Die Stickerei der Mitteldecke ist fast abgeschlossen. Die „Sonnenblumen“ erhielten einen Rand aus 2kurz-2lang-Stichen und – ebenso wie die kleinen Kreise – unterschiedliche Füllungen. Die Einzelheiten kann man den folgenden Bildern entnehmen.
Der Saum wurde mit einfachem Hohlsaumstich befestigt und steht mit seiner Schlichtheit im Kontrast zur aufwändigen Stickerei. Dann standen die benötigten Arbeitsstunden fest und wurden mit ein paar Stichen auf der Decke festgehalten.
Die Decke wurde über Nacht in klarem Wasser eingeweicht, um die blaue Druckfarbe aufzuweichen. (Aus handgewebtem Leinen lassen sich die aufgedruckten Linien oftmals leichter auswaschen als aus industriell gefertigtem Leinen, aber auf dem nassen Gewebe kann man die blauen Spuren deutlich erkennen.)
Mit fester Kernseife – früher habe ich oft flüssige verwendet –
wurde die Stickerei von beiden Seiten satt eingeseift. So blieb die Decke über zwei weitere Nächte liegen.
Dann kam sie in einen großen Topf mit Wasser und Vollwaschmittelzusatz. Die Brühe wurde zum Kochen gebracht und das Gewebe darin für ca. 5 Minuten unter ständigem Bewegen gekocht.
Danach war die blaue Farbe vollständig verschwunden – ohne große Mühe und ohne rubbeln!
Die Decke wurde gespült, getrocknet und gebügelt. Die Stickerei erscheint in ihrer ganzen Schönheit.
Auf einer relativ kleinen Decke konnten nahezu 50 Musterungen verwirklicht werden. Allerdings war das verwendete Leinen mit 20 Gewebefäden pro Zentimeter sehr fein.
Der Entwurf mit seinen vielen kleinen Flächen eignet sich daher besonders gut zur Gestaltung in der Art der frühen Schwälmer Weißstickerei, die ohne Fadenauszug auskommt.
Mitteldecke MJ2 (2)
Mitteldecke MJ2 (3)
Mitteldecke MJ2 (4)
Mitteldecke MJ2 (5)






























































