mit breiten, schrägen Stielstichen (Vierfachstickgarn Nr. 16) gearbeitet.

Es folgen die Hutkrone und die Gesichtszüge.

Damit das Flächenfüllmuster für den Mantel auf beiden Seiten des Stockes in der gleichen Höhe angesetzt werden kann, wurde ein horizontaler Faden, der in beide Teile reicht, ausgezogen.

Von dort aus wird später das Fadengitter erstellt.

Der Stock wurde mit Kettenstichen (Vierfachstickgarn Nr. 20) unterlegt und mit Plattstichen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) überdeckt.

Handkonturen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) wurden mit umwickelten Steppstichen

und Mantelkonturen (Vierfachstickgarn Nr. 16) mit breiten schrägen Stielstichen gestickt.

Von dem bereits ausgezogenen Fadenabschnitt ausgehend wurde ein Limetfadengitter erstellt.

Es kann passieren, dass beim Ausziehen der Fäden das kleine Fadenstückchen unter den breiten schrägen Stielstichen aus Versehen mit hinaus rutscht. Dadurch würde den Stielstichen der feste Halt entzogen. So wird der Fadenauszug nur in den beiden Teilen links und rechts des Stockes in gleicher Höhe vorgenommen.

Sowohl im angrenzenden Teil

als auch im Ärmel wird der Fadenauszug um ein oder zwei Fäden zum benachbarten Fadenauszug versetzt. Das gleiche gilt auch für den vertikalen Fadenauszug.

Alle Mantelflächen wurden mit dem Füllmuster Nr. 549 bestickt.

Um sich mit dem Muster vertraut zu machen, sollte man zuerst Flächen mit längeren Reihen besticken und erst später die kleineren Flächen füllen.

Das dezente, hübsche Muster passt gut zur Darstellung eines Hirtenmantels.
Als Alternative eignet sich das Einer-Muster (Wickelstiche).

Die Schuhe wurden mit Schlingstichen (Vierfachstickgarn Nr.16) gearbeitet. Die Hutkrempe bekam eine Füllung aus Plattstichen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists). Die Hutkrone wurde mit dem Füllmuster dichtes 1-er Geflecht (Vierfachstickgarn Nr. 16) (Frühe Schwälmer Weißstickerei) bestickt.

Adventskalender 2019 – Tag 7

Schafe (2)

Auch bei den stehenden Schafen beginnt man am Besten mit dem Ohr. Hier habe ich es mit Kettenstichen (Vierfachstickgarn Nr. 20) unterlegt,

um es erhabener erscheinen zu lassen. Die Beine wurden mit kurzen und langen Stichen gefüllt.

Nachdem dieses Schaf seine Wolle bekommen hat, sieht es gut aus.

Bei einem anderen Schaf habe ich die Beine mit Stielstichen umrandet und nur den Hufbereich mit Stichen gefüllt.

Diese Variante hat auch ihren Reiz.

Bei einem dritten Schaf habe ich die Beinkonturen mit breitem Stielstich (Vierfachstickgarn Nr. 16) gestickt.

Seine Wirkung ist recht massiv.

Wie gezeigt, bietet auch die Schafherde viele unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Adventskalender 2019 – Tag 6

Schafe (1)

Bei den Schafen beginnt man am Besten mit dem Ohr, das man von unten nach oben mit Plattstichen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) bestickt.

Es folgen Gesichtskontur und Schwanz.

Je nachdem, ob das Schaf dicke Wolle auf dem Kopf bekommen soll oder nicht, beginnt man mit der Kontur direkt am Gesicht oder bereits am Hinterkopf.

Ist beim liegenden Schaf ein Bein zu sehen, wird der Unterschenkel mit Plattstichen (2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists) bedeckt.

Dann bekommt das Schaf seine Wolle. Ich habe das gleiche Motiv schon einmal als Wandbehang gestickt. Damals habe ich gekrümmte Bouillonstiche (Frühe Schwälmer Weißstickerei) gewählt. Diesmal möchte ich die Stickerei als Tischdecke verwenden. Für diesen Zweck sind mir die Stiche zu auftragend.

Daher greife ich auf Margeritenstiche zurück.

Beginnend mit dem Bereich um das Ohr werden die Stiche gestickt. In alle Richtungen zeigend, mal schmal, mal breiter, weiter offen oder geschlossen, kurz oder etwas länger, mal mit etwas Abstand zueinander, dann wieder überlappend entfaltet sich ein wolliges Aussehen. Man darf dabei gar nicht zu zimperlich sein und lange überlegen.

Auch wenn während der Arbeit einige Stellen nicht gelungen erscheinen, fällt das später im Gesamtbild nicht weiter auf.

Mit der Ausarbeitung des Beines war ich nicht zufrieden. Es hob sich zu wenig von dem Fell ab. Daher habe ich es nochmal mit quer zum Bein verlaufenden Plattstichen gestickt. Das gefällt mir besser; allerdings habe ich die vorherigen Stiche nicht aufgetrennt, sondern als Unterlage genutzt. Dadurch wirkt das Bein jetzt sehr erhaben.

Bei den Schafen, die ihre Beine mit dem Körper verdecken, hat man diese Probleme nicht.

Man muss sich nur entscheiden, den Kopf mit dicker Wolle zu bedecken oder nicht.

Falls gekrümmte Bouillontsiche zur Darstellung des Schaffelles gestickt werden sollen, empfiehlt sich dünnes Garn zu verwenden und nicht zu viele Wicklungen zu machen.