Zwei, die sich ideal ergänzen

Openwork Pattern Samplers
.
Openwork Needleweaving Patterns
Openwork Pattern Samplers
(Mustertücher „Lichte Muster“)
und
Openwork Needleweaving Patterns
(Lichte Muster „Stopfstiche“)

Nun endlich sind zwei weitere wichtige Bücher als englische Editionen verfügbar. Das eine bietet facettenreiche Variationen der Gestaltungsmöglichkeit eines Mustertuches mit „Lichten Mustern“. Das andere hält eine riesige Fülle solcher Muster bereit. So können Sie Ihr Mustertuch ganz individuell und abwechslungsreich gestalten.

Natürlich ist auch jedes Buch für sich allein als kostbare Fundgrube zu verwenden.

Openwork Pattern Samplers

Haben Sie schon einmal versucht, ein Mustertuch zu sticken? Man beginnt mit dem Fadenauszug und fängt an zu sticken. Schon bald stellt man fest, dass man – trotz allergrößter Sorgfalt in der Planung, einen Sachverhalt vergessen hat. Was nun?
Das Buch zeigt 7 unterschiedliche Mustertücher/Musterläufer von der Stoffeinteilung bis zur Fertigstellung in kleinsten Schritten. Der Text ist jeweils mit Fotos unterlegt.

Openwork_Pattern_Samplers_01
Openwork_Pattern_Samplers_02
Openwork_Pattern_Samplers_03

Dazu gibt es 27 interessante, teilweise neu entwickelte, „lichte“ Flächenfüllmuster (Doppeldurchbruch-Muster), alle in Schritt-für-Schritt-Fotos gezeigt. Ein Einblick in das Inhaltsverzeichnis informiert über die Vielfalt.

Openwork_Pattern_Samplers_06
Openwork_Pattern_Samplers_07

Da es nicht schön aussieht, wenn man ein symmetrisches Flächenfüllmuster nicht mittig in eine Kontur arbeitet, gibt es wichtige Hinweise, wie man dies vermeidet.

Openwork_Pattern_Samplers_04
Openwork_Pattern_Samplers_05

In Ergänzung zu diesem Buch wird demnächst eine Download-Datei erhältlich sein. Sie zeigt einen hübschen Kranz, dessen Motive mit hier beschriebenen Mustern bestickt wurden.

Openwork Needleweaving Patterns

„Lichte Muster“ werden auch als „Doppeldurchbruch“ bezeichnet. Man entfernt aus einem Gewebe paarweise Fäden in Längs- und Querrichtung und lässt dazwischen Fadenpaare stehen. Das so entstehende Gitter wird mit Grundstichen gesichert und kann dann mit verschiedenen Musterungen verziert werden.
Hier gezeigt werden ausschließlich Endlos-Stopfstichmuster – insgesamt 175 verschiedene, deren Arbeitsweise durch einfach zu verstehende Schritt-für-Schritt-Fotos erklärt wird.

Openwork Needleweaving Patterns_02
Openwork Needleweaving Patterns_03
Openwork Needleweaving Patterns_04
Openwork Needleweaving Patterns_05
Openwork Needleweaving Patterns_06
Openwork Needleweaving Patterns_07

Dazu gibt es wichtige Hinweise zum richtigen und effizienten Arbeiten der Muster und zum richtigen Einsatz in der jeweiligen Kontur sowie Beispiele. Hier wurde ein und dasselbe Schwälmer Konturenmuster – eine Borte aus Tulpen, Knospen, Kreisen und Blättern – 8 mal mit unterschiedlichen Stopfstichmustern gefüllt. So kann man die unterschiedliche Wirkungsweise der einzelnen Muster gut vergleichen.

Openwork Pattern Samplers
Openwork Needleweaving Patterns
Openwork Pattern Samplers
illustrated with step-by-step instructions
Text: englisch
109 Seiten farbig
Ringbindung

35,00 €
zum Shop
Openwork Needleweaving Patterns
Filling patterns illustrated with step-by-step instructions
Text: englisch
93 Seiten farbig
Ringbindung

mit Schnellfinde-Übersicht
29,90 €

zum Shop

Märchenhaft – Bilder in Weißstickerei zum Grimm-Jahr 2013

frau-holle
Dornröschen
rotkaeppchen

Vielleicht werden Sie sich fragen, warum ich auf dieser Website Märchenbilder zeige – was hat das wohl mit Schwälmer Weißstickerei zu tun?
Der Grund ist ganz einfach – viele Märchen der Brüder Grimm haben hier in unserer Gegend ihren Ursprung.
Da ist zunächst „Frau Holle“, die ihr Reich auf dem „Hohen Meißner“ hat – dem Berg direkt vor meiner Haustür.
Da ist aber auch „Dornröschen“ – deren Schloss, die Sababurg, liegt nicht weit von hier entfernt im Reinhardswald.
Und da darf natürlich „Rotkäppchen“ nicht fehlen. Eine weit verbreitete Deutung bringt die Entstehung und Namensgebung des Märchens mit den Trachten der Schwalm in Verbindung.

Was liegt da näher, als sich im Grimm-Jahr 2013 auch einmal sticktechnisch mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Speziell für mich gestaltete die Künstlerin Gudrun Hartwig wundervolle Entwürfe, die es in Stickerei umzusetzen galt. Sehen Sie selbst, was dabei herausgekommen ist:

Rotkäppchen„Rotkäppchen“ – gearbeitet auf weißem,16-fädigem Weddigen- Leinen.

Frau Holle„Frau Holle“ – gearbeitet auf altem, handgewebten Leinen.

Dornröschen„Dornröschen“ – gearbeitet auf 13,5-fädigem Leinen weißem Leinen mit Hinterfütterung. Diese Machart ist besonders wirkungsvoll im Gegenlicht, sei es als Fensterbild, Gardine oder auch als märchenhafte Lampe.

Es gibt noch viele weitere Märchenbild-Entwürfe. Einmal eine Decke mit den verschiedensten Märchenbildern in Weiß zu sticken, wäre bestimmt einmalig und etwas ganz Besonderes!

Ostereier bestickt mit Motiven aus der Schwälmer Weißstickerei.

Ostereier bestickt mit Motiven aus der Schwälmer WeißstickereiOsterei bestickt mit Motiv aus der Schwälmer Weißstickerei

Plastikeier in Hühnereigröße werden mit besticktem Leinen beklebt. Da weiß gestickte Eier nicht so stark ins Auge fallen, empfiehlt es sich, die Stickerei für Ostereier in dezenten Farben auszuführen.

Werkzeug und Material für die Hestellung

Sie benötigen:

  • Plastikeier in Hühnereigröße – weiß (Styroporeier oder Eier aus Schaumgummi sind ungeeignet)
  • Leinenstücke in der Größe von ca. 15 x 15 cm. Das Leinen darf nicht zu dicht gewebt sein, weil sich sonst Faltenwürfe nicht vermeiden lassen. Es darf auch nicht zu grob sein, da sonst die Stoßstellen nicht sauber zu verarbeiten sind. 13/14-fädiges Weddigen-Leinen ist gut geeignet.
  • Bügelstift, Kohlepapier oder wasserlöslichen Markierstift
  • Sticktwist in der Farbe Ihrer Wahl
  • Sticknadel mit Spitze Nr. 24 oder 26
  • Sticknadel ohne Spitze Nr. 26
  • einen breiten Gummiring
  • einen Bleistift
  • Holzleim
  • Pinsel
  • spitze Schere oder besser sehr scharfes Messer
  • Samtbändchen oder aus Stickgarn gehäkeltes Bändchen – (ca. 0,5 cm breit und 50 – 70 cm lang) – in der Farbe zur Stickerei passend ( Satinbändchen sind nicht gut geeignet, Samtbändchen sind nicht immer in der gewünschten Farbe zu erhalten, sodass man auf ein aus Sticktwist [ganzer Faden] mit einer Reihe fester Maschen gehäkeltes Bändchen zurückgreifen kann).

Schneiden Sie das Leinen zu Quadraten von 15 cm x 15 cm. Wollen Sie mehrere Eier besticken, ist es angebracht, einen Leinenstreifen von 15 cm Breite zu verwenden und ihn in 15 cm große Quadrate abzuteilen, aber noch nicht zu zerschneiden. Das ist besser zum Einspannen in den Stickrahmen und auch leichter zu umkänteln.
Sichern Sie das Leinen gegen Ausfransen.

Es ist möglich, das Motiv im Fadenlauf oder diagonal zum Fadenlauf aufzubringen. Markieren Sie sich also entweder die mittlere Längsachse oder die Diagonale eine Quadrates – entweder durch eine Bleistiftlinie oder mittels kleiner Vorstiche mit kontrastfarbigem Nähgarn.

Entwerfen Sie ein Motiv oder wählen Sie eins aus den vorhandenen Motiven. Das Motiv sollte nicht größer als 4 cm in der Breite und 5 cm in der Höhe sein.

Konturen auf den Stoff übertragen

Übertragen Sie die Konturen in der von Ihnen bevorzugten Methode auf den Stoff.

Hat man die Kontur auf den Stoff übertragen, kann man mit dem Sticken beginnen. Dazu teilt man den aus 6 Fäden bestehenden Sticktwist in je zwei Fäden. Zuerst werden die Ränder der Motivflächen sowie alle Stiele und Ranken im Knötchenstich gearbeitet. Bogenränder werden mit Schlingstichen ausgefüllt und Blättchen und Punkte werden mit Plattstichen gestickt. Die Motivflächen kann man mit einer dicht innen neben den Knötchenstichen liegenden Kettenstichreihe umgeben. Genauere Informationen finden Sie in meinem Buch „Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei“.

das Motiv sticken 1das Motiv sticken 2das Motiv sticken 3

Danach werden die Flächen mit Mustern gefüllt. Die meisten dieser Muster wirken mit 1-fädigem Sticktwist gearbeitet am schönsten. Bei diesen kleinen Flächen wird kein Fadenauszug vorgenommen.

das Motiv sticken 4

Besonders geeignet sind kleine Muster aus meinen Büchern „Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei“, „Limetrosen I“ und „Wickelstiche“. Im Bild oben wurde das Muster „Welle“ aus „Limetrosen I, Seite 11“ verwendet.

Nach Fertigstellung der Stickerei wird das Leinen gewaschen, um die Konturenlinien zu entfernen.
Danach wird es gebügelt. Streifen werden zu Quadraten zerschnitten.

Markierung setzenMarkierung setzen 2

Dann kommt der schwierigere Teil der Arbeit.
Man spannt einen Gummiring so um die Längsachse eines Plastikeies, dass der eine Rand des Gummis genau in der Mitte des Eies liegt. Diese Linie markiert man sich nun mit einem Bleistift. Dadurch wird das Ei in zwei Hälften unterteilt. Es gibt Plastikeier, die aus zwei Hälften zusammengesetzt wurde. Hier ist die Nahtstelle deutlich sichtbar. Sie wird mit einer Bleistiftlinie überdeckt. Die Bleistiftlinie ist wichtig, da man sie später durch das Leinen durchscheinen sieht und daher weiß, wo man das Leinen abschneiden muss.

Da die folgende Prozedur nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist, sollte man zunächst mit einem unbestickten Leinenstückchen üben. Sollten die so beklebten Eihälften gelungen sein, kann man sie später als Rückseite für die bestickten Eihälften verwenden.
Für die folgenden Schritte sollte man sich sehr gründlich die Hände waschen, denn man muss das Leinen mit den Fingern glattstreichen; da es vom Leim etwas feucht wird, würde jede Spur von Schmutz später auf dem Leinen haften bleiben.

Holzleim aufbringenLeinen anbringenLeinen anbringen 2

Man sucht sich den ungefähren Mittelpunkt einer solchen Eihälfte, bringt dort einen kleinen Tropfen Holzleim auf und streicht ihn mit dem Pinsel etwas aus. Der Mittelpunkt der Stickerei sollte möglichst auf dem Mittelpunkt des Eies liegen .
Die Stickerei sollte an der Längsachse des Eies ausgerichtet werden, damit es später nicht schief sitzt. Das geht am besten, wenn man das bestickte Leinenstückchen mit der Vorderseite nach unten auf die Tischplatte legt und dann das leimbetropfte Ei darauf stülpt. Das Ei wird kurz fest angedrückt, vorsichtig aufgenommen und dann in der Hand eine zeitlang fest mit dem Leinen zusammengedrückt. Danach sollte man nochmals eine Trocknungszeit von ca. 10 Minuten einhalten. Es ist sehr wichtig, dass das Leinen in der Mitte gut fixiert ist, denn später muss es gezogen und gedehnt werden, um Faltenwürfe zu vermeiden. Das wäre nicht möglich, wenn es in der Mitte keinen Halt hätte.
Danach wird die eben in der Mitte beklebte Eifläche bis zum Strich flächig mit Leim bestrichen und der Stoff wird mit beiden Händen von der Mitte aus nach allen Seiten über die Eihälfte gespannt. Aufpassen, dass keine Falten entstehen! An manchen Stellen muss man das Leinen ziehen und dehnen. Immer wieder muss man es mit den Händen glatt streichen und anpressen, bis der Leim fast getrocknet ist. Anschließend werden – am besten mit einem sehr scharfen Messer, ansonsten mit einer spitzen, kleinen Schere – die überstehenden Stoffkanten direkt über dem Bleistiftstrich abgeschnitten. Man sollte das Messer dabei mehr gegen das Ei drücken als es hin und her zu bewegen. Mit dem Messergriff oder dem Griff der Schere wird die Stoßkante leicht festgeklopft. Wieder muss das ganze ca. 10 Minuten trocknen.

Danach wird die zweite Eihälfte in gleicher Weise bearbeitet. Man kann auf der zweiten Eihälfte das gleiche gestickte Motiv aufbringen, man kann ein Leinenstückchen mit dem Schriftzug „Frohe Ostern“ verwenden oder man kann auch ein unbesticktes Leinenstück nehmen.

Über die Stoßstelle wird nun ein Bändchen geklebt. Damit der Kleber nicht aus Versehen an den Seiten herausquillt, drücken Sie am besten einen Kleberklecks auf ein Stückchen Pappe oder ähnliches, das später entsorgt werden kann, nehmen einen Messerrücken, tauchen ihn in den Kleber und führen ihn Stück für Stück über die Stoßkante, sodass diese einmal rundherum mit einer schmalen Leimspur versehen ist.

Suchen Sie sich nun die Mitte des Bandes und beginnen an der unteren Mitte des Eies mit dem Befestigen des Bandes bis zur oberen Mitte. Drücken Sie das Band gut an. Der Rest des Bandes bleibt überhängend. Die zweite Seite wird ebenso befestigt. Anschließend werden beide Teile des Bandes an der oberen Mitte des Eies mit ein paar feinen Stichen zusammengenäht. Die Enden des Bandes werden bei Samtbändchen übereinander gelegt und zusammengenäht, Häkelband kann verknotet werden.

Frohe Ostern

Habe ich Ihr Interesse geweckt?
Eine noch ausführlichere Beschreibung der Arbeitsschritte, der geeigneten Farbgebung und des Einsatzes wirkungsvoller Flächenfüllmuster (die allerdings nur beispielhaft gezeigt und nicht in ihrem Werdegang beschrieben sind) sowie insgesamt 60 unterschiedliche kleine Konturenmuster finden Sie in meinem neuen Heft:
Titelblatt Bestickte Ostereier

„Bestickte Ostereier“ ist ein 21-seitiges Ringbuch und in meinem Shop erhältlich.

24 kleine Konturenmuster

„24 kleine Konturenmuster“ können Sie als Downloadprodukt im Shop erwerben.

Ostereier

Osterei_1Osterei_2Osterei_3

Wie in vielen Teilen der Welt hat das Verzieren von Eiern zu Ostern auch in Hessen eine lange Tradition. Es gibt drei verschiedene Techniken, die man speziell mit der Region in Verbindung bringen kann:

  • Die Wachs-Reserve- oder Batik-Technik
  • Die Kratztechnik
  • Die Stickerei mit Motiven aus der Schwälmer Weißstickerei

Hier präsentiere ich die ersten beiden Techniken, die dritte – mit bebilderter Schritt-für Schritt Anleitung, veröffentliche ich sehr bald im nächsten Artikel.

Ostereier Wachs-Reserve-Technik

Die Wachs-Reserve-Technik oder auch Batik-Technik

In der Gegend um Marburg werden nach altem Brauch rohe Hühnereier – in neuerer Zeit auch ausgeblasene Eier – zuerst mit Wachs bemalt und beschrieben, dann werden sie gefärbt. Anschließend wird das Wachs entfernt.
Mehr zu dieser Technik und den verwendeten Mustern finden Sie bei www.margot-bieker.de.

Easter Eggs

Die Kratz-Technik

Große ausgeblasene weißschalige Hühnereier werden eingefärbt und anschließend wird das gewünschte Muster herausgekratzt. Die Kratztechnik ist weitverbreitet, das Besondere hier ist die Musterung: Motive aus der Schwälmer Stickerei werden auf der Vorderseite aufgebracht, ein umlaufendes Musterband aus „lichten Mustern“ trennt Vorder- und Rückseite. Auf der Rückseite ist ein Spruch in Sütterlin-Schrift http://www.suetterlinschrift.de/index.html eingraviert.

Da solche Eier selten zu finden sind, habe ich ein 23-seitiges Heft aufgelegt, in dem ich 23 unterschiedlich gestaltete Eier abgebildet habe. Bestandteil jeder Seite ist:

  1. eine Abbildung des Motivs der Vorderseite;
  2. das dazugehörige Konturenmuster, das natürlich auch für die Schwälmer Weißstickerei Verwendung finden kann;
  3. die `Übersetzung´ des Spruches in Druckschrift;
  4. die Abbildung des Musterbandes;
  5. die Abbildung eines nach diesem Musterband gestickten „lichten Musters“.

Ostereier 1/2

Dieses liebevoll gestaltete und informative Heft hat eine Ringbindung. Wenn Sie möchten, können Sie es in meinem Shop bestellen.

Neu: „Schwälmer Kronen“

Schwälmer Kronen sind eine weltweite Besonderheit: mit ihnen „krönten“ die Bäuerinnen der Schwalm ihre prachtvolle Weißstickerei. Meist wurde auch der Name der Besitzerin, manchmal auch das Jahr der Entstehung durch Stickerei auf dem Leinen festgehalten.
Kronen sind ca. handtellergroße, meist dicht verzierte, oft halbkreisähnlich konturierte Lebensbaum- oder Dreisprossgebilde. Die vielen verschiedenen Entwürfe zeugen von höchster Kreativität und einem ausgeprägten Gefühl für Ästhetik. Es gibt Kronen mit wuchtigen Elementen und filigran gestaltete Exemplare, Kronen, die mit nur einem einzigen Gestaltungselement auskommen und andere, die alles bieten, was an Einzelmotiven für die Schwälmer Kronen überhaupt verwendet wurde.
Die wunderschöne Kronenstickerei kann man zwar in den Museen der Schwalm betrachten, aber leider gab es bisher keine öffentlich zugängliche Sammlung für deren Musterzeichnungen. Ich fand diesen uns hinterlassenen enormen Schatz zu wertvoll, um ihn in der Vergessenheit versinken zu lassen, denn Kronen sind nicht nur zu reizvoll und attraktiv, sie haben auch in der heutigen Zeit durchaus noch ihre Daseinsberechtigung. Denn auch heute investiert man viele, viele Stunden in die Weißstickerei, und was sollte dagegen sprechen, diese Arbeit zu „krönen“. Zumindest verdienen es die Initialen der Stickerin, aber auch die Jahreszahl des Jahres der Entstehung, festgehalten zu werden. Wichtig finde ich es auch, dass man den ungefähren Zeitaufwand – die Anzahl der Arbeitsstunden -, den man gehabt hat, auf der Stickerei festhält.
Daher habe ich eine professionelle Designerin beauftragt, anhand von überbrachten Kronenstickereien mit heutigen Mitteln Konturenmuster zu zeichnen. Das war nicht immer ganz einfach – manche Kronen waren auf Grund ihres Alters und langen Gebrauchs nur noch bruchstückhaft vorhanden. Von anderen hatte ich nur schemenhafte Abbildungen. Dennoch ist es gelungen.
An Hand dieser Zeichnungen habe ich fast all die Kronen nachgearbeitet. Dazu habe ich einen ganzen Ballen handgewebten Leinens – in kleine Teile zerschnitten – bestickt. Die fertigen Kronen habe ich fotografiert und zusammen mit den Konturenzeichnungen zur Veröffentlichung aufbereitet. Besonders beliebte Kronen existierten in verschiedensten Abwandlungen. Diese möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Daher gibt es zu vielen der gestickten Kronen mehrere Konturenzeichnungen.
Diese enorme Menge an Material passte leider nicht in ein Buch – es wurden zwei!

Der erste Band
„Schwälmer Kronen“
bietet
auf 13 Seiten eine kurze Beschreibung mit den Themen:

  • Was sind Kronen?
  • Welche Farbe haben Kronen?
  • Wo platziert man Kronen?
  • Wie kommen die Kronen-Konturen auf den Stoff?
  • Wie werden Kronen gestickt?
  • Wie werden Körbe gestickt?
  • Wie werden Vögel gestickt?
  • Wie ordnet man Kreuzstichstickerei unter Kronen an?
  • Was sind Doppelkronen?
  • Materialliste
  • Hinweise

auf 8 Seiten graphische Darstellungen von Kreuzstichornamenten und Kreuzstichbuchstaben und – zahlen, die im Zusammenhang mit Kronen verwendet wurden;
und auf 70 Seiten 96 gestickte Kronen – ein paar kleine, viele mittelgroße und auch Eckkronen – mit insgesamt 184 unterschiedlichen Kronenzeichnungen.

Der zweite Band
„Prächtige Schwälmer Kronen“
zeigt die schönsten, größten, aufwändigsten Stickereien – insgesamt 66 an der Zahl – und deren 100 Konturenvarianten.

Schwälmer Kronen

Schwälmer Kronen

mit Konturenzeichnungen und grafischen Darstellungen für die dazugehörigen Kreuzstichornamente

92 Seiten
Ringbindung
35,00 €

zum Artikel

Prächtige Schwälmer Kronen

Prächtige Schwälmer Kronen

mit Konturenzeichnungen

.

83 Seiten
Ringbindung
35,00 €

zum Artikel