Wie arbeitet man einen Lampenschirm?

Will man einen kleinen Lampenschirm fertigen, wie im vorhergehenden Beitrag gezeigt, benötigt man zu aller erst ein Gestell. Das Drahtgestell sollte eine möglichst schlichte Form aufweisen. Achteckige Gestelle eignen sich besonders gut. Sie sehen schön aus, sind stabil und die Drähte können von den Nähten des Schirmes überdeckt werden. Dadurch fallen sie nicht störend auf.

Das Drahtgestell muss ummantelt sein. Die Ummantelung darf keine Beschädigung aufweisen.
Denn entstehender Rost – auch in nur winzigen Partikeln, schädigt das Leinen und lässt sich nicht mehr entfernen.

Auch sollte man sich nach einem passenden Lampenfuß umschauen.
Lampe2_1Für den Lampenschirmbezug muss man nun einen Schnitt herstellen. Da die Form leicht geschwungen ist, ist es am besten, Papier gegen die Form zu legen, mit Filmstreifen zu befestigen und dann außen entlang der jeweiligen Segmente mit Bleistift Linien zu ziehen.
Lampe2_2Die markierten Teile werden ausgeschnitten und noch einmal gegen die entsprechenden Segmente des Drahtgestelles gehalten, um zu sehen, ob sie auch wirklich passen.
Lampe2_3Das Leinen für Lampenschirme sollte dicht gewebt sein. 16-fädiges Weddigen Leinen ist geeignet, altes, handgewebtes Leinen ist noch besser.

Das Leinen muss vor dem Zuschneiden gekocht werden, um einzulaufen. Setzt man es dem Schrumpfungsprozess erst nach Fertigstellung des Lampenschirmbezuges aus, so wird er nur schwer auf das Gestell zu ziehen sein.

Da die einzelnen Teile recht schmal sind und es nicht möglich sein würde, sie ohne großen Stoffverlust in einen Rahmen spannen zu können, markiert man zunächst alle 8 Teile auf dem Leinen. Die Seiten sollten jeweils 0,5 cm Nahtzugabe erhalten. Am oberen Rand gibt man 4 cm zu (für den Einschlag mit 1,5 cm breitem Saum + 0,5 cm Saumeinschlag). Am unteren Rand wählt man den Einschlag etwas breiter (abhängig von der Größe des Schirmes. Hier wurden 4,5 cm zugegeben (für den Einschlag mit 1,5 cm breitem Saum + 0,5 cm Saumeinschlag). Die einzelnen Teile erhalten einen geringen Abstand zueinander. Links außen und rechts außen wählt man den Abstand so groß, dass man die Stickerei noch bequem in einen Rahmen spannen kann.
Lampe2_4Man markiert auch die mittleren Längsachsen und die späteren Nahtstellen. Man zeichnet passende Motive auf und bestickt die Teile nach Wunsch..

Nach Fertigstellung der Stickerei werden die Teile zugeschnitten. Die seitlichen Kanten werden gegen ausfransen gesichert. Die Längsnähte werden entlang der Markierung geschlossen. Es ist sinnvoll, Doppelnähte zu arbeiten, da der Lampenschirmbezug später straff sitzen soll und die Nähte dadurch großer Spannung ausgesetzt sind.
Lampe2_5Die Nähte sollten auseinander gefaltet und ausgestrichen werden. So legt sich der Stoff der Nahtzugabe später schön um die entsprechenden Drähte.

Dann werden obere und untere Kante gesäumt (hier: 0,5 cm Einschlag und 1,5 cm Saum). Man sollte eine Öffnung von ca. 2 cm Länge lassen, um später das Gummi einziehen zu können.
Lampe2_6Die untere Kante wird entlang der Markierung nach innen geschlagen und knappkantig abgesteppt.
Lampe2_7Entlang der gesteppten Kante wird nun die Nadelspitze gearbeitet.
Lampe2_8In die Säume werden Gummibänder oder Gardinenschnüre eingezogen. Der fertige Bezug wird – wenn nötig – gewaschen, gebügelt und dann von oben auf das Gestell gezogen.

Durch den Gummizug legen sich obere
Lampe2_9und untere Nahtzugabe nach innen.
Lampe2_10Die Nähte werden an den jeweiligen Drähten ausgerichtet,
Lampe2_11die Nadelspitze wird zurecht gezogen.
Lampe2_12Der Schirm wird auf einen geeigneten Fuß montiert.
Lampe2_13Ob ganz klein oder auch etwas größer, Lampen mit in Schwälmer Weißstickerei bestickten Schirmbezügen sind immer etwas ganz besonderes – individuell und attraktiv!

Ein Lampenschirm mit Nadelspitzen-Rand

Wie bereits erwähnt, wurde Nadelspitze in der Schwalm früher meist zur Dekoration von Kleidungsstücken verwendet; heutzutage stickt man Nadelspitze für andere Gebräuche. In meinem vorhergehenden Beitrag habe ich ein rundes Deckchen mit Nadelspitzen-Rand gezeigt.

Hier wird nun ein kleiner, achteckiger Lampenschirm vorgestellt, dessen untere Kante mit einer Nadelspitze verziert wurde.
Lampe1_1Dazu wurden Nadelspitzenbögen pyramidenförmig (3-2-1) angeordnet. Die Nadelspitzenpyramiden wurden am Schluss mit einer Reihe von Pikot´s verbunden und eingefasst.
Lampe1_2Der Lampenschirmbezug hat 4 breite und 4 schmale Segmente. Die breiten Teile wurden mit zwei verschiedenen Konturenmustern von Anna Elisabeth Grein versehen, die jeweils gegenüberliegend angeordnet wurden.
Lampe1_3Die Flächen wurden mit unterschiedlichen Mustern bestickt. Gleiche Motive erhielten ähnliche Muster. So wurden alle Herzformen mit einem lichten Muster mit Grundstichgitter gefüllt.
Stopfstiche und Rosenstiche wurden in jeweils anderer Anordnung in das Grundstichgitter gestickt.

Stopfstichquadrate mit einem Rosenstich in der Mitte.

Stopfstichquadrate mit einem Rosenstich in der Mitte.

Stopfstichtreppen und Rosenstichreihen.

Stopfstichtreppen und Rosenstichreihen.

Stopfstichreihen und Rosenstichquadrate.

Stopfstichreihen und Rosenstichquadrate.

Rosenstiche, in geraden Reihen und zickzackförmig angeordnet.

Rosenstiche, in geraden Reihen und zickzackförmig angeordnet.

Alle anderen Motive der breiten Segmente sind mit Limetmustern bestickt. In den Knospen wechseln sich Reihen von treppenartig angeordneten Wickelstichen mit Reihen von Rosenstichen ab.
Wickelstiche, treppenartig und Rosenstiche in Reihen.

Wickelstiche, treppenartig und Rosenstiche in Reihen.

Rosenstichraster mit Wickelstichen (Flächenfüllmuster 472)

Rosenstichraster mit Wickelstichen (Flächenfüllmuster 472)

Röserich Flächenfüllmuster

Röserich Flächenfüllmuster

oben: Rosenstichquadrate und 2er Wickelstichblöckeunten: Rosenstichraster mit Wickelstichen

oben: Rosenstichquadrate und 2er Wickelstichblöcke
unten: Rosenstichraster mit Wickelstichen

oben: Rosenstichquadrate und 4er Wickelstichblöckeunten: Rosenstichrhomben

oben: Rosenstichquadrate und 4er Wickelstichblöcke
unten: Rosenstichrhomben

Die schmalen Teile wurden mit jeweils 6 in einer Reihe untereinander angeordneten Motiven bestickt.
Kreis mit Messerspitzenumrandung, gefüllt mit einem lichten Muster mit Grundstichgitter und Rosenstichmusterung

Kreis mit Messerspitzenumrandung, gefüllt mit einem lichten Muster mit Grundstichgitter und Rosenstichmusterung

Knospe mit Limetmuster Rosenstich

Knospe mit Limetmuster Rosenstich

Herz mit Limetmuster aus 2er Wickelstichblöcken und Rosenstichen

Herz mit Limetmuster aus 2er Wickelstichblöcken und Rosenstichen

Kreis mit Messerspitzenumrandung gefüllt mit einem lichten Muster mit Grundstichgitter und Rosenstichmusterung

Kreis mit Messerspitzenumrandung gefüllt mit einem lichten Muster mit Grundstichgitter und Rosenstichmusterung

Tulpe mit Limetmuster aus Rosenstichquadraten und Kästchenstichen

Tulpe mit Limetmuster aus Rosenstichquadraten und Kästchenstichen

Herz mit Limetmuster aus Wickelstichstangen und Kästchenstichreihen

Herz mit Limetmuster aus Wickelstichstangen und Kästchenstichreihen

Zur Anfertigung dieses Lampenschirmbezuges wurde nur ein relativ kleines Stückchen Stoff bestickt. Da die Motive jedoch dicht nebeneinander angeordnet wurden, konnten immerhin 17 verschiedene Flächenfüllmuster angewendet werden, die besonders prächtig erscheinen, wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird.
Lampe1_19Durch das Leinen erhält man ein angenehm warmes und wohliges Licht. Und die Nadelspitze wirkt auch in dieser Beleuchtung schmückend und gibt dem Lampenschirm das gewisse Etwas.

Ein Deckchen mit Nadelspitzen-Rand

Während man früher Nadelspitzen als Randabschluss überwiegend bei Miederärmelbündchen, den Vorderteilen von Miederjäckchen, den Taillenbändern der weißen Schürzen und den Bündchen, Kragen und Ausschnittkanten der Herrenhemden arbeitete, so verwendet man sie heute meist zur Zierde kleiner, runder oder ovaler Deckchen oder Kissen in Herzform.

In meinem Beitrag „Ein Schwälmer Konturenmuster in zwei Ausführungen“ habe ich einen ovalen Läufer mit Nadelspitzenrand vorgestellt.

Hier zeige ich nun ein rundes Deckchen mit einem Durchmesser von 29 cm. Der Rand wurde mit einem 1 cm breiten Rollsaum befestigt. Über die Nahtstelle wurden von der Vorderseite aus Kettenstiche als zusätzliche Zierde gestickt.
D_056_1Die Nadelspitze besteht aus einer Doppelreihe von Bögen: 2 nebeneinander liegende Bögen werden mit einem dritten Bogen verbunden. Über alle drei Bögen spannt sich ein weiterer Bogen, der zusätzlich mit Pikots verziert ist.
D_056_2Das Deckchen ist reich bestickt. Herz, Nelke und eine weitere Blütenform bieten Platz für mannigfache Flächenfüllmuster. Es wurden ausschließlich Limetmuster gearbeitet. Die Herzen sind mit Schnürlochbögen umgeben. Kleine Blümchen aus Schlingstichen, Bouillonknoten und Spannstichen, Blätter aus Plattstichen und Spiralen füllen die freien Flächen zwischen den großen Motiven.

Es fällt auf, dass keine Knötchenstiche verwendet wurden. Stiele und Spiralen wurden mit Kettenstichen gestickt, die Motivflächen wurden mit jeweils 2 Reihen von Kettenstichen umgeben.
D_056_3Das Muster des ersten Herzens wird aus Limetrosen, paarweise angeordneten Wickelstichstangen und Rosenstichen gebildet. Die vier Blütenblätter der Nelke sind spiegelbildlich an der Längsachse mit zwei Mustern gefüllt. Rosenstiche bilden das erste Muster, während Quadrate aus Wickelstichstangen, gefüllt mit diagonal verlaufenden Plattstichen, das zweite Muster kreieren.
Das Mittelteil der kreisförmigen Blüte ist mit Rosenstichen bestickt. Die 6 Blütenblätter sind spiegelbildlich verziert. Kästchenstiche, Grundstiche und das 2er-Wickelstichmuster sind hier zu finden.
D_056_4Das zweite Herz ist gefüllt mit Blöcken aus Wickelstichstangen, wobei sich einfache und doppelt breite Wickelstichstangen abwechseln.
Die Blütenblätter der zugehörigen Nelke sind mit Kästchenstichen gefüllt.
D_056_5Das dritte Herz ist mit einem Muster aus Wickelstichstangen und Rosenstichen gefüllt. Für die Blütenblätter der zugehörigen Nelke wurden abwechselnd Reihen von Kästchenstichen und Wickelstichstangen gestickt.
D_056_6Das vierte Herz hat ein Muster aus einem Rosenstichraster, in das doppelt breite Wickelstichstangen gestickt wurden. Die Blütenblätter der dazugehörigen Nelke sind genauso gestaltet wie die der ersten Nelke.

Dieses Kranzmuster enthält viele kleine Flächen. Sie wurden mit verschiedenen Mustern gefüllt, die meist gelungen aussehen. So ist dieses Deckchen eine gute Vorlage, um zu sehen, wie man kleine Flächen unterschiedlich und erfolgreich besticken kann.

Historische Schwälmer Weißstickerei und Spitze

Früher wurde Schwälmer Weißstickerei oft mit Spitze kombiniert. Die gebräuchlichste Spitze war Nadelspitze, doch es gab auch andere Arten von Spitze in der Schwalm.

Bis jetzt habe ich sechs verschiedene Arten von Spitze in der Schwalm gefunden:
1. Nadelspitze
2. Klöppelspitze
3. maschinell gefertigte Spitze
4. Sprang
5. Filet
6. Dresdner Spitze

Ärmelbündchen eines traditionellen Schwälmer Mieders, verziert mit Nadelspitze, Weißstickerei und einem Stopfhohlsaum.

Ärmelbündchen eines traditionellen Schwälmer Mieders, verziert mit Nadelspitze, Weißstickerei und einem Stopfhohlsaum.

1. Nadelspitze war die am meisten verwendete Spitze in der Schwalm. In Kombination mit Schwälmer Weißstickerei wurde sie an den Ärmelbündchen der weißen Mieder, an den Vorderteilen und den Ärmelbündchen der schwarzen Miederjäckchen, an den Oberkanten der Taillenbänder der weißen Schürzen und an den Kragen, Ärmelbündchen und Ausschnittkanten der Herrenhemden gearbeitet.

Nadelspitze wurde in einer breiten Palette verschiedener Musterungen hergestellt.

Farbige Nadelspitze findet man als Schmuck von Strumpfbändern und Kappenschnüren.

Ärmelbündchen eines traditionellen blauen Schwälmer Mieders, dekoriert mit Klöppelspitze, Weißstickerei und Kreuzstich-Initialen.

Ärmelbündchen eines traditionellen blauen Schwälmer Mieders, dekoriert mit Klöppelspitze, Weißstickerei und Kreuzstich-Initialen.

Traditionelles blaues Ziertaschentuch, dekoriert mit Klöppelspitze, Weißstickerei und einer Krone und Initialen aus Kreuzstichen.

Traditionelles blaues Ziertaschentuch, dekoriert mit Klöppelspitze, Weißstickerei und einer Krone und Initialen aus Kreuzstichen.

2. Klöppelspitze in Verbindung mit Schwälmer Weißstickerei findet man an den Ärmelbündchen der blauen Mieder und an den Kanten der blauen Ziertaschentücher.

Klöppelspitze findet man auch an Bettüberwürfen, Türhandtüchern und den Vorderkanten der blauen Abendmahlshauben. Gestrickte Schwälmer Babymützchen wurden mit Klöppelspitze umrandet.

Paradekissen, dekoriert mit maschinell gefertigter Spitze, Erbslochhohlsaum, Kästchenhohlsaum einer Schwälmer Krone und einer Jahreszahl sowie Initialen in Kreuzstich.

Paradekissen, dekoriert mit maschinell gefertigter Spitze, Erbslochhohlsaum, Kästchenhohlsaum einer Schwälmer Krone und einer Jahreszahl sowie Initialen in Kreuzstich.

3. Maschinell gefertigte Spitze findet man an Paradekissen, Bettüberwürfen und Türhandtüchern.
Meist wurde diese Spitze als zusätzliche Dekoration der Ränder von Teilen eingesetzt, die mit Schwälmer Weißstickerei bestickt waren. Manchmal wurde sie mit Stopfhohlsäumen und Schwälmer Kronen kombiniert. Es gibt aber auch Beispiele von Teilen mit sehr aufwändig gearbeiteten Weißstickereiborten, neben denen zusätzlich maschinell gefertigte Spitzen eingesetzt wurden.
Spitze_5
Zwei Ausschnitte eines Türhandtuches, dekoriert mit Schwälmer Weißstickereiborten, Erbslochhohlsäumen, Stopfhohlsäumen und Sprang.

Zwei Ausschnitte eines Türhandtuches, dekoriert mit Schwälmer Weißstickereiborten, Erbslochhohlsäumen, Stopfhohlsäumen und Sprang.

4. Sprang findet man an Türhandtüchern und Bettüberwürfen.
Bettüberwurf mit zwei unterschiedlichen Kronen und Initialen, Filetspitze und maschinell gefertigter Spitze.

Bettüberwurf mit zwei unterschiedlichen Kronen und Initialen, Filetspitze und maschinell gefertigter Spitze.

5. Filet findet man an Bettüberwürfen und Türhandtüchern.
Sehr altes, blau eingefärbtes Ziertaschentuch. Es ist verziert mit einer Schwälmer Krone und Initialen in Kreuzstich, Weißstickereimotiven und einem Band aus Dresdner Spitze, das sich über zwei Seiten des Tuches erstreckt. An den beiden übrigen Kanten wurde eine schmale Klöppelspitze angesetzt (auf diesem Bild nicht zu sehen).

Sehr altes, blau eingefärbtes Ziertaschentuch. Es ist verziert mit einer Schwälmer Krone und Initialen in Kreuzstich, Weißstickereimotiven und einem Band aus Dresdner Spitze, das sich über zwei Seiten des Tuches erstreckt. An den beiden übrigen Kanten wurde eine schmale Klöppelspitze angesetzt (auf diesem Bild nicht zu sehen).

6. Dresdner Spitze habe ich an einem Ziertaschentuch gefunden.

All diese Spitzenarten werden Bestandteil zukünftiger Beiträge sein und dort detailliert abgehandelt werden.

Flächenfüllmuster Nr. 479

Nr. 479
Kategorie: Einfaches Durchbruchmuster
angewandte Stiche: Wickelstiche über je 2 Fäden in der Breite und in der Höhe
mittlere Längsachse: Fadenrinne
verwendete Materialien: 13,5-fädiges Weddigen Leinen, Vierfachstickgarn Nr. 20 für das Füllmuster

Während der Versuche, die Arbeitsweise des Flächenfüllmusters 478 herauszufinden, kam ich auf die Idee, ein Flächenfüllmuster nur mit den dort verwendeten Wickelstichen – über je 2 Fäden in der Breite und in der Höhe und abwechselnd nach rechts und nach links steigend – auszuprobieren. Das Ergebnis ist ein hübsches Muster für kleine Flächen mit geradem Fadenlauf.
479_1In der Mitte beginnend, werden senkrecht immer abwechselnd 1 Faden gezogen und 2 Fäden stehen gelassen.
479_2
479_3In senkrechten Spalten, von unten nach oben und zurück, werden Wickelstiche als „Stangen“ gestickt. Die Wickelstiche werden auf der Vorderseite schräg gestickt – über je 2 Gewebefäden in der Breite und der Höhe. Man beginnt unten rechts der Mittellinie.
479_4Auch werden die Wickelstiche abwechselnd schräg nach rechts oben und schräg nach links oben gestickt. Daher wird, nachdem man den letzten Stich der ersten Stange gestickt hat, die Arbeit nicht gedreht. Vom Ende des letzten Stiches führt man die Nadel gerade nach links unter 4 Gewebefäden hindurch, sticht aus
479_5und arbeitet von dort aus schräge Wickelstiche von oben nach unten.
479_6Man setzt fort, Wickelstichstangen abwechselnd von unten nach oben und zurück zu sticken, ohne die Arbeit zu drehen
479_7bis die Hälfte der Fläche gefüllt ist.
479_8Nun wird die Arbeit um 180 ° gedreht und die Stickerei wird, ausgehend von dem bereits bestickten Teil, weitergeführt. Man beginnt dort mit einer Wickelstichstange, die von oben nach unten gearbeitet wird.
479_9Auf diese Weise füllt man die gesamte Fläche.
479_10Gewaschen, gestärkt und gebügelt entfaltet das Muster seinen ganzen Reiz.