Flächenfüllmuster Nr. 473

Nr. 473
Kategorie: Limet-Muster
angewandte Stiche: Rosenstiche sowie Wickelstiche über 1 Kästchen in der Breite und 3 Kästchen in der Höhe
mittlere Längsachse: 3-er Fadenbündel (in anderen Konturformen: Mitte = Kästchen)

Dies Muster ist Muster „472“ sehr ähnlich, aber nach der Wäsche bekommt es sein eigenes, sehr spezielles Aussehen. Weil Rosenstiche Gewebefäden zusammen bündeln und weil es schwierig ist, zwischen zusammen gebündelte Fäden einzustechen, wird diesmal mit den Wickelstichen begonnen.
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In das vorbereitete Limet-Fadengitter wird zunächst ein Wickelstich-Raster gearbeitet. In der oberen Mitte beginnend – damit sich das Muster im oberen Teil des Motivs voll entfalten kann – werden treppenartig 3-er Wickelstichblöcke aus Wickelstichstangen mit 9 Stichen (3 Kästchen) in der Höhe und über 1 Kästchen (3 Fäden) in der Breite gearbeitet, ohne die Stickrichtung nach jedem Block zu wechseln.
Die 3-er Wickelstichblöcke werden schachbrettartig über die gesamte Fläche verteilt.
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Rosenstiche werden in diagonalen Reihen in die verbliebenen Quadrate gearbeitet
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um ein Raster aus Rosenstichen zu erzielen. Die Rosenstiche der kreuzenden Reihen greifen dabei teilweise ineinander, sodass versetzt und mit dem Abstand eines einzelnen Rosenstiches Rosenstichblöcke aus 2 x 2 Stichen entstehen.
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Gewaschen, gestärkt und gebügelt entfaltet das Muster seinen endgültigen Charme.
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Dieses Beispiel wurde auf 13,5-fädigem Leinen gestickt. Für beide, die Wickelstiche und die Rosenstiche, wurde Vierfachstickgarn Nr. 20 verwendet.
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Besonders beim seitlichen Blick auf dieses Muster ist dessen spezielle Wirkung zu erkennen.

Ein Schwälmer Konturenmuster in zwei Ausführungen (7)

Zum Füllen der Räume zwischen den Motiven wurden – wie in der Schwälmer Weißstickerei üblich – unterschiedliche Gestaltungselemente eingesetzt. Kleine Blüten, gerundete Blätter und Spiralen wechseln sich ab. Bei all diesen Gestaltungselementen gibt es wenig Spielraum für Variationen.
Daher unterscheiden sich die beiden Läufer in diesen Punkten auch nur in der Auswahl der Garnstärken.
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Bei dem ovalen Läufer wurden die Knötchenstiche mit Vierfachstickgarn Nr. 20 gearbeitet.
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Bei dem rechteckigen Läufer wurde Vierfachstickgarn Nr. 16 dafür verwendet.
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Für den kurzen Stiel mit Blüten und Blättern wurde beim ovalen Läufer Viefachstickgarn Nr. 20 für die Knötchenstiche und Nr. 25 für die Schlingstiche eingesetzt.
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Bei dem rechteckigen Läufer wurden die Blättchen nicht mit Schlingstichen, sondern mit Plattstichen gearbeitet. Verwendet wurde Vierfachstickgarn Nr. 16 für die Knötchenstiche und Nr. 20 für die Plattstiche und die Schlingstiche.
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Das gleiche gilt auch für die übrigen Stiele mit Blättchen und Blüten.
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Beim ovalen Läufer wurde Viefachstickgarn Nr. 20 für die Knötchenstiche und Nr. 25 für die Schlingstiche eingesetzt.
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Bei dem rechteckigen Läufer wurden die Blättchen nicht mit Schlingstichen, sondern mit Plattstichen gearbeitet. Verwendet wurde Vierfachstickgarn Nr. 20 für die Knötchenstiche und Nr. 25 für die Plattstiche und die Schlingstiche.
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Den Anfangsteil dieser Serie finden Sie hier.
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Dieser Vergleich zweier Stickereien mit dem gleichen Konturenmuster zeigt, wie groß die Spielräume sind, die man in Bezug auf Garnstärken, Stichanwendung, Flächenfüllmuster und Randgestaltung nutzen kann. Diese breite Palette der Möglichkeiten macht Schwälmer Weißstickerei so einzigartig und die Beschäftigung mit ihr so spannend und interessant.

Schwälmer Tracht – Die Röcke (2)

Die Röcke der Schwälmerinnen wurden am unteren Ende mit Bändern eingefasst. Für die Feiertagsröcke der „stolzen“ Schwälmer Tracht gab es ganz verschiedene Variationen. Und es gab eine klare Festlegung in der Reihenfolge der verschiedenen Bandarten. Die Bänder wurden in der Schwalm „Schnur“ genannt.

Da ist zuerst ein Band aus einem gechintzten Stoff zu nennen, der aus England bzw. Indien bezogen wurde. In der Schwalm trug er den Namen „Tamis“, „Dames“ oder auch „Damest“. (Ab ca. 1900 wurden diese Bänder nicht mehr gehandelt, so dass man später auf Samtbänder auswich.) Hierbei handelte es sich um ein einfarbiges, leinenbindiges Baumwollgewebe mit starkem Glanz. Diesen verwendete man in rot, grün, blau (violett) und schwarz – passend zur jeweiligen Trachtengarnitur.

Zur roten Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur grünen Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur grünen Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur blauen Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur blauen Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur schwarzen Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Zur schwarzen Tracht gehöriger, mit Damest eingebördelter 1. Rock

Der unterste Rock war mit diesem Damest ca. 2 cm breit eingefasst. Je nachdem, wieviele Röcke übereinander getragen wurden – junge Frauen mussten durch die Anzahl der Röcke ihr Vermögen offenbaren, ältere Frauen trugen weniger Röcke – waren noch zwei bis drei weitere Röcke auf diese Weise „eingebördelt“.

Darüber wurden ein bis zwei Röcke mit „prahlerischer“ – also bunter – Schnur getragen. Sie waren nur schmal mit dem einfarbigen Damest eingefasst und daran anschließend mit einer bunten Seidenschnur verziert.

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 8 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 8 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 8 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 8 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 4 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 4 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur grünen Tracht gehöriger, mit grünem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur grünen Tracht gehöriger, mit grünem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur blauen Tracht gehöriger, mit blauem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur blauen Tracht gehöriger, mit blauem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Die beiden oberen Bilder zeigen – auch wenn es geringe Farbabweichungen gibt – dass z. B. eine blau-güne Borte sowohl zur einen als auch zur anderen Tracht verwendet wurde. Entscheidend war die Farbe der Damest-Einfassung.
Zur blauen Tracht gehöriger, mit blauem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Zur blauen Tracht gehöriger, mit blauem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur verzierter Rock

Die bunt gewebten Seidenbänder erscheinen in einer breiten Palette verschiedener Musterungen.
Hier kann ich nur ein paar Beispiele zeigen. In einem weiteren Beitrag werde ich später einmal ausführlicher speziell auf diese gewebten Bänder eingehen.

Über den Röcken mit den bunt gewebten Seidenbändern wurden ein bis zwei „einzeln geschlangte“ Röcke getragen. Dazu wurde ein schmales Seidenband zickzackförmig auf eine Streifen Damest oder breites Seidenband genäht.

Zur roten Tracht gehöriger, einfach geschlangter und 6 cm hoher Rockbesatz auf rotem Damest

Zur roten Tracht gehöriger, einfach geschlangter und 6 cm hoher Rockbesatz auf rotem Damest

Zur roten Tracht gehöriger, einfach geschlangter und 6 cm hoher Rockbesatz auf grünem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Zur roten Tracht gehöriger, einfach geschlangter und 6 cm hoher Rockbesatz auf grünem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Über den „einfach geschlangten“ Röcken wurde ein weiterer Rock, der mit einem besonders wertvollen Band – einer goldplattischen Schnur – verziert war, getragen. In diese speziellen Bänder waren gold- oder/und silberfarbene Metallfäden eingewebt.
Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur mit eingewirkten Gold- und Silberfäden verzierter Rock

Zur roten Tracht gehöriger, mit rotem Damest eingefasster und mit einer 6 cm hohen Seidenschnur mit eingewirkten Gold- und Silberfäden verzierter Rock

Über dem Rock mit goldplattischer Schnur wurde ein Rock mit „doppelt geschlangter“ Schnur getragen. Dazu wurden zwei schmale Seidenbänder – meist in verschiedenen Farben – zickzackförmig gelegt und versetzt auf Damest und Seidenschnur aufgenäht.
Zur roten Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf rotem Damest

Zur roten Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf rotem Damest

Zur blauen Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf blauem Seidenband. Der Rock ist mit blauem Damest eingefasst.

Zur blauen Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf blauem Seidenband. Der Rock ist mit blauem Damest eingefasst.

Zur roten Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf rotem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Zur roten Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf rotem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Reiche Frauen hatten noch einen ganz „stolzen“ Rock – den „dreifach geschlangten“ -, der mit drei schmalen Seidenbändern verziert war. Diese wurden zickzackförmig auf Damest oder Seide aufgenäht.
Zur roten Tracht gehöriger, dreifach geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf rotem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Zur roten Tracht gehöriger, dreifach geschlangter und 8 cm hoher Rockbesatz auf rotem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Über diesem Rock wurde dann nochmals ein doppelt geschlangter Rock getragen, bevor es zum obersten Rock kam. Dieser oberste Rock war am prahlerischsten – er hatte ein geschlangtes Band und eine bunte Schnur.
Zur roten Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und mit einem zusätzlichen Seidenband ausgestatteter Rockbesatz auf rotem Damest.

Zur roten Tracht gehöriger, doppelt geschlangter und mit einem zusätzlichen Seidenband ausgestatteter Rockbesatz auf rotem Damest.

Zur roten Tracht gehöriger, fünffach geschlangter und 14 cm hoher Rockbesatz auf rotem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Zur roten Tracht gehöriger, fünffach geschlangter und 14 cm hoher Rockbesatz auf rotem Seidenband. Der Rock ist mit rotem Damest eingefasst.

Der Schlussrock zeigte nur wenige Millimeter Farbe. Es war mit Damest in der zur jeweiligen Tracht gehörigen Farbe bestossen. Das entsprechende Band war am Innensaum des Rockes ca. handbreit/10 cm zu sehen.
Zur roten Tracht gehöriger Schlussrock

Zur roten Tracht gehöriger Schlussrock

Zur grünen Tracht gehöriger Schlussrock

Zur grünen Tracht gehöriger Schlussrock

Zur blauen Tracht gehöriger Schlussrock

Zur blauen Tracht gehöriger Schlussrock

All diese Farben und all diese Pracht inspirierten viele Maler, die Tracht in ihren Bildern festzuhalten. Hier zu sehen ist Carl Bantzer´s (1857 – 1941) „Schwälmer Tanz“, entstanden in 1898.
Das Gemälde ist im Besitz der Philipps Universität, Marburg (Museum für Kunst und Kulturgeschichte Marburg, Biegenstraße 11, D-35032 Marburg) und kann virtuell betrachtet werden.
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Flächenfüllmuster Nr. 472

Nr. 472
Kategorie: Limet-Muster
angewandte Stiche: Rosenstiche sowie Wickelstiche über 1 Kästchen in der Breite und 1 bzw. 3 Kästchen in der Höhe
mittlere Längsachse: 3-er Fadenbündel (in anderen Konturformen: Mitte = Kästchen)

In das vorbereitete Limet-Fadengitter (1 Faden ausziehen, 3 Fäden stehen lassen) wird zunächst ein Raster aus Rosenstichen gearbeitet. Die Rosenstiche der kreuzenden Reihen greifen dabei teilweise ineinander, sodass versetzt und mit dem Abstand eines einzelnen Rosenstiches Rosenstichblöcke aus 2 x 2 Stichen entstehen.
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Dazu wird in der unteren Mitte zunächst ein Quadrat aus 2 x 2 Rosenstichen gearbeitet. (Werden Rosenstiche wie hier in geraden Reihen gearbeitet, überlappen Teile benachbarter Stiche.)
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Hat man aber eine Kontur, in der man ein Achteck genau im Zentrum platzieren will – beispielsweise einen Kreis – kann man den Musteraufbau auch folgendermaßen beginnen:
Der Limetfadenauszug wird so vorgenommen, dass in der Mitte der Fläche ein Kästchen stehen bleibt.
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In das entstandene Rosenstichraster stickt man Wickelstiche.
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In jedes Achteck wird ein Block aus 3 – 9 – 3 Wickestichen platziert.
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Gewaschen, gestärkt und gebügelt entfaltet das Muster seinen endgültigen Charme. Dieses Beispiel wurde auf 17-fädigem, altem handgewebtem Leinen mit Vierfachstickgarn Nr. 20 ausgeführt.
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Ein Schwälmer Konturenmuster in zwei Ausführungen (6)

Seitlich der Längsachse finden sich drei verschiedene kleinere Motive – eine Tulpe und zwei Kreisformen. Die erste Kreiskontur (hier etwas vergrößert dargestellt) soll mit dem Muster „2 kurz – 2 lang“ umgeben werden.
Bild_36Bei dem ovalen Läufer wurde „2 kurz – 2 lang“ weitgehend den Linien folgend mit zu dünnem Garn ausgeführt. Die Umrandung erscheint dadurch etwas mager.
Die Kreisfläche wurde mit dem Limetmuster „Limetrosen“ (Limetrosen I, Seite 27) verziert.

Verwendet wurde Vierfachstickgarn in folgenden Stärken: Nr. 20 für die Knötchenstiche, Nr. 25 für die Plattstiche und Nr. 30 für die Kettenstiche und das Flächenfüllmuster.
Bild_37Bei dem rechteckigen Läufer wurden die Umrandungsstiche mit dickerem Garn ausgeführt und die Stiche dichter gesetzt.

Die Kreisfläche wurde mit dem Limetmuster „Kleines Ochsenaugenraster“ (Limetrosen I, Seite 15) verziert.

Verwendet wurde Vierfachstickgarn in folgenden Stärken: Nr. 16 für die Knötchenstiche, Nr. 20 für die Plattstiche und Nr. 25 für die Kettenstiche und das Flächenfüllmuster.
Bild_38Die zweite Kreiskontur (hier stark vergrößert dargestellt) soll mit dem Bögen umgeben werden.
Bild_39Bei dem ovalen Läufer wurden die Bogenlinien mit Knötchenstichen überdeckt. Innen wurden Kettenstiche neben die Knötchenstiche getickt. Die verbliebenen Flächen wurden frei gelassen.

Die Kreisfläche wurde mit dem Limetmuster „Rosenstiche“ (Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei, Seiten 50 – 52) verziert.

Verwendet wurde Vierfachstickgarn in folgenden Stärken: Nr. 20 für die Knötchenstiche und Nr. 30 für die Kettenstiche und das Flächenfüllmuster.
Bild_40Bei dem rechteckigen Läufer wurde die Umrandung als „geschnürte Bögen“ (Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei, Seite 24) ausgeführt,

die Kreisfläche mit dem lichten Muster „Doppelkreuze – in geraden Reihen“ (Mustertücher `Lichte Muster´, Seiten 46 und 47) verziert.

Verwendet wurde Vierfachstickgarn in folgenden Stärken: Nr. 16 für die Knötchenstiche und das Flächenfüllmuster, Nr. 20 für die Schlingstiche und Nr. 25 für die Kettenstiche.
Bild_41Die Kontur der kleinen Tulpe sieht folgendermaßen aus:
Bild_42Bei dem ovalen Läufer wurden alle Linien mit Knötchenstichen überdeckt. Die äußeren Konturteile wurden mit Plattstichen gefüllt. Die anschließenden Flächen wurden frei gelassen.

Das Mittelteil der Tulpe wurde mit dem Limetmuster „Gefieder“ (Limetrosen I, Seite 9) verziert.

Verwendet wurde Vierfachstickgarn in folgenden Stärken: Nr. 20 für die Knötchenstiche, Nr. 25 für die Plattstiche und Nr. 30 für die Kettenstiche und das Flächenfüllmuster.
Bild_43Bei dem rechteckigen Läufer wurden ebenfalls alle Linien mit Knötchenstichen überdeckt. Die äußeren Konturteile wurden ebenfalls mit Plattstichen gefüllt. Die anschließenden Flächen wurden mit Kettenstichen umgeben und in der Mitte frei gelassen.

Das Mittelteil der Tulpe wurde mit dem Limetmuster „Marburger Grundstich“ (Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei, Seiten 39 und 40) verziert.

Verwendet wurde Vierfachstickgarn in folgenden Stärken: Nr. 16 für die Knötchenstiche, Nr. 20 für die Plattstiche und Nr. 25 für die Kettenstiche und das Flächenfüllmuster.
Bild_44Den Anfangsteil dieser Serie finden Sie hier.
Den vorhergehenden Teil dieser Serie finden Sie hier.