Band für einen Wäschebehälter
Wäschebehälter: fertiger Sack mit einem Durchmesser von 42 cm und einer Höhe von 57 cm
Leinen: 13,5-fädig, Zuschnitt ca. 25 cm x 145 cm
Garn: Vierfachstickgarn Nr. 16 für die Knötchenstiche; Nr. 20 für die Stopfstiche des Füllmusters, für die Schlingstiche und die Plattstiche der Blätter; Nr. 30 für Kettenstiche, die Wickelstichstangen des Füllmusters, die Grundstichgitter (in den Tulpen wurde 1 Faden gezogen und 2 Fäden wurden stehen gelassen) und den Erbslochhohlsaum; 2 Fäden des 6-fädigen Sticktwists für die Plattstiche in den Tulpen.
Design: Nr. 18 in der Größe 9 cm x 9,62 cm
Füllmuster: „Nr. 37“ (Lichte Muster `Stopfstiche´)



Hülle für ein Flachgeschenk
beispielsweise eine Einladung an Stickfreundinnen zum Adventskaffee, eine kleine Tafel Schokolade, eine CD ….
Leinen: 13,5-fädig
Garn: Vierfachstickgarn Nr. 16 für die Knötchenstiche; Nr. 25 für die Plattstiche der Blätter und die Sternchen; Nr. 30 für die Kettenstiche und das Füllmuster.
Design: Nr. 22 in der Größe 9 cm x 9 cm
Füllmuster: „SchneeAchtStern“ (Sterne) und Rosenstiche








Bild
Leinen: 20-fädig, Zuschnitt ca. 18 cm x 24 cm
Garn: Vierfachstickgarn Nr. 20 für die Knötchenstiche; Nr. 25 für Plattstiche und Schlingstiche; Nr. 30 für Kettenstiche, das Füllmuster und den Erbslochhohlsaum.
Design: Nr. 15 in der Größe 8 cm x 11,26 cm
Füllmuster: abwechselnd eine Reihe „Kleiner Reißverschluss“ (Wickelstiche) und zwei Reihen Wabenstiche (Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei)
Zubehör: aufbügelbare Vlieseline, ein kleiner Holzrahmen, ein kleiner Haken, eventuell Dekoration
Wenn man den S-Haken in den Erbslochhohlsaum einhängt, kann man ein Ganzjahres-Bild leicht in ein “Türchen” für einen Adventskalender verwandeln.
Zur weiblichen Festtagstracht der Schwalm gehörten neben den dunklen auch weiße Schürzen. Diese waren allerdings den Mädchen bis zur Heirat vorbehalten und wurden an hellen, warmen Tagen zum weißen Mieder und der roten Tracht getragen.
1942 veröffentlichte Heinrich Metz (1897 – 1973) einen Artikel über die textile Aussteuer einer Schwälmer Braut. Darin hieß es bezüglich der Schürzen:
Die weißen Schürzen waren vom Zuschnitt her den dunklen Schürzen sehr ähnlich. Allerdings waren sie viel aufwändiger gearbeitet. So wurden die beiden Leinenbahnen, die man für die Weite der Schürze benötigte, wenn kein Leinen ist der benötigten Breite zur Verfügung stand, meist mit einer Ziernaht zusammengehalten.
Die Schürzenbunde waren mit feinster Weißstickerei und Nadelspitze am oberen Rand verziert.
Der Verschluss durch Haken und Öse wurde mit vergoldeten Schließen überdeckt.
Oft waren im oberen, glatten Mittelbereich zwischen den Faltenpartien die Initialen der Trägerin und kleine Ornamente in farbigem Kreuzstich eingestickt.
Manchmal war auch die Jahreszahl der Herstellung vermerkt.
Ganz besonders aufwändige Exemplare hatten noch zusätzliche Weißstickerei im oberen Bereich der
glatten Partien, wie hier an der Seite unterhalb des Schürzenbundes
oder in der Mitte unterhalb des Schürzenbundes
Die Partien zwischen den glatten Bereichen waren fein gefältelt.
Es gab Schürzen mit durchbrochenen Mustern
und solche mit auf dem Stoff aufliegenden Mustern, wie hier in Herz-
und Kreismotiv zu sehen.
Am häufigsten waren allerdings die mit Plattstichen ausgeführten schmalen Börtchen
in sehr unterschiedlichen Ausführungen,
und die in Knötchenstichen und Plattstichen ausgeführten Musterungen.
Konturenvorlagen für solch kleine Börtchen kann man in meiner Publikation Schlängchen & Co in großer Anzahl finden.
Auch die Nadelspitzen waren unterschiedlich aufwändig gearbeitet.
Neben sehr schlichten Ausführungen
arbeitete man oft auch mehrreihige Nadelspitzen mit Pyramidenzäckchen und unterschiedlichen Pikots.
Eine ausführliche Beschreibung der Arbeitsweise von Nadelspitze, Pyramidenzäckchen und Pikots kann man in meiner Publikation Schwälmer Nadelspitzen – leicht gestickt finden.
Nicht zuletzt die adrette weiße Schürze – natürlich in Verbindung mit schwarzen Röcken und schwarzer Weste, weißem Mieder, den roten Rocksäumen und dem roten Käppchen – machte die Tracht populär und als Rotkäppchen-Tracht weithin bekannt.

Die Betrachtung dieses ganz besonderen Tischläufers lässt mein Herz jedes mal höher schlagen.
Das gelungene Konturenmuster wurde wohl von Frau Schäfer nach alten Vorbilder/Vorlagen entworfen und über Volkshochschulkurse weiterverbreitet. Frau Irmgard Mengel hat dieses Muster perfekt gestickt.
Auf dem sehr feinen Leinen kommen die „alten“ Muster in Verbindung mit der Hochstickerei besonders gut zur Geltung.
Obwohl die frühe Schwälmer Weißstickerei keine Durchbruchmuster kennt,
ist die Mustervielfalt dieser reizvollen Technik doch ganz beachtlich. Viele gut geeignete Füllstiche sind in meiner Publikation Frühe Schwälmer Weißstickerei zu finden.
Neben viele Schlingstichmusterungen und umschlungenen Stichen
kommen Kettenstiche in vielen Formationen und Plattstiche zum Einsatz.
Beeindruckend ist die Gleichmäßigkeit der Stiche
und die Perfektion der Blätter.
Ein beeindruckendes Beispiel exzellenter Stickkunst und ein Gesamtbild, das begeistert!
Wenn Sie sich selbst einmal an dieser Technik probieren wollen, können Sie sich gern an Frau Mengel wenden (Tel.: 05651 40684). Sie druckt das Muster auf.
Übrigens: Frau Mengel hat soeben erneut ein wunderschönes Muster entworfen. Der weihnachtliche Kranz mit Tannengirlande, Glocken, Sternen und Herzen ist wahrhaftes „Zuckerwerk“ und wird sicherlich auch Sie entzücken.
Das Kranzmotiv hat einen Außendurchmesser von ca. 40 cm. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Mengel.








