Flächenfüllmuster Nr. 475

Nr. 475
Kategorie: Limet-Muster
angewandte Stiche: 4 x 7 Stiche der einfachen Limetrose und 4 x 3 Wickelstiche über 1 Kästchen in der Breite
Mitte: Kreuzung zweier Fadenrinnen (in anderen Konturformen: mittlere Längsachse = Fadenrinne)
475_1In das vorbereitete Limet-Fadengitter wird zunächst ein Raster aus Limetrosenteilen gearbeitet. Es heißt „Kleines Ochsenaugenraster“ ist in Limetrosen I auf Seite 15 zu finden. Man beginnt ein Kästchen diagonal links unterhalb des Mittelpunktes.
475_2Gegen den Uhrzeigersinn arbeitet man 7 Stiche der einfachen Limetrose um den Startpunkt herum.
475_3Wiederholt arbeitet man solche Limetrosenteile aus 7 Stichen, entgegen dem Uhrzeigersinn um den Mittelpunkt herum weiterwandernd,
475_4insgesamt 4 mal. Dann ist ein „Blümchen“ fertiggestellt.
475_5Es gibt zwei verschiedene Wege, die Arbeit fortzusetzen: entweder arbeitet man Blümchen schachbrettartig über die ganz Fläche,
475_6oder man arbeitet von Zentrum ausgehend diagonale Reihen, wie im Bild oben zu sehen
475_7längs und quer
475_8um damit das Raster zu bilden.

In die freien Quadrate werden 4 x 3 Wickelstiche gestickt, immer vom Mittelpunkt eines Quadrates ausgehend jeweils 3 Stiche an der gleichen Stelle übereinander legend.
475_9Jeweils 3 Stiche werden in allen 4 Richtungen gewickelt.
475_10Der Faden wird fest angezogen, damit sich im Zentrum eine große Öffnung bildet.
475_11Über die gesamte Fläche wird in jedes der freien Quadrate das Muster 4 x 3 Wickelstiche gestickt.
475_12Gewaschen, gestärkt und gebügelt ist ein weiteres schönes Flächenfüllmuster fertiggestellt. Es ist dem Muster 474 ähnlich, aber einfacher zu sticken als dieses.
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Marina’s prachtvolle Mitteldecke

Vor einiger Zeit erhielt ich eine nette E-Mail mit Bildern einer sehr schönen Stickerei, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Marina_1In meinem Blog- Beitrag vom 30. November 2013 habe ich einen Link zu einem ganz speziellen Projekt Simple_Spontaneity[1].pdf aufgezeigt.

In Kanada startete Barbara Kershaw ein Gruppenprojekt. Ideen- und Ratgeber war mein Buch Randabschlüsse. Auch Erma Scrimgeour begann ein ähnliches Projekt und stickte mit ihrer Gruppe Mitteldecken.
Marina_2Wie der Zufall es wollte, musste eine der Teilnehmerinnen, Marina, in die Türkei umziehen. Sie nahm ihre gerade begonnene Stickerei und mein Anleitungsbuch mit.

Nun hat sie ihre Decke fertiggestellt – g a n z    a l l e i n !

Sie schrieb:
Ich glaube, es wird Sie interessieren, meine Umsetzung Ihres Randabschlüsse-Musters zu sehen. Ich begann damit, als ich noch in Montreal/Kanada lebte. Innerhalb der Lakeshore Creative Stitching Guild bildeten wir eine spezielle Gruppe, die von Erma Scrimgeour geleitet wurde. Wir alle stickten Mitteldecken nach Ihrem Buch „Randabschlüsse“. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich damit fertig wurde. Denn während dieser Zeit musste ich meinen Umzug in die Türkei organisieren. Dies ist das erste Stück, das ich in der neuen Heimat vollendet habe. Und es ist das erste mal, dass ich ein solch feines Muster gestickt habe. Ich muss sagen, ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Resultat. Das Sticken hat immer viel Spaß bereitet und ich freue mich auf Ihre neuen Ideen.

Herzlichen Glückwunsch, Marina!

Ihre Decke sieht wirklich prächtig aus. Alle Details sind perfekt gearbeitet! Die verschiedenen Zierstiche, der Erbslochhohlsaum und das doppelte Erbsloch, der Stopfhohlsaum und nicht zuletzt die Ecken! Ganz besonders gut gefällt mir die Bordüre mit den kleinen Blümchen und die dazu passende Eckgestaltung.Marina_3
Marina teilte mir mit, dass sie 13-fädiges Strathaven Leinen sowie eine Kombination verschiedener Stickgarne verwendet hat. Sie wählte Perlgarn Nr. 8 für Wickelstiche und Plattstiche sowie Vierfachstickgarn Nr. 20 für den Stopfhohlsaum und Nr. 25 für die übrigen Stiche.Marina_4
Ich wünsche Ihnen immer viel Spaß am Sticken – vielleicht wollen Ihre neuen Freunde Ihrem Beispiel folgen und auch eine ähnliche Decke arbeiten?

Viel Glück in der neuen Heimat und danke für die Mitteilung, Marina!Marina_5

Ein Lavendelkissen

474_l_1Ein intensiver Lavendelduft lag in der Luft. In Eschwege war französischer Markt; eine gute Gelegenheit, sich mit Lanvendelseife, Lavendelsträusschen, Lavendelöl und Lavendelsäckchen einzudecken.
474_l_2Schon lange wollte ich ein Duftkissen mit einem kleinen Schwälmer Motiv arbeiten. Ich benutze mein kleines Deckchen als Vorderseite.
474_l_3Dann besorge ich je ein Stückchen weißen Baumwollstoff und bedruckten, zu Lavendel passenden, Baumwollstoff.
474_l_4Damit der verbrauchte Lavendel später leicht ausgetauscht werden kann, soll mein Duftkissen wie ein Kissenbezug gearbeitet werden. Mein kleines Deckchen misst innerhalb des Saumes 9,5 cm x 9,5 cm. So wird der weiße Stoff in der Größe von 11,5 cm x 4 cm und der bedruckte Stoff in der Größe von 11,5 cm X 11,5 cm zugeschnitten.
474_l_5Eine Seite des weißen Stoffes wird mit Zick-Zack-Stichen gesichert, die übrigen drei Seiten werden je 1 cm weit eingeschlagen. Alle vier Seiten des bedruckten Stoffes werden 1 cm weit eingeschlagen, eine davon wird mit Hand- oder Maschinenstichen befestigt.
474_l_6So dass der Lavendelbehälter später nicht leicht herausrutschen kann, wird der weiße Stoffstreifen auf der Rückseite des Deckchens befestigt.
474_l_7Damit damit die Löcher des Hohlsaumes schön offen bleiben, werden die Nähte mit Hohlsaumstichen ausgeführt.
474_l_8Das bedruckte Stoffquadrat wird so auf der Rückseite des Deckchens platziert, dass die gesäumte Kante über dem weißen Streifen liegt. Es ist die spätere Öffnung. Die übrigen drei Seiten werden mit Hohlsaumstichen befestigt.
474_l_9Das Teil wird gebügelt und ein in der Größe passendes, mit Lavendel gefülltes Kissen wird in den Bezug hineingeschoben.
474_l_10Die weiße Lasche wird über das eingesteckte Kissen gezogen.
474_l_11Ein hübsches Lavendel-Duftkissen ist entstanden. Man kann sich selbst daran erfreuen oder es als nettes, kleines Mitbringsel an gute Freunde verschenken.
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Ein kleines Deckchen

Ein kleines Deckchen wird mit einem Mittelmotiv bestickt.
Das Design, ein Kreis mit umgebenden Blättern und Bögen, wird auf den Stoff übertragen. Der Leinenzuschnitt hat eine Größe von 20 cm x 20 cm. Verwendet wird 13,5fädiges Weddigen Leinen.
474_d_1Das Originaldesign misst 8,5 cm x 8,5 cm.
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Mit Vierfachstickgarn Nr. 16 werden Knötchenstiche entlang der Kreislinie gearbeitet. Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 werden sowohl die Blätter mit Plattstichen als auch die Bögen mit Schlingstichen gestickt.
474_d_3Mit Vierfachstickgarn Nr. 25 werden Kettenstiche innerhalb der Knötchenstiche gearbeitet.

Der Kreis wird mit dem Flächenfüllmuster 474, bestickt.
Dazu wird Vierfachstickgarn Nr. 30 verwendet.
474_d_4Das Deckchen soll einen 2 cm breiten Saum (+ 1 cm Einschlag) erhalten.
So wird für die Grundlinie des Saumes 5 cm vom Rand entfernt ein Faden ausgezogen. Innen daneben wird ein zweiter Faden ausgezogen. Für den Einschlag wird ein Faden 1 cm vom Rand entfernt ausgezogen.
474_d_5Der 1cm-Einschlag und der 2cm-Saum werden gefaltet und mit Fingernagel oder einem Werkzeug nachgezogen, so dass ein scharfer Knick entsteht. Die Ecke wird diagonal zum Fadenlauf und 1 cm ausserhalb des Kreuzungspunktes der Knicke für den Saum abgeschnitten.
474_d_6Die 1cm-Nahtzugabe der Ecke wird nach innen gefaltet,
474_d_7der Saum wird gelegt, gesteckt, geheftet und mit Hohlsaumstichen befestigt.
474_d_8Entlang der Fadenrinne nach innen hin werden ebenfalls Hohlsaumstiche gearbeitet, um einen stabilen und ordentlichen Rand zu erzielen.
474_d_9Die Ecken werden mit kleinen unsichtbaren Stichen von Hand zugenäht.
474_d_10Die Heftfäden werden entfernt.
474_d_11Das Teil wird gewaschen, gestärkt und gebügelt, und schon ist ein hübsches, kleines Deckchen fertiggestellt.
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Ein Nackenrollenbezug, bestickt mit Schwälmer Borten

Ein sehr schöner, ins Auge fallender Bezug für eine Nackenrolle ist mit Schwälmer Borten verziert.
Kleine Schwälmer Borten sind relativ schnell gestickt und es ist jederzeit möglich, das Muster nach Lust und Laune durch weitere Borten zu ergänzen.
Nackenrolle_1Zuerst wird eine Rolle benötigt. Die hier gezeigte Nackenrolle ist 40 cm lang und hat einen Durchmesser von 15 cm.
Das Leinen wurde auf eine Größe von 58 cm x 52 cm zugeschnitten.

Entlang der 58 cm langen Seite misst man von der Mitte ausgehend je 20 cm nach jeder Seite ab und arbeitet dort je eine Reihe von Kästchenstichen. Diese Kästchenstichlinien markieren später die Enden der Rolle.
Nackenrolle_2Entlang der Kästchenstichreihen wird nach innen hin ein typisches Schwälmer Börtchen gestickt.

Zahlreiche Schwälmer Borten – ähnlich der hier gezeigten – enthält das Buch Schlängchen & Co – Schwalmtypische Börtchen und Zierstiche.

In der Mitte wird ein Muster aus drei Borten gestickt, jeweils durch eine Reihe Kästchenstiche voneinander getrennt. Eine breite Palette verschiedener Flächenfüllmuster wird verwendet.

Die Kanten der beiden Enden erhalten einen 2 cm breiten Saum mit einem 1 cm breiten Einschlag und werden zusätzlich mit Nadelspitze verziert.
Nackenrolle_3Bevor die langen Seiten zusammengenäht werden, wird das Teil gewaschen, um eventuelles Einlaufen des Gewebes berücksichtigen zu können.

Dann wird es gebügelt und zusammengenäht. Die Naht beginnt und endet jeweils vor dem Saum.
Eine Kordel wird in den Saum gezogen, um den Stoff an den Seiten zusammenziehen zu können.
Nackenrolle_4Die Rolle wird in den bestickten Bezug geschoben, die Enden werden zusammengezogen.
Nackenrolle_5Ein sehr dekoratives Nackenkissen ist entstanden.
Nackenrolle_6Solch kleine Börtchenmuster kann man ganz unterschiedlich einsetzen. Man kann die Muster verkleinern oder in dem Buch gezeigte kleinere Versionen wählen, um sie für unterschiedliche Miniaturen zu verwenden, zum Beispiel für eine Nadelrolle oder ein Nadelkissen.