Hannie´s prächtiger Ofenschirm

Eigentlich…. ja, eigentlich wollte ich mit dem Baumschmuck-Beitrag meine Blog-Aktivität für dieses Jahr beenden. Doch dann sah ich Hannie´s hinreißend schönen Ofenschirm – ideal für eine Weihnachtspost!
HFS_1Erwärmt er nicht auch Ihr Herz?

Hannie lebt in Johannesburg/Südafrika. Sie lehrt Sticken und ist begeistert von Schwälmer Weißstickerei. Kürzlich schickte sie mir Bilder von ihrem gerade fertiggestellten Projekt „Schwälmer Vogelbaum“. Davon war ich sofort so fasziniert, dass ich sie um Erlaubnis bat, die Bilder auch Ihnen zeigen zu dürfen. Sie willigte ein (und wird sich sicherlich freuen, wenn Sie hier einen Kommentar für sie abgeben). Hannie schrieb (frei übersetzt):

Danke für die Ehre, meinen Ofenschirm auf Ihrer Website zu zeigen – nicht zuletzt ist es Ihr großartiges Design, das wirkt! Als ich dieses Muster zum ersten Mal sah, war ich sofort darin verliebt. Ich erwarb es, nicht wissend, wofür ich es verwenden würde. Bis ich meinen antiken, aus Teakholz gefertigten Rahmen für einen Ofenschirm fand. Das Muster des Schwälmer Vogelbaumes war wie geschaffen dafür.
Passend zu der warmen Farbe des Holzes wählte ich ecrufarbenes 16-fädiges Weddigen Leinen und verwendete ecrufarbenes Vierfachstickgarn Nr. 30.

HFS_2Um die Linien erhabener zu gestalten, stickte ich anstelle der Knötchenstiche Palestrinastiche mit einem Doppelfaden, Die größeren Blätter und die großen Blüten bestickte ich mit Lang-und-Kurz- Plattstichen.
Alles andere habe ich genau nach Ihrer Anweisung gearbeitet. Ich fand die Instruktionen so gut geplant und durchdacht, dass danach zu Sticken ein einziger Spaß war.

HFS_3Nach zweimaligen Waschen und Bügeln war das Teil fertig zum Spannen.
Das habe ich selbst erledigt. Mein Mann passte es in den Rahmen und v o i l a !

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Herzlichen Glückwunsch zu diesem Meisterwerk!

Frohe Weihnachten!
und
Alles Gute für das Neue Jahr!

Weihnachtsbaumschmuck: Zwei hübsche Kissen (2)

Je ein kleines Deckchen mit und ohne Muster werden Rückseite an Rückseite übereinander gelegt.
In gewünschter Farbe werden zwei gleichlange Kordeln gedreht.

Mittels einer kleinen Sicherheitsnadel
BS477_1oder besser mit der an einem Ende fest mit Klebefilm umwickelten Kordel (das Ende des Klebestreifens sollte spitz zulaufen, um es wie eine Nadel benutzen zu können)
BS477_2wird die Kordel durch die Löcher der Hohlsäume beider Deckchen gezogen. Abwechselnd werden immer zwei Fadenbündel unter- und überquert. Man startet an einer beliebigen Ecke zwischen den beiden Lagen. Man zieht die Kordel auf zwei aneinandergrenzenden Seiten ein. Ein Stückchen Kordel sollte am Anfang stehen bleiben. Es kann passieren, dass am Ende einer Seite nur noch ein Fadenbündel übrig ist, also macht man einen kleinen Schritt über dieses eine Fadenbündel.
Beim Erreichen der dritten Ecke lässt man ein Stück Kordel zwischen den zwei Lagen stehen, um eine Schlaufe zu kreieren. Dann wird die Kordel bis zur vierten Ecke eingezogen.
BS477_3Ein in der Größe passendes Kissen, ausgepolstert mit Füllwatte, wird in die Hülle gesteckt (bei Bedarf kann die Füllwatte auch mit einem Duftöl beträufelt werden).
BS477_4Nun wird auch die vierte Seite geschlossen. Die Enden der Kordel werden verknotet und zurückgeschnitten.

Eine weiße Kordel wirkt dezenter, mit einer kontrastfarbenen Kordel wird der Baumschmuck zum Hingucker.
BS477_5Wie auch immer, beide sehen sehr elegant aus und eignen sich als hübsche Geschenke.
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Weihnachtsbaumschmuck: Zwei hübsche Kissen (1)

Vier kleine Deckchen, zwei mit einem Mittelmotiv und zwei ohne Motiv, werden gearbeitet.
Das Design, ein Kreismotiv mit Messerspitzenrand, wird auf 13,5-fädiges Leinen (je 20 cm x 20 cm) aufgebügelt.

Das Design hat eine Originalgröße von 8,5 cm im Durchmesser.
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Mit Vierfachstickgarn Nr. 16 werden Knötchenstiche entlang der Kreislinie gearbeitet.
Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 wird das eine Muster mit geschnürten Messerspitzen und das zweite Muster mit Schnürlochspitzen verziert.

Innerhalb der Knötchenstiche werden mit Vierfachstickgarn Nr. 25 Kettenstiche gestickt. Beide Kreisflächen werden mit Mustern, die 475 ähnlich sind, gefüllt. Dazu wird Vierfachstickgarn Nr. 30 verwendet.

Eine Saumbreite von 2 cm (+ einem 1 cm breiten Einschlag) wird gewählt.
So wird für die Grundlinie des Saumes 5 cm vom Rand entfernt auf jeder Seite ein Faden ausgezogen. Von diesen Fadenrinnen ausgehend, werden nach innen hin jeweils 4 Fäden stehen gelassen und ein weiterer Faden wird ausgezogen. Die verbliebenen 4 Fäden werden ca. 1 cm von der Ecke entfernt durchtrennt. Die Fadenenden werden zurückgezogen. Für den Einschlag wird ein Faden 1 cm von den Rändern entfernt ausgezogen.
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Die nächsten Schritte kann man detailliert sehen bei: Ein kleines Deckchen.

Der 1cm-Einschlag und der 2cm-Saum werden gefaltet und mit Fingernagel oder einem Werkzeug nachgezogen, so dass ein scharfer Knick entsteht. Die Ecke wird diagonal zum Fadenlauf und 1 cm ausserhalb des Kreuzungspunktes der Knicke für den Saum abgeschnitten.

Die 1cm-Nahtzugabe der Ecke wird nach innen gefaltet, der Saum wird gelegt, gesteckt, geheftet und mit Hohlsaumstichen befestigt.

Hohlsaumstiche werden auch entlang der inneren Fadenrinne gearbeitet. Es ist darauf zu achten, dass immer die gleichen Fäden zu einem Bündel zusammengefasst werden wie in der vorhergehenden Reihe.

Die Ecken werden mit kleinen unsichtbaren Stichen von Hand zugenäht.

Die Heftfäden werden entfernt. Die verbliebenen 4 Fäden werden nun ebenfalls ausgezogen.
Am Ende sind vier kleine Deckchen fertig, zwei ohne Design,
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eins mit einem Kreismotiv, umgeben von geschnürten Messerspitzen und gefüllt mit dem Muster 476
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und eins mit einem Kreismotiv, umgeben von Schnürlochspitzen und gefüllt mit dem Muster 477.
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Alle werden gewaschen, gestärkt und gebügelt und dann weiterbearbeitet, um Weihnachtsbaumschmuck zu werden. Das Endergebnis ist nächste Woche zu sehen!

Ein Deckchen mit Messerspitzenverzierung

Ein Deckchen mit einer extravaganten Messerspitzenverzierung entsteht.
Dazu wird ein Kreismotiv mit Messerspitzenrand auf 16-fädiges Leinen (30 cm x 30 cm) aufgebügelt. Das Design hat eine Originalgröße von 12 cm im Durchmesser.
2015-12-12_pdf
Mit Vierfachstickgarn Nr. 16 werden Knötchenstiche entlang der Kreislinie gearbeitet. Die Messerspitzen werden mit Plattstichen bestickt, dazu wird Vierfachstickgarn Nr. 20 verwendet. Eine genaue Arbeitsanleitung hierzu findet man unter Schwälmer Konturenmuster – Messerspitzen (3).
MSpD_2Innerhalb der Knötchenstiche werden mit Vierfachstickgarn Nr. 25 Kettenstiche gestickt. Die Fläche wird mit dem Muster 475 gefüllt.
MSpD_3Um die Randverzierung dem Mittelmotiv anzupassen, werden auch dort Messerspitzen in der gleichen Größe gestickt.

Das Deckchen soll einen etwa 2 cm breiten Saum mit einem 1 cm breiten Einschlag erhalten. So ist von dem 30 cm x 30 cm großen Leinenquadrat innerhalb des Saumes ein Quadrat von 20 cm x 20 cm übrig. Eine Messerspitze misst an der breitesten Stelle 1,2 cm.
20 cm : 1,2 cm = 16,67
Es können also 16 Messerspitzen entlang einer Seite gearbeitet werden.
16 x 1,2 cm = 19,2 cm
Mit den restlichen 0,8 cm wird der Saum auf beiden Seiten um 0,4 cm breiter gearbeitet. Die Grundlinie des Saumes ist also 5,4 cm vom Rand entfernt. Dort wird ein Faden gezogen.

Ein Muster mit 16 Messerspitzen mit einer Breite von 1,2 cm und einer Höhe von 2 cm wird auf Papier gezeichnet.
MSpD_4An einer Schmalseite wird ein Eckmuster dazugesetzt. Die Messerspitzendekoration soll außerhalb der Grundlinie des Saumes gestickt werden.
MSpD_5Das Muster wird entlang der Grundlinie jeder Seite auf das Leinen gebügelt. Dabei muss man sehr darauf achten, dass die Fadenrinne exakt genauso lang ist wie das Papiermuster (Bügeln in die eine oder die andere Richtung hilft, die exakte Länge zu erhalten).
MSpD_6Nachdem die Messerspitzen gestickt sind, wird 1 cm vom Rand entfernt ein Faden gezogen.
MSpD_7Der Saum wird an der Grundlinie befestigt.
MSpD_8Gewaschen, gestärkt und gebügelt ist ein Deckchen mit einer extravaganten Messerspitzenverzierung fertiggestellt.
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Flächenfüllmuster Nr. 475

Nr. 475
Kategorie: Limet-Muster
angewandte Stiche: 4 x 7 Stiche der einfachen Limetrose und 4 x 3 Wickelstiche über 1 Kästchen in der Breite
Mitte: Kreuzung zweier Fadenrinnen (in anderen Konturformen: mittlere Längsachse = Fadenrinne)
475_1In das vorbereitete Limet-Fadengitter wird zunächst ein Raster aus Limetrosenteilen gearbeitet. Es heißt „Kleines Ochsenaugenraster“ ist in Limetrosen I auf Seite 15 zu finden. Man beginnt ein Kästchen diagonal links unterhalb des Mittelpunktes.
475_2Gegen den Uhrzeigersinn arbeitet man 7 Stiche der einfachen Limetrose um den Startpunkt herum.
475_3Wiederholt arbeitet man solche Limetrosenteile aus 7 Stichen, entgegen dem Uhrzeigersinn um den Mittelpunkt herum weiterwandernd,
475_4insgesamt 4 mal. Dann ist ein „Blümchen“ fertiggestellt.
475_5Es gibt zwei verschiedene Wege, die Arbeit fortzusetzen: entweder arbeitet man Blümchen schachbrettartig über die ganz Fläche,
475_6oder man arbeitet von Zentrum ausgehend diagonale Reihen, wie im Bild oben zu sehen
475_7längs und quer
475_8um damit das Raster zu bilden.

In die freien Quadrate werden 4 x 3 Wickelstiche gestickt, immer vom Mittelpunkt eines Quadrates ausgehend jeweils 3 Stiche an der gleichen Stelle übereinander legend.
475_9Jeweils 3 Stiche werden in allen 4 Richtungen gewickelt.
475_10Der Faden wird fest angezogen, damit sich im Zentrum eine große Öffnung bildet.
475_11Über die gesamte Fläche wird in jedes der freien Quadrate das Muster 4 x 3 Wickelstiche gestickt.
475_12Gewaschen, gestärkt und gebügelt ist ein weiteres schönes Flächenfüllmuster fertiggestellt. Es ist dem Muster 474 ähnlich, aber einfacher zu sticken als dieses.
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