Doppelkonturen (10) – Margeritenstiche

Margeritenstiche kann man flexibel und in sehr unterschiedlichen Gruppierungen verwenden, um Motivränder mit Doppelkonturen zu besticken. Hier wurden Margeritenstichpaare zur Zick-Zack-Linie angeordnet.

Man kann sich noch viele weitere Varianten ausdenken. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche
Doppelkonturen (9) – Korallen-Knötchenstiche

Handgewebtes Leinen (F II) im Test

Nach dem Test von Leinen F I habe ich nun den nächsten Leinenballen getestet. Hier ist das Ergebnis.

Das Leinen befindet sich im Originalzustand des Ballens, zu dem es nach der Fertigung vernäht wurde. Es hat glatte Webkanten.

Am Anfang und Ende des Ballens müssen ca. je 100 cm abgeschnitten werden, da das Leinen dort zu sehr verzogen ist.
Das Leinen ist 80 cm breit – eine für handgewebtes Leinen sehr flexibel verwendbare Breite.
Es fühlt sich relativ weich an, ich würde den Griff soft nennen.

Das Leinen zeigt wenig Liegeschmutz an der Falte und meist leichtere Flecken über die gesamte Fläche.

Bei einer kurzen Waschprobe verschwanden all diese Verschmutzungen.

Das Gewebe ist dicht, die verwendeten Fäden unterschiedlich dick. So zähle ich 16 bis 18 Kettfäden und 14 bis 16 Schussfäden pro Zentimeter.

Im Vergleich zu Leinen F I – hier in der linken Hälfte im großen Quadrat im unteren Bild – sind die Zwischenräume zwischen den Fäden größer.

Meist sind die Fäden klar voneinander abgegrenzt – ein Zeichen, dass sie sich gut ausziehen lassen.

es gibt aber auch Stellen mit Verfilzungen, allerdings sind sie relativ gering.

Hin und wider findet man Fadenverdickungen und auch kleine Webfehler.

Sowohl Kett- als auch Schussfaden haben sich gut und ohne zu reißen ausziehen lassen.

Um das Leinen beim Sticken zu testen, wird ein kleines Motiv (10 cm x 9 cm) aufgebügelt und bestickt.

Das Sticken gestaltet sich sehr angenehm – das Leinen liegt gut in der Hand und die Nadel gleitet leicht durch den Stoff.

Obwohl das Leinen nicht ganz so dicht gewebt ist wie Leinen F I, lassen sich die Stiche relativ exakt platzieren.

Der Fadenauszug in den Motivflächen gelang gut.

Das Limet-Fadengitter erscheint trotz der unterschiedlichen Gewebefadendicke relativ gleichmäßig.

Man kann in die vergleichsweise kleine Herzfläche von 4 cm Breite doch viele schöne Füllmuster sticken.

Die kleine Stickerei kommt auf dem Leinen gut zur Geltung.

Alle Flecken sind restlos verschwunden. Die Fadenverdickungen stören das Gesamtbild nicht. Eine etwas unregelmäßige Struktur ist typisch für handgewebtes Leinen und macht den Reiz des Gewebes aus.

Allerdings ist das Leinen in Kettrichtung um ca. 3,5 % geschrumpft, während es in Schussrichtung die gleiche Breite behalten hat.

Dieses Leinen, getestet und für gut befunden, verkaufe ich für 20,00 €/Meter. Bitte senden Sie mir bei Interesse eine E-Mail.

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Doppelkonturen (9) – Korallen-Knötchenstiche

Eine weitere Möglichkeit, Motivränder durch Doppelkonturen hervorzuheben, ist das Sticken benachbarter Reihen von Korallen-Knötchenstichen.

Diese Variante findet man in vielen überlieferten Modellen vom Ende des 18. Jahrhunderts an.

Auf einer dicht bestickten Miederärmelborte wurden viele Motive mit dieser Alternative gestaltet.

Die Detailfotos zeigen,

dass oft auch eine Reihe Kettenstiche mit dickem Garn innerhalb der Korallen-Knötchenstiche gearbeitet wurde.

Diese sorgen nicht nur für einen sauberen Abschluss der Füllmuster, sondern betonen den Rand zusätzlich.

Es finden sich aber auch Beispiele, in denen die Korallen-Knötchenstich-Doppelreihe die einzige Randverzierung bildet.

Manchmal wird auch nur ein Teil der Motivrandes in dieser Art verziert. Die übrigen Ränder erhalten eine andere Gestaltung, wie hier mit Schlingstichen und – rechts daneben teilweise zu sehend – umwickelten Spannstichen „Kerrercher-Schlängchen“

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche
Doppelkonturen (8) – Kettenstich-Variationen

Doppelkonturen (8) – Kettenstich-Variationen

Bei großen Motiven wird der Rand oft mit Doppellinien in mehr oder weniger breitem Abstand gestaltet.
Kettenstiche sind sehr gut geeignet, um den schmalen Platz zwischen zwei solcher Linien zu füllen. Sie sind leicht zu sticken, sehr flexibel und variantenreich. Durch die Verwendung unterschiedlicher Garnstärken und die Wahl der Stichlänge kann man viele Abwandlungen erzielen. Achten Sie bei den folgenden Bildern besonders auf diese beiden Merkmale.

In einer Paradekissenborte von 1814 finden sich ganz einfach zwei nebeneinandergesetzte Reihen Kettenstiche um den Rand des Motivs.

Kettenstiche, jeweils dicht innerhalb der Korallen-Knötchenstiche gestickt und mit unbearbeitetem Platz dazwischen,

ergeben eine schlichte Randverzierung.

Eine einzelne Reihe Kettenstiche in der Mitte zwischen den Korallen-Knötchenstichen

füllt die freie Fläche.

Breite Kettenstiche, bei denen Ein- und Ausstich nicht in einem Punkt, sondern in etwas Abstand nebeneinander liegen,

ergeben ein anders Bild.

Eine ähnliche Wirkung erzielt man mit gekreuztem Kettenstich.

Dabei treffen Ausstich des einen Kettengliedes mit Einstich der folgenden Schlaufe aufeinander.

Abwechselnd werden die Arbeitsfäden zu Schlaufen nach links und nach rechts gelegt.

Der gekreuzte ist fülliger als der breite Kettenstich.

Mit ihm lassen sich auch breite Stängel wirkungsvoll arbeiten. Durch Garnstärke, Stichbreite und -länge kann man hier besonders gut variieren.

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche
Doppelkonturen (7) – Waffelstiche

Doppelkonturen (7) – Waffelstiche

Viele Entwürfe mit großen Motiven gestalten deren Rand mit Doppellinien in mehr oder weniger breitem Abstand. Ein solcher Entwurf enthält ein in einem großen Herz platziertes kleineres Herz. Dessen Füllmuster besteht auch aus Waffelstichen.

So bietet es sich an, Waffelstiche auch zwischen die Konturenlinien des großen Herzens zu arbeiten. Der Abstand der Linien ist groß genug, um zwei Reihen Stickstiche aufzunehmen.

Man beginnt zweckmäßigerweise an einer Spitze und stickt die erste Reihe über die Hälfte der freien Fläche.

Die zweite Reihe wird der Form angepasst dagegengesetzt.

Auf diese Weise entsteht eine hübsche Randverzierung.

Sie schmückt eines der „Tanzeckenmuster“ am Rand einer Tischdecke,
Die Tanzeckenquadrate sind sehr abwechslungsreich gestaltet und bieten sich für vielerlei Gebräuche an.

Siehe auch:
Doppelkonturen (1) – Freie Flächen
Doppelkonturen (2) – Umwickelte Spannstiche
Doppelkonturen (3) – Umwickelte Hexenstiche
Doppelkonturen (4) – Bouillonknoten
Doppelkonturen (5) – Bouillonstiche
Doppelkonturen (6) – Schlingstiche