Ein intensiver Lavendelduft lag in der Luft. In Eschwege war französischer Markt; eine gute Gelegenheit, sich mit Lanvendelseife, Lavendelsträusschen, Lavendelöl und Lavendelsäckchen einzudecken.
Schon lange wollte ich ein Duftkissen mit einem kleinen Schwälmer Motiv arbeiten. Ich benutze mein kleines Deckchen als Vorderseite.
Dann besorge ich je ein Stückchen weißen Baumwollstoff und bedruckten, zu Lavendel passenden, Baumwollstoff.
Damit der verbrauchte Lavendel später leicht ausgetauscht werden kann, soll mein Duftkissen wie ein Kissenbezug gearbeitet werden. Mein kleines Deckchen misst innerhalb des Saumes 9,5 cm x 9,5 cm. So wird der weiße Stoff in der Größe von 11,5 cm x 4 cm und der bedruckte Stoff in der Größe von 11,5 cm X 11,5 cm zugeschnitten.
Eine Seite des weißen Stoffes wird mit Zick-Zack-Stichen gesichert, die übrigen drei Seiten werden je 1 cm weit eingeschlagen. Alle vier Seiten des bedruckten Stoffes werden 1 cm weit eingeschlagen, eine davon wird mit Hand- oder Maschinenstichen befestigt.
So dass der Lavendelbehälter später nicht leicht herausrutschen kann, wird der weiße Stoffstreifen auf der Rückseite des Deckchens befestigt.
Damit damit die Löcher des Hohlsaumes schön offen bleiben, werden die Nähte mit Hohlsaumstichen ausgeführt.
Das bedruckte Stoffquadrat wird so auf der Rückseite des Deckchens platziert, dass die gesäumte Kante über dem weißen Streifen liegt. Es ist die spätere Öffnung. Die übrigen drei Seiten werden mit Hohlsaumstichen befestigt.
Das Teil wird gebügelt und ein in der Größe passendes, mit Lavendel gefülltes Kissen wird in den Bezug hineingeschoben.
Die weiße Lasche wird über das eingesteckte Kissen gezogen.
Ein hübsches Lavendel-Duftkissen ist entstanden. Man kann sich selbst daran erfreuen oder es als nettes, kleines Mitbringsel an gute Freunde verschenken.

Ein kleines Deckchen wird mit einem Mittelmotiv bestickt.
Das Design, ein Kreis mit umgebenden Blättern und Bögen, wird auf den Stoff übertragen. Der Leinenzuschnitt hat eine Größe von 20 cm x 20 cm. Verwendet wird 13,5fädiges Weddigen Leinen.
Das Originaldesign misst 8,5 cm x 8,5 cm.

Mit Vierfachstickgarn Nr. 16 werden Knötchenstiche entlang der Kreislinie gearbeitet. Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 werden sowohl die Blätter mit Plattstichen als auch die Bögen mit Schlingstichen gestickt.
Mit Vierfachstickgarn Nr. 25 werden Kettenstiche innerhalb der Knötchenstiche gearbeitet.
Der Kreis wird mit dem Flächenfüllmuster 474, bestickt.
Dazu wird Vierfachstickgarn Nr. 30 verwendet.
Das Deckchen soll einen 2 cm breiten Saum (+ 1 cm Einschlag) erhalten.
So wird für die Grundlinie des Saumes 5 cm vom Rand entfernt ein Faden ausgezogen. Innen daneben wird ein zweiter Faden ausgezogen. Für den Einschlag wird ein Faden 1 cm vom Rand entfernt ausgezogen.
Der 1cm-Einschlag und der 2cm-Saum werden gefaltet und mit Fingernagel oder einem Werkzeug nachgezogen, so dass ein scharfer Knick entsteht. Die Ecke wird diagonal zum Fadenlauf und 1 cm ausserhalb des Kreuzungspunktes der Knicke für den Saum abgeschnitten.
Die 1cm-Nahtzugabe der Ecke wird nach innen gefaltet,
der Saum wird gelegt, gesteckt, geheftet und mit Hohlsaumstichen befestigt.
Entlang der Fadenrinne nach innen hin werden ebenfalls Hohlsaumstiche gearbeitet, um einen stabilen und ordentlichen Rand zu erzielen.
Die Ecken werden mit kleinen unsichtbaren Stichen von Hand zugenäht.
Die Heftfäden werden entfernt.
Das Teil wird gewaschen, gestärkt und gebügelt, und schon ist ein hübsches, kleines Deckchen fertiggestellt.

Ein sehr schöner, ins Auge fallender Bezug für eine Nackenrolle ist mit Schwälmer Borten verziert.
Kleine Schwälmer Borten sind relativ schnell gestickt und es ist jederzeit möglich, das Muster nach Lust und Laune durch weitere Borten zu ergänzen.
Zuerst wird eine Rolle benötigt. Die hier gezeigte Nackenrolle ist 40 cm lang und hat einen Durchmesser von 15 cm.
Das Leinen wurde auf eine Größe von 58 cm x 52 cm zugeschnitten.
Entlang der 58 cm langen Seite misst man von der Mitte ausgehend je 20 cm nach jeder Seite ab und arbeitet dort je eine Reihe von Kästchenstichen. Diese Kästchenstichlinien markieren später die Enden der Rolle.
Entlang der Kästchenstichreihen wird nach innen hin ein typisches Schwälmer Börtchen gestickt.
Zahlreiche Schwälmer Borten – ähnlich der hier gezeigten – enthält das Buch Schlängchen & Co – Schwalmtypische Börtchen und Zierstiche.
In der Mitte wird ein Muster aus drei Borten gestickt, jeweils durch eine Reihe Kästchenstiche voneinander getrennt. Eine breite Palette verschiedener Flächenfüllmuster wird verwendet.
Die Kanten der beiden Enden erhalten einen 2 cm breiten Saum mit einem 1 cm breiten Einschlag und werden zusätzlich mit Nadelspitze verziert.
Bevor die langen Seiten zusammengenäht werden, wird das Teil gewaschen, um eventuelles Einlaufen des Gewebes berücksichtigen zu können.
Dann wird es gebügelt und zusammengenäht. Die Naht beginnt und endet jeweils vor dem Saum.
Eine Kordel wird in den Saum gezogen, um den Stoff an den Seiten zusammenziehen zu können.
Die Rolle wird in den bestickten Bezug geschoben, die Enden werden zusammengezogen.
Ein sehr dekoratives Nackenkissen ist entstanden.
Solch kleine Börtchenmuster kann man ganz unterschiedlich einsetzen. Man kann die Muster verkleinern oder in dem Buch gezeigte kleinere Versionen wählen, um sie für unterschiedliche Miniaturen zu verwenden, zum Beispiel für eine Nadelrolle oder ein Nadelkissen.
Nr. 474
Kategorie: Limet-Muster; bitte beachten Sie, dass dieses Muster in ein Fadengitter gearbeitet wird, bei dem 4 Fäden stehen bleiben und 1 Faden ausgezogen wird.
angewandte Stiche: diagonale Wickelstiche über 1, 2, 3 und 4 Kreuzungspunkte der Gewebefäden sowie Rosenstiche
Mitte: Kreuzung zweier Fadenrinnen (in anderen Konturformen: mittlere Längsachse = Fadenrinne)
474 ist ein schönes, aber schwierig zu arbeitendes Muster.
Zuerst werden sowohl der vertikale als auch der horizontale mittlere Gewebefaden ausgezogen.
Von dort aus wird ein Limet-Fadengitter über die ganze Fläche gelegt, indem man immer 4 Fäden stehen lässt und einen Faden auszieht.
Man dreht die Arbeit so, dass die Fadenrinnen diagonal liegen und die verbliebenen Gewebefäden als Rhombi zu sehen sind. Man beginnt am Fuß irgendeines Rhombus auf der diagonalen Mittelachse und sticht hinter dem ersten Faden nach links oben aus. Die Nadel wandert nach rechts und überquert einen Kreuzungspunkt zweier Gewebefäden. Man sticht ein und links – einen Gewebefaden von ersten Ausstichpunkt entfernt – wieder aus.
Man arbeitet weitere Wickelstiche – insgesamt 7 – von rechts nach links und auf beiden Seiten jeweils einen Gewebefaden nach oben wandernd.
dritter Stich
vierter Stich
fünfter Stich
sechster Stich
Mit dem siebten Stich wandert man zum nächsten Startpunkt links unten das nächsten Rhombus.
Man arbeitet erneut 7 Wickelstiche. Beim Sticken des ersten Stichs muss man aufpassen, dass man mit der Nadel in die Fadenrinne einsticht und nicht aus Versehen zwischen die Gewebefäden des angrenzenden Rhombus gerät, wie im Bild oben zu sehen. Das kann nur allzu leicht passieren, denn die Gewebefäden verschieben sich sehr oft, wenn man vom gerade fertig gestickten Rhombus zum nächsten übergeht.
Mit einem Abstand von einem Rhombus arbeitet man Reihen von Rhombi über die gesamte Fläche.
Man dreht die Arbeit um 90 ° und stickt, ausgehend von der diagonalen Mittelachse, Reihen von Rhombi senkrecht zu den bereits gearbeiteten.
Man sollte darauf achten, dass die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stichen sauber und offen bleiben, und man sollte vermeiden, mit der Nadel in bereits gestickte Stiche einzustechen, wie im Bild oben (roter Pfeil) zu sehen ist.
Man stickt Rosenstiche in die verbliebenen Quadrate.
Gewaschen, gestärkt und gebügelt entfaltet das Muster seine ganze Schönheit.
Dieses Beispiel wurde auf 13,5-fädigem Weddigen Leinen mit Vierfachstickgarn Nr. 30 gearbeitet.
Schon immer wollten Sie diese wunderschöne und überaus interessante Sticktechnik erlernen? Aber bislang hat sich keine Gelegenheit dazu ergeben?
Das kann sich ändern!
Bequem und einfach von zu Hause aus Schwälmer Weißstickerei zu erlernen, ist heutzutage gut möglich. Auf professionelle Unterstützung braucht man dabei nicht zu verzichten. Und man kann in ganz individuellem Tempo voranschreiten. Viele Pluspunkte also, die für einen Online-Kurs sprechen.
Auf vielfachen Wunsch hin habe ich mich nach einer Erprobungsphase mit Teststudenten entschlossen, Online-Kurse für Schwälmer Weißstickerei anzubieten.
Das geht so:
- Sie buchen einen Online-Kurs bei mir.
- Ich sende Ihnen eine sehr detaillierte und gut bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung und das benötigte Material.
- Sobald Sie die Sendung in Händen halten, benachrichtigen Sie mich. Ab jetzt kommunizieren wir per E-Mail.
- Sie beginnen mit dem ersten Schritt, fotografieren Ihr Ergebnis und senden mir dieses Bild zu.
- Ich begutachte Ihre Arbeit, gebe Hinweise und erteile, wenn es nötig ist, Verbesserungsvorschläge.
- Sie stellen mir während der Arbeit aufkommende Fragen, die ich versuche, innerhalb von 24 Stunden zu beantworten.
- Ist das Resultat eines Schrittes gut genug, beginnen Sie mit dem nächsten Schritt.
So leite ich Sie nach und nach durch das gesamte Projekt.
Schwälmer Weißstickerei ist eine sehr breit gefächerte und aus vielen verschiedenen Techniken kombinierte Stickerei. Nicht alle Techniken können auf einmal erlernt werden. Der erste Kurs vermittelt die wichtigsten Grundelemente sehr gründlich in 9 Schritten:
1. Übertragung des Designs 2. Handhabung des Stickgarnes 3. Knötchenstiche 4. Schnürlochbögen (Schlingstiche) 5. Kettenstiche 6. Fadenauszug für einfache Durchbruchmuster 7. Flächenfüllmuster – bitte wählen Sie eins von drei zur Auswahl stehenden Mustern 8. Wäsche 9. Fertigstellungund 6 zusätzliche Flächenfüllmuster mit höheren Schwierigkeitsgraden, um die Stickerei bei Bedarf ausweiten zu können.
Als Projekt werden Sie ein Herz arbeiten, das nach Fertigstellung der Stickerei entweder ausgeschnitten oder als Bild gerahmt werden kann.

Wahrscheinlich kennen Sie diese “Happel Herzen” von meiner Website oder von dem Beilagenblatt, welches ich dem Grundlagenbuch zugebe. Aber diese Beschreibung hier ist wesentlich ausführlicher und besonders abgestimmt auf Anfänger, die noch keinerlei Erfahrungen mit dieser Sticktechnik haben.

Ich liefere Ihnen eine 53seitige Anleitung sowie ein Paket mit der Grundausstattung bestehend aus:
- Leinen – 13,5-fädiges Weddigen Leinen in der Größe von ca. 20 cm x 185 cm
- Design
- DEKA Bügelmusterstift
- Butterbrotpapier
- Wiederablösbares Klebeband
- Sticknadel mit Spitze Nr. 24 und
- Sticknadel mit Spitze Nr. 26
- Sticknadel ohne Spitze Nr. 26
- Vierfachstickgarn Nr. 16, 20 und 25, je 1 Strängchen
- Waschpulver

Sie selbst sollten folgende Dinge zur Hand haben:
- Fotoapparat
- Farbiges Nähgarn
- Bleistift HB
- Spitzer
- Bügeleisen
- Stickrahmen mit einem Durchmesser von ca. 12,5 cm
- Kleine, spitze Stickschere
- Nahttrenner
- Lupe optional
Die Kosten für diesen Kurs betragen 70,00 €.
In diesem Betrag sind enthalten:
- das Anleitungsheft (wahlweise für Rechts- oder Linkshänder)
- die oben genannten Materialien
- die Versandkosten
- meine Zeit für Ihre Betreuung sowie
- 19 % Mehrwertsteuer
Sie können per PayPal bezahlen.
Der Kurs hat ein Zeitlimit. Sie sollten dieses erste kleine Projekt spätestens 8 Wochen nach Erhalt der Sendung abgeschlossen haben (die meisten Stickerinnen können ein solch kleines Projekt innerhalb einer Woche fertigstellen). Wenn Sie das Projekt früher fertig haben, können Sie weitere Herzen mit anderen, im Anleitungsheft gezeigten Mustern, besticken und fortfahren, mir Fragen zu stellen. Nach acht Wochen endet meine Betreuung.
Wenn Sie Interesse haben, senden Sie mir bitte eine E-Mail.






