Oster-Dekoration 2018

Beim Einkaufsbummel sah ich österlich dekorierte Hänger – einfach nachzuarbeiten und als Clou mit einem Hauch von Stickerei zu versehen.

Hölzerne Scheiben und Perlen waren abwechselnd auf einen rustikalen Faden gefädelt,

dazwischen ab und zu auch ein Ei aus Metall.


Schnell war ein dicker Ast aus meinem Garten geholt und mit Hilfe einer kleinen Säge und eines dünnen Bohrers in in die erforderliche Scheibenanzahl zerteilt. Einige Holzperlen habe ich im Vorrat.


Die Eier aus Metall wurden duch kleine, gestickte Eier ersetzt. Dazu verwendete ich die hier zu findende Kontur und stickte das Muster Nr. 540.


sowie das Muster “Kronjuwel” aus meinem Buch Limetrosen II zur Füllung der Flächen.
Nach dem Kochen wurde die Stickerei gut gestärkt, damit das ausgeschnittene Teil seine Form behält.


Auf einen dicken, weißen Faden


wurden abwechselnd Perlen, Holzscheiben und gestickte Eier gereiht.


Speziell im Gegenlicht an einem Fenster platziert, entfaltet die Stickerei eine besonders schöne Wirkung.


Man kann auch Hänger mit nur einem Ei kreieren oder längere Hänger mit einer ganzen Reihe von Eiern fädeln.

Möchten Sie meine Arbeit unterstützen?

Schon viele Blogleser haben sich für meine inspirierende und informative Arbeit bedankt. Einigen habe ich damit ein wenig Freude ins Leben bringen können – so konnten sie es kaum erwarten, das nächste „Türchen“ meines Adventskalenders zu öffnen -, andere konnten ihr Wissen über die Schwälmer Weißstickerei vertiefen. Manche boten an, eine Geldspende zu geben, damit ich meine Arbeit auch in Zukunft fortsetzen kann.

Ebenso habe ich Leser, die nur an der Schwälmer Tracht und am Schwälmer Brauchtum interessiert sind; diese benötigen absolut keine Handarbeits-Anleitungen. Auch sie wollten meine Arbeit mit einer Spende würdigen und honorieren. Bisher habe ich solche Angebote immer abgelehnt. Doch nach intensiver Prüfung und Abwägung aller Gesichtspunkte denke ich jetzt „Warum eigentlich nicht?“

Einen attraktiven Blog zu unterhalten, ist nicht nur sehr arbeitsintensiv, sondern kostet auch Geld. Dank der Kreativität meiner Designerinnen kann ich attraktive und einzigartige Konturenmuster anbieten. Mein Webmaster hält meine Webseite nicht nur immer auf dem neuesten Stand, sondern unterstützt mich auch bei der Realisierung meiner Ideen und betreut das Blogarchiv mit Bildern und die Übersicht über die kostenlosen Motive. Durch die professionelle Mitarbeit wird die Nutzung meines Blogs viel komfortabler, effektiver und angenehmer. Wie schon gesagt, muss gute Arbeit auch entsprechend finanziell honoriert werden. Auch wenn mein Blog sehr viele Besucher zählt, so wird doch nur ein geringer Prozentsatz Kunde. Die Mehrheit nutzt den Blog zur Inspiration, als Information und zur kostenlosen Anleitung. Und es kann natürlich auch sein, dass meine Kunden eines Tages – aus welchen Gründen auch immer – kein Interesse mehr an meinen Produkten haben. Bisher finanziere ich meinen Blog komplett aus eigenen Mitteln. Ich könnte daran denken, mit Werbemaßnahmen Einnahmen zu generieren. Viele Firmen wären daran interessiert, Personen anzusprechen, die meinem „Leserprofil“ entsprechen. Dies lehne ich kategorisch ab – Werbung passt nicht in mein Blog-Konzept!

So erlaube ich mir, mein Anliegen vorzubringen:Wenn Sie Informationen meiner Webseite interessant, unterhaltend oder bildend finden, wenn Sie die kostenlosen Muster oder Projekte schätzen, oder wenn Sie möchten, dass diese regionale Sticktechnik fortbesteht, wäre meine Bitte dann vermessen, den Blog mit einer Spende zu unterstützen?

So funktioniert es: Mit Hilfe des Spendenknopfes veranlassen Sie über PayPal eine einmalige Spendenzahlung an mich. Drücken Sie den Spendenknopf, geben Sie den Betrag der Höhe nach ein und schließen Sie die Aktion ab. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Zeilen Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Spende

Flächenfüllmuster Nr. 540

Kategorie: Limet-Muster
angewandte Stiche: Margeriten- und Rosenstiche
Mitte: Kreuzung zweier Fadenrinnen (in anderen Konturformen: mittlere Längsachse = Fadenrinne)

Das letzte Flächenfüllmuster meines Blogs war Nr. 481.
Danach veröffentlichte ich das Buch „Sterne“, das insgesamt 58 verschiedene Muster enthält.
So erhält das nächste Flächenfüllmuster meines Blogs die Nummer 540.

Zunächst wird der Fadenauszug für den Limetgrund vorgenommen – 1 Faden wird aus gezogen, 3 Fäden bleiben stehen, sowohl vertikal als auch horizontal.

Man kommt mit der Nadel im Mittelpunkt hervor und zieht den Faden durch.


Man legt den Arbeitsfaden in einer Schlaufe nach links und unten.
Man sticht erneut im Mittelpunkt ein, unterquert 1 Kästchen diagonal nach links unten (3 Gewebefäden nach unten und 3 Gewebefäden nach links) und sticht dort aus.


Man legt die Schlaufe unter die Nadelspitze.


Man zieht den Arbeitsfaden in Richtung der Schlaufe an, allerdings nicht zu fest – die Schlaufe sollte ihre Hufeisenform behalten.


Man überquert 1 Kästchen nach links unten, sticht ein und bringt die Nadel erneut im Mittelpunkt hervor.


Man arbeitet 3 weitere Margeritenstiche entgegen dem Uhrzeigersinn


in der gleichen Weise.


Wenn eine Runde komplett ist, unterquert man 2 Kästchen diagonal nach rechts oben, um zum nächsten Mittelpunkt zu gelangen und dort die nächste Vierergruppe in der gezeigten Weise zu beginnen.


Man arbeitet Reihen solcher Gruppen nach oben


und nach unten


bis die gesamte Fläche gefüllt ist.


Nun stickt man Rosenstiche in diagonalen Reihen –


einen in jedes Feld – zwischen die Margeritenstich-Gruppen.


Ein weiteres, leicht zu arbeitendes und attraktives Muster ist entstanden.

Gestickter Ostereier-Kranz – apart und originell

Die Künstlerin Gudrun Hartwig hat für den Entwurf eines Ostereier-Kranzes vier große Ei-Formen kreuzweise angeordnet


und die Zwischenräume mit vier gleich gestalteten Gruppen kleinerer Eier in unterschiedlichen Größen gefüllt.


Die Ei-Formen können mit einer Vielzahl verschiedener Flächenfüllmuster,


angepasst an die Größe der Flächen


und angepasst an den Fadenlauf der jeweiligen Motive, bestickt werden.


Viele, ganz unterschiedliche Muster eignen sich dazu, wie auch dies mit Kreuzen. Die Kreuze werden aus Teilen der Limetrose und Wickelstichen gebildet. Dieses hübsches Muster ist besonders gut zum Verzieren von Ostereiern geeignet.


Die Kombination feiner


mit eher markanten Mustern


lässt einen gefälligen Kontrast entstehen.


Die Stickerei wurde auf sehr dicht handgewebtem 20-fädigen Leinen ausgeführt.

Historische Schwälmer Weißstickerei und Maschinenspitze

Schwälmer schätzten den Wert von Dingen, die sie kaufen mussten, oft gleich hoch oder sogar höher ein als von selbst handgefertigten Artikeln. So fanden sie es aufwertend, aufwändig und fein bestickten Kissenbezügen, Bettüberwürfen und Türvorhängen maschinell gefertigte Spitze hinzu zu fügen.

Besonders beliebt waren solche Borten – sogenannte „Glockenborten“ – als Randabschlüsse der Stickereien.

Dies waren feine, maschinell hergestellte Spitzenbänder kombiniert mit dicken, kunstvoll verknoteten Fransen.

Ein Türvorhang von 1845 mit einer Kreuzstichkrone,


einer hohen Weißstickereiborte und lichten Musterbändern in der Mitte,


sowie weiteren lichten Musterbändern mit doppeltem Erbslochhhohlsaum zu beiden Seiten bekam eine zusätzliche Verzierung aus maschinell gefertigter Spitze am unteren Rand.


Ein alter Bettüberwurf mit einer prächtigen Schwälmer Krone und aufwändigen Stopfhohlsäumen sowie Einsätzen von Klöppelspitze


erhielt einen Randabschluss aus maschinell gefertigter Spitze.


Auch ein Bettüberwurf von ca. 1860 – sehr individuell und aufwändig bestickt –


erhielt einen maschinell gefertigten Randabschluss.


Weitere herausragende Beispiele feinster Weißstickerei in Verbindung mit maschinell hergestellter Spitze findet man im Schwälmer Dorfmuseum Holzburg, wie dieses Teil von 1839.


Neben den Glockenborten nutzten die Schwälmerinnen auch gern maschinell hergestellte Spitzenbänder als Einsatz zwischen Handstickerei.
Auf dem unten zu sehenden Kissenbezug ist das maschinell hergestellte Spitzenband auf beiden Seiten von Stopfhohlsäumen eingefasst.


Ein Bettüberwurf zeigt eine Kreuzstichkrone, Stopfhohlsäume mit vielen verschiedenen Mustern, eingesetzte maschinell gefertigte Spitze


und zwei unterschiedliche Glockenborten an den Rändern.


Das Schwälmer Dorfmuseum in Holzburg zeigt neben sehr vielen anderen außergewöhnlichen Exponaten einen interessanten Bettüberwurf. Er ist mit Elementen der frühen Schwälmer Weißstickerei aufwändig verziert, mit einer prächtigen Schwälmer Krone versehen und auf das Jahr 1822 datiert.


Zusätzlich wurde er mit einem Einsatz aus maschinell hergestellter Spitze verziert. Der Rand wurde mit maschinell hergestellter Glockenspitze versehen. Freundlicherweise bekam ich die Erlaubnis, diese Bilder auf meinem Blog zu zeigen. Die Ausschnitte können leider nicht die volle Pracht des ausgestellten Stückes wiedergeben. Aber man kann die Schönheit und Einzigartigkeit erahnen. Das kleine, aber feine Museum ist immer einen Besuch wert und freut sich über jeden Besucher, der an Details solch ausgesuchter Arbeiten interessiert ist.