Flächenfüllmuster Nr. 442 („H“ Muster)

In verschiedenen meiner Bücher habe ich viele unterschiedliche Flächenfüllmuster vorgestellt und die Arbeitsweise detailliert beschrieben. Im Unterschied zu den aufliegenden Mustern, die in meinem Buch „Frühe Schwälmer Weißstickerei“ vorgestellt werden, handelt es sich bei den nummerierten Flächenfüllmustern ausschließlich um Durchbruchmuster.

Da sind
10 Flächenfüllmuster in „Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei“ ; weitere
68 in „Limetrosen I“ ; zusätzliche
84 in „Wickelstiche I“ und
79 in „Limetrosen II“ sowie
26 weitere in „Mustertücher `Lichte Muster`“; und nochmal
174 zusätzliche in „Lichte Muster – Stopfstiche“, also
441 unterschiedliche Flächenfüllmuster insgesamt.

Es gibt aber noch sehr viele weitere schöne Durchbruch-Flächenfüllmuster, sei es als einfache Durchbruchmuster, als Limet-Durchbruchmuster oder als Lichte Durchbruchmuster.

In meinen Büchern habe ich – mit Ausnahme des Mustertücher-Buches – immer nur Muster aus einzelnen , in der Schwälmer Weißstickerei angewandten Stichen, gezeigt. Diese Stickerei erfährt ihren Reichtum aber aus immer wieder neuen und anderen Kombinationen dieser einzelnen Stiche miteinander. Die Vielfalt der Musterkombinationen fast unerschöpflich. Es gibt Kombinationen aus

  • Rosenstich und Kästchenstich
  • Rosenstich und Wickelstich
  • Rosenstich, Kästchenstich und Wickelstich
  • Wickelstich und Kästchenstich
  • Wickelstich und Mückenstich
  • Wickelstich und falscher Röserich
  • Röserich
  • Rosenstich und Grundstich
  • Grundstich und Marburger Grundstich
  • Wickelstich und Limetrose
  • Rosenstich und Limetrose
  • Rosenstich und Plattstich
  • Wickelstich und Plattstich
  • Grundstich, Marburger Grundstich und Rosenstich,
  • Waffelstich und Wickelstich

und all diese Kombinationen in immer wieder anderen Anordnungen – gerade oder schräg, treppenartig oder zu Quadraten oder Rhomben zusammengefügt.
Ich bin der Meinung, dass man an die 1000 unterschiedliche Muster zusammentragen könnte.
Probieren wir´s doch einfach mal aus.
Dann und wann werde ich weitere Flächenfüllmuster vorstellen.

Das erste kommt hier. Es ist ein leicht zu arbeitendes Muster und trägt die Nummer 442 (für jedes Muster einen Namen zu finden, wäre schwierig – manche habe aber bereits Namen, und die werden dann auch genannt).

Nr. 442 „H“ Muster
Kategorie: Lichtes Muster mit Grundstichgitter
angewandte Stiche: Stopfstiche über 1 und 3 Kästchen mit Richtungswechsel
Zentrum: Kästchen
Positivmuster zu 443
Lichter Fadenauszug | thread withdrawing cut 2-leave 2

In der Mitte beginnend, werden senkrecht immer abwechseln 2 Fäden gezogen und 2 stehen gelassen. Danach werden auch waagerecht abwechselnd 2 Fäden gezogen und 2 stehen gelassen – am besten unterhalb der oberen Herzspitze beginnend. Das entstandene Fadengitter wird von der Rückseite aus mit Grundstichen befestigt.

Einstopfen des Musters | weaving the patternIn der Mitte des Motivs beginnend, wird das Muster treppenartig in diagonalen Reihen eingestopft.
Mit jedem „H“ wechselt die Stopfrichtung.

vollständig gesticktes Muster | completely embroidered patternMusterreihe wird neben Musterreihe gearbeitet, bis die Fläche vollständig gefüllt ist.

fertiges Muster 442 | finished pattern 442Gewaschen, gestärkt und gebügelt zeigt das fertige Muster seinen Reiz.

Muster 442 auf Lampenschirm | pattern 442 on a lampshadeIn einer größeren Fläche, wie hier in einer Herzkontur auf einem Lampenschirm, kann sich die Wirkung des Musters noch besser entfalten.

Wenn Sie genauere Beschreibungen – z.B. zum Vorbereiten der Flächen, zum Ausziehen der Fäden oder zum Arbeiten des Grundstiches – benötigen, greifen Sie bitte auf mein Buch „Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei“ zurück.
175 weitere Stopfstichmuster finden Sie in meinem Buch „Lichte Muster `Stopfstiche´“.

Konturenmuster: Aufbügeln oder Aufzeichnen?

Weil ich weiß, dass viele Stickerinnen bevorzugen, Konturenmuster mittels eines wasserlöslichen Markierstiftes direkt auf den Stoff zu zeichnen, wollte ich auch diese Methode für die Schwälmer Weißstickerei testen.
Dazu habe ich das Musterblatt auf einem Lichtpaneel mit Klebefilm befestigt. Lichtpaneele (LightPads) sind ideal zum Übertragen der Muster auf den Stoff – ein Tisch mit einer Glasplatte und eine starke Lichtquelle darunter tun genauso ihren Dienst.
Leuchtenpaneel mit Musterblatt | LightPad with the design

Auf 13,5-fädigem Weddigen Leinen markierte ich die Längs- und Querachse des Motivs und legte es über das Musterblatt, sorgfältig darauf achtend, dass die markierten Linien von Musterblatt und Leinen übereinstimmten. In dieser Position befestigte ich auch das Leinen mit Klebefilm.
genaue Positionierung des Leinens | carefully positioning the linen

Mit einem wasserlöslichen Markierstift für Stoff – AQUA-Trickmarker EF – mit extra feiner Spitze
wasserlöslicher Markierstift | water erasable marking pen
extra feine Spitze | extra fine tipbegann ich, die Linien nachzuziehen. Zuerst drückte ich nur sehr leicht auf, mit dem Ergebnis, dass die Farbe nur in leichten Punkten mit unregelmäßigem Abstand auf das Leinen kam. Also drückte ich etwas fester auf. Jetzt erschienen die Linien klar auf dem Stoff – zwar nicht sehr dünn (extra fine), aber auch nicht zu dick. Zuerst zeichnete ich die Herzkontur nach: das Ergebnis war akzeptabel. Dann zeichnete ich die kleinen Bögen. Dabei blieb die Spitze des Stiftes oft zwischen den Gewebefäden hängen, weshalb die Linien ungleichmäßig und ein wenig zittrig wirkten.
Obwohl ich mich bemühte, gelangen nicht alle Bögen so, wie ich es wollte. Oft folgte der Stift ein Stück weit der Fadenrinne und hinterließ eine gerade statt einer gekrümmten Linie.

nachgezeichnete Kontur auf dem Leuchtenpaneel | traced design on the LightPadAuf den ersten Blick, mit der Vorlage und dem Licht darunter, sieht das Ergebnis akzeptabel aus.

nachgezeichnete Kontur | traced designAllein betrachtet und ohne Gegenlicht, sieht die Zeichnung nicht gut aus. Die Bögen sind ungleichmäßig und manchmal gezackt – definitiv nicht glatt gerundet.

Buegel-Abdruck Clover | iron-transfer print CloverZum direkten Vergleich zeige ich hier das aufgebügelte Muster der gleichen Kontur.

Natürlich bin ich in der Lage, einige dieser Unebenheiten beim Sticken auszugleichen, aber nicht alle.
die Farbe wird nicht abgerieben | the colour did not fadeDie Farbe ist kein bisschen verblasst und hat sich auch nicht abgerieben. Es war sehr leicht, den Linien zu folgen.
Nach Beendigung der Stickarbeit habe ich das Stück – nach Anweisung des Hersteller – mit klarem Wasser gewaschen. Sofort war alle Farbe verschwunden; das Bild zeigt das nasse Teil, nachdem ich es nur ganz kurz unter fließendes Wasser gehalten hatte.

sehr schnell und einfach auswaschbar | very easy washable

Dennoch kochte ich das Leinen, um es zum Einlaufen zu bringen. Gestärkt und gebügelt sieht es hübsch aus, aber das geübte Auge erkennt die Ungleichmäßigkeiten.

fertige Arbeit | finished piece

Vielleicht ist die Methode des direkten Aufzeichnens auf den Stoff besser geeignet für feinere Gewebe mit einer glatteren Oberfläche. Für die Schwälmer Weißstickerei mit kleinen Blättern, vielen Spiralen und den Schnürlochbögen würde ich sie nicht empfehlen.

Haben Sie mit dieser Methode Erfahrungen gesammelt, die Sie weitergeben möchten? Dann hinterlassen Sie bitte einen Kommentar.

Bügelmusterstifte im Vergleich

Meine bevorzugte Methode ist das Sticken nach vorgedruckten Linien. Aber nicht für alle Motive kann man solche Vordrucke erhalten und nicht jeder hat die Möglichkeit, an solche Vordrucke zu gelangen. Deshalb muss man manchmal andere Wege gehen.

Eine bewährte Methode, Konturen auf Stoff zu bringen, ist die Übertragung durch Bügelmusterstifte. Nun habe ich mich entschlossen, die gängigen Stifte namhafter Hersteller zu testen.

Ich habe mir drei verschiedene Bügelmusterstifte besorgt:
● DEKA
● Prym
● Clover

Die Firma Prym hat den althergebrachten blauen Bügelmusterstift vor kurzem vom Markt genommen und ihn durch einen roten Stift mit herausdrehbarer Mine ersetzt.

Dieser Test bezieht sich ausschließlich auf die Verwendung reinen Leinens. (Alle drei Hersteller betonen in ihren Artikelbeschreibungen, dass die Stifte nur für die Anwendung auf Naturmaterialien und nicht für Synthetikstoffe geeignet sind. Auch erwähnen alle drei, dass die Stifte nicht für den direkten Auftrag auf den Stoff, sondern nur zum Aufbügeln genommen werden sollten.)
BGELMUSTERSTIFT
Buegelmusterstifte neu | iron-on transfer pencils new

Zwei Stifte spitze ich an, so gut es geht, bei dem dritten drehe ich die Mine ca. 3 mm weit heraus.
BGELMUSTERSTIFT Detail

Auf ein Vorlagenblatt mit einer einfachen Herzkontur lege ich für jeden Test ein Blatt Transparentpapier und sichere es gegen Verrutschen.
Kontur

Dann zeichne ich die Kontur einmal mit jedem Stift nach. Mit Bleistift markiere ich mir die mittlere Längs- und Querachse. Ein Stück weit von der Kontur entfernt notiere ich mir das Fabrikat des Stiftes mittels des jeweiligen Anfangsbuchstabens (P=Prym, D=DEKA, C=Clover).
Zeichnung mit Clover | drawing with Clover
Zeichnung mit DEKA | drawing with DEKA
Zeichnung mit Prym | drawing with Prym

Dabei ist mir „Prym“ einmal abgebrochen und ich habe zweimal ein Stück Mine nachdrehen müssen. Der Stift hat sich also relativ schnell abgeschrieben. Er hinterließ auch einige Krümel.
„DEKA“ hat sich etwas abgeschrieben, „Clover“ kaum , wie der Vergleich „vorher – nachher“ zeigt.
Vergleich vorher-nachher | contrast before and after

Ich habe einen ca. 20 cm breiten Leinenstreifen (13,5 fädiges Weddigen-Leinen) vorbereitet und mir die Längs- und Querachsen für die Plätze der einzelnen Herzen markiert.
markierter Leinenstreifen | marked linen stripe

Das Transparentpapier wird mit der Musterzeichnung nach unten so auf den Stoff gelegt, das die Mittelmarkierungen übereinstimmen. In dieser Position wird das Papier befestigt (bitte keinen Klebstreifen verwenden – dieser würde die Bügelhitze nicht vertragen!)
Transparent

Das Bügeleisen zwischen Mittelhitze und oberster Stufe eingestellt, habe ich die Konturen so oft wie möglich auf den Stoff übertragen.

Von Clover erhielt ich einen guten Abdruck. Der zweite Abdruck wurde – trotz sehr langen Erhitzens – zu schwach, um damit zu arbeiten. Von DEKA erhielt ich drei gute Abdrucke, der vierte war zu schwach, um damit zu arbeiten.
Abdruck Clover | print Clover

Die DEKA-Linien sind erheblich dunkler als die Clover-Linien, was in diesen Bildern leider nicht so deutlich hervortritt.
Abdruck DEKA | print DEKA

Bei Prym musste ich sehr lange – fast bis zum Versengen des Stoffes – bügeln, um einen Abdruck zu erhalten. Dann jedoch wurden es fünf gute Abdrucke. Der sechste war zu schwach, um damit zu arbeiten.
Abdruck Prym | print prym

Was hier nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, sich beim Sticken aber negativ bemerkbar macht, sind die dicken Linien von Clover.

Die jeweils farbstärksten Exemplare habe ich bestickt. Die restlichen Abdrucke habe ich auf eine Fensterbank gelegt, um Sie Tages- und Sonnenlicht auszusetzen. Bereits nach wenigen Stunden waren die Abdrucke von Prym erheblich verblasst, auch die von DEKA haben ein wenig von ihrer Farbkraft verloren, am wenigsten hat der Farbauftrag von Clover gelitten.
Abdruck

Über die Herzlinien habe ich zunächst dichte Knötchenstiche (Vierfachstickgarn Nr. 20) gearbeitet.

(Wie man Knötchenstiche arbeitet, ist sehr detailliert in meinem Buch „Gundlagen der Schwälmer Weißstickerei“ beschrieben. Den Übungsfortschritt beim Sticken solcher Stiche kann man bei Kathy Andrews verfolgen, die gerade dabei ist, sich die Technik der Schwälmer Weißstickerei anzueignen http://www.theunbrokenthread.com/blog/2013/09/25/white-coral-knots-lots-and-lots-and-lots-of-them/ und ein Video, das den Verlauf des Stichs zeigt, sieht man hier:
http://www.needlenthread.com/2008/07/video-tutorial-coral-stitch.html
Allerdings haben Mary Corbet´s Knötchenstiche für die Schwälmer Weißstickerei viel zu große Abstände.)

Knoetchenstiche | CoralKnot stitches

Die Bögen habe ich mit dichten Schlingstichen (Schnürlochbögen) gefüllt.

Hierbei habe ich bei DEKA keinen Farbabrieb feststellen können.
Schlingstiche mit DEKA | Blanket stitches with DEKA

Bei Clover hat sich die Farbe durch die Bearbeitung abgerieben, wie der Vergleich der ursprünglichen Kontur mit der fast vollständig bestickten zeigt.
Vergleich Clover | contrast clover

Bei Prym hatte ich zunächst den Eindruck, dass sich die Knötchenstiche rosa einfärben. Das war jedoch nicht der Fall. Der – für mich verwirrende – rosa Schimmer entstand durch die sehr breiten Konturenlinien.
Schlingstiche mit Prym | Blanket stitches with Prym

Nachdem auch die Kettenstiche und die Flächenfüllmuster gearbeitet waren, habe ich die Teile gewaschen. Eingeweicht und mit Kernseife behandelt, verschwanden alle blauen Linien sehr schnell.
Obwohl Clover in seiner Artikelbeschreibung sagt, die Linien müssten überstickt werden, da sie nicht auswaschbar seien, sind alle Clover-Linien – auch das „C“ verschwunden.

Etwas länger gedauert hat es, die Linien von Prym zu entfernen. Vollwaschmittel und ca. 5 Minuten sprudelndes Kochen haben aber ausgereicht, auch diese Linien weg zu bekommen.
Kochwaesche | boiling in a pot

Am Ende erstrahlten alle drei Herzen in spurenfrei reinem Weiß.
fertiges Stueck | finished piece

Kleines Projekt – eine Willkommens-Tafel

Durch Zufall erhielt ich vor einigen Wochen eine kleine hölzerne Tafel. Sie hatte maschinengestickte Herzen als Dekoration.hoelzerne Tafel | wooden board

Kurz zuvor konnte ich wunderbares, handgewebtes Leinen erwerben – gleichmäßig und von bester Qualität. Mir schwebte vor, zunächst ein kleines Projekt mit diesem Leinen zu verwirklichen, um zu sehen, wie sich der Fadenauszug gestaltet. Und schon war meine Idee geboren: eine individuell gestaltete Tafel zu erhalten, indem ich die maschinengestickten durch meine handgearbeiteten eigenen Muster ersetze. Ähnlich zu der Maschinenstickerei wählte ich eine Herzkontur – das gleiche Muster, das ich schon vielen Damen als „Happel-Herz“ übersandt habe.

Muster Ostertulpe
Muster Netzpatent

Das erste Herz ist mit dem Muster „Ostertulpe (Seite 41 meines Buches „Limetrosen II“) bestickt.
Das zweite Herz ist mit dem Muster „Netzpatent“ (Seite 64 meines Buches „Limetrosen I“) verziert. Es war ein schönes Ein-Tag-Projekt.
Obwohl das Leinen sehr alt war, war es nicht sehr schmutzig. Eine leichte Wäsche war genug. So behielt das Leinen seinen natürlichen Grauton. Das weiße Herz sah sehr hübsch darauf aus. Die Teile wurden gebügelt und nach dem Entfernen der maschinengestickten Teile in den Holzrahmen gespannt. Es war kein Problem, die Stoffteile auszutauschen. Sie waren auf einer hölzernen Platte befestigt und leicht aus dem Rahmen zu nehmen.Rückseite der Tafel | backside of the board

Auch war es einfach, die maschinengestickten Leinenstücke mit einem scharfen Messer von der hölzernen Platte zu trennen.entfernen des ursprünglichen Leinens | removing the old linen

Am Ende erhielt ich – mit wenig Aufwand – ein schönes Teil. Nun schmückt meine individuelle Willkommens-Tafel den Eingang. Ich habe Freude daran und ich glaube, viele andere auch.Willkommenstafel

Mein Enkelkind – ein „Royal“ Baby

Zu meiner großen Freude werde ich einmal mehr Großmutter. Mein Enkelkind entstammt zwar keiner königlichen Familie, aber es ist mir allemal wert, eine Krone zu bekommen – und sei es auch nur eine gestickte. Schon immer war es mein Traum, eine schöne, antike hölzerne Babywiege mit einer prächtigen Weißstickerei auszustatten. Als meine eigenen Kinder geboren wurden, hatte ich dazu keine Zeit. Später hatte ich nicht die richtige Motivation, um ein solches Projekt in Angriff zu nehmen. Also, wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Wiege ist schon da:
Wiege | cradle

Auch habe ich bereits ein Kissen mit herrlich flauschigen, wohlig wärmenden und federleichten Daunen.
Daunen | down

Fehlt nur noch der Kissenbezug. Vielleicht etwas in dieser Art?
Kissenbezug 1 | pillowcase 1

Oder lieber so etwas?
Kissenbezug 2 | pillowcase 2

Nein – nicht ganz so. Blütenweiss und aus feinstem Leinen soll er sein. Eine aufwändige Weißstickerei soll ihn zieren und natürlich eine schöne, goldene Krone und die Initialen sowie die Jahreszahl. Die Stickerei wird nicht ganz bis zum Rand reichen, denn der Randbereich wird kaum zu sehen sein, da er an die Wände der Wiege stößt. Kleine Enten sollten auf alle Fälle Bestandteil des Motivs sein. Bei dem Rest bin ich mir noch nicht ganz schlüssig.

Und die Krone?
Vielleicht wähle ich die Kronenkontur Nr. 22 aus meinem Buch „Schwälmer Kronen“. Klein und sehr schlicht – drei kleine Kinder; eingebettet in schützenden Armen; umgeben von Herzlichkeit und Liebe; und die Sonne scheint auf Alle.
Oder vielleicht doch eine Version aus meinem Buch „Prächtige Schwälmer Kronen„? Da gibt es gleich eine ganze Reihe von Mustern, die mir für ein Kind passend erscheinen. (Beim Betrachten kommt mir die Idee, der Wiege auch einen Himmel zu geben und diesen mit der kleinsten Version von Krone 57 zu schmücken.) Da wäre Krone 7, oder vielleicht Krone 42; Krone 50 erscheint mir auch möglich und Krone 53 wäre schön. Krone 54 erinnert mit dem gebogenen unteren Rand ein wenig an die Wiegenform. – Ach, es gibt zu viele schöne Kronen!
Oder vielleicht doch Krone 35 aus „Schwälmer Kronen“ – der dritte Sproß, der sich zart zwischen den beiden früheren entwickelt, mit Argusaugen behütet und bewacht?
Oh, ich glaube, ich greife doch auf die ganz strenge Form von Krone 80 aus „Schwälmer Kronen“ zurück. Entfernt erinnert sie mich an einen nostalgischen Kinderschlitten, in dem die Kleinen warm und wohlig verpackt die (Winter)Welt erfahren.

Bestimmt gibt es auch in Ihrem Leben ein „royal“ baby!?