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Leinen: 20-fädig, Zuschnitt ca. 18 cm x 24 cm
Garn: Vierfachstickgarn Nr. 20 für die Knötchenstiche; Nr. 25 für Plattstiche und Schlingstiche; Nr. 30 für Kettenstiche, das Füllmuster und den Erbslochhohlsaum.
Design: Nr. 15 in der Größe 8 cm x 11,26 cm
Füllmuster: abwechselnd eine Reihe „Kleiner Reißverschluss“ (Wickelstiche) und zwei Reihen Wabenstiche (Grundlagen der Schwälmer Weißstickerei)
Zubehör: aufbügelbare Vlieseline, ein kleiner Holzrahmen, ein kleiner Haken, eventuell Dekoration
Wenn man den S-Haken in den Erbslochhohlsaum einhängt, kann man ein Ganzjahres-Bild leicht in ein “Türchen” für einen Adventskalender verwandeln.
Meine Idee des Vorjahres, einen Adventskalender speziell für Weißstickerinnen zu präsentieren, kam sehr gut an. Daher habe ich mich entschlossen, auch in diesem Jahr interessante kleine Stickereien für die ersten 24 Tage des Dezember vorzubereiten. Ich bat meine Designerin um passende Muster und sie entwarf mir Motive nach Lebkuchenfiguren, Nüssen und sonstigen Dingen, die man mit der Adventszeit in Verbindung bringt. Die Zeichnungen waren zwar sehr schön, wären aber nur sehr schwer in Schwälmer Stickerei umzusetzen gewesen.
Bei Auftragserteilung hatte ich an hübsche kleine, schwalm-typische Motive gedacht. So machte sie sich erneut an die Arbeit. Diesmal traf sie bei mir mit ihren Entwürfen „ins Schwarze“.
Die Muster haben nicht alle das gleiche Seitenverhältnis.
Natürlich könnte man damit 24 Säckchen oder Päckchen besticken, aber das wäre vielleicht langweilig. Um die breite Palette unterschiedlicher Möglichkeiten aufzuzeigen, habe ich 24 verschiedene kleine Projekte gefertigt. Hauptsächlich geht es diesmal um Hüllen für kleine Geschenke. Jeden Tag zeige ich eine dieser Arbeiten – beginnend am 01. Dezember.
Die meisten der Projekte und auch der Designs sind nicht an eine Jahreszeit gebunden.
Falls Sie Lust bekommen, die Muster zu sticken, biete ich die Designzeichnungen zum Kauf an. Es handelt sich um vierundzwanzig unterschiedliche Motive und zwei Abwandlungen sowie ein Stiefelmuster.
Alle Konturen kommen in mindestens 3 verschiedenen Größen – die kleinsten für zierliche Stickereien, die anderen für komfortableres Sticken.
Und der Clou: Eine Art Baukastensystem mit allen Mustern ermöglicht im Vorfeld ein Zusammensetzen aller einzelnen Designs zu einem Gesamtbild nach Wunsch. Dazu wurden die Muster in einer komfortablen Größe ausgewählt und im gleichen Maßstab verkleinert. Die Einzelteile kann man als Karten ausschneiden und dann nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen, z. B. als langes Band, als Adventskalender-Mustertuch, als zweireihigen Tischläufer …
Adventskalender 2017
Konturenmuster in jeweils mehreren Größen
43 Seiten
8,08 MB Dateigröße
Text: deutsch
24,00 EUR
zum download
Natürlich können Sie diese Publikation auch als Printversion erhalten – zum gleichen Preis (inklusive 7 % Mehrwertsteuer) zuzüglich Versandkosten. Diese Option ist nicht in meinem Shop enthalten. Bitte senden Sie mir bei Bedarf eine E-Mail leuchtbergverlag@aol.com mit Ihrer diesbezüglichen Anfrage.
Der Dezember rückt näher – Zeit, sich mal wieder mit Baumschmuck zu befassen. In diesem Jahr wird der Sammlung eine Glocke hinzugefügt.
Ein Glockenmotiv mit einem Doppelrand wird auf 13,5-fädiges Leinen aufgebügelt. Die Originalform hat eine Größe von 7 cm x 9 cm.
Mit Vierfachstickgarn Nr. 16 werden zuerst Knötchenstiche über die innere Linie gestickt. Mit Vierfachstickgarn Nr. 20 wird eine Reihe Kettenstiche zwischen beide Linien gearbeitet.
Diese Kettenstiche werden unter Verwendung von Vierfachstickgarn Nr. 20 mit sehr dichten Schlingstichen überdeckt. Die Öse wird mit einem Schnürlochbogen gearbeitet.
Entlang der Knötchenstiche nach innen wird eine weitere Reihe Kettenstiche, diesmal mit Vierfachstickgarn Nr. 30, gearbeitet. Die Innenfläche wird mit dem Muster 478 gefüllt.
Nach der Fertigstellung der Stickerei wird das Teil gewaschen, gestärkt und gebügelt. Dann wird das Motiv ausgeschnitten.
Mit einem Bändchen versehen kann die Glocke ihren Platz am Weihnachtsbaum finden.

Zur weiblichen Festtagstracht der Schwalm gehörten neben den dunklen auch weiße Schürzen. Diese waren allerdings den Mädchen bis zur Heirat vorbehalten und wurden an hellen, warmen Tagen zum weißen Mieder und der roten Tracht getragen.
1942 veröffentlichte Heinrich Metz (1897 – 1973) einen Artikel über die textile Aussteuer einer Schwälmer Braut. Darin hieß es bezüglich der Schürzen:
Die weißen Schürzen waren vom Zuschnitt her den dunklen Schürzen sehr ähnlich. Allerdings waren sie viel aufwändiger gearbeitet. So wurden die beiden Leinenbahnen, die man für die Weite der Schürze benötigte, wenn kein Leinen ist der benötigten Breite zur Verfügung stand, meist mit einer Ziernaht zusammengehalten.
Die Schürzenbunde waren mit feinster Weißstickerei und Nadelspitze am oberen Rand verziert.
Der Verschluss durch Haken und Öse wurde mit vergoldeten Schließen überdeckt.
Oft waren im oberen, glatten Mittelbereich zwischen den Faltenpartien die Initialen der Trägerin und kleine Ornamente in farbigem Kreuzstich eingestickt.
Manchmal war auch die Jahreszahl der Herstellung vermerkt.
Ganz besonders aufwändige Exemplare hatten noch zusätzliche Weißstickerei im oberen Bereich der
glatten Partien, wie hier an der Seite unterhalb des Schürzenbundes
oder in der Mitte unterhalb des Schürzenbundes
Die Partien zwischen den glatten Bereichen waren fein gefältelt.
Es gab Schürzen mit durchbrochenen Mustern
und solche mit auf dem Stoff aufliegenden Mustern, wie hier in Herz-
und Kreismotiv zu sehen.
Am häufigsten waren allerdings die mit Plattstichen ausgeführten schmalen Börtchen
in sehr unterschiedlichen Ausführungen,
und die in Knötchenstichen und Plattstichen ausgeführten Musterungen.
Konturenvorlagen für solch kleine Börtchen kann man in meiner Publikation Schlängchen & Co in großer Anzahl finden.
Auch die Nadelspitzen waren unterschiedlich aufwändig gearbeitet.
Neben sehr schlichten Ausführungen
arbeitete man oft auch mehrreihige Nadelspitzen mit Pyramidenzäckchen und unterschiedlichen Pikots.
Eine ausführliche Beschreibung der Arbeitsweise von Nadelspitze, Pyramidenzäckchen und Pikots kann man in meiner Publikation Schwälmer Nadelspitzen – leicht gestickt finden.
Nicht zuletzt die adrette weiße Schürze – natürlich in Verbindung mit schwarzen Röcken und schwarzer Weste, weißem Mieder, den roten Rocksäumen und dem roten Käppchen – machte die Tracht populär und als Rotkäppchen-Tracht weithin bekannt.

Der Herbstwind weht die Blätter von Bäumen und Büschen.
Auch mein kleiner Herbstkranz gerät in Unordnung.
Die einst sorgfältig gewundenen Zweige
verlieren ihre Blätter, die scheinbar haltlos davon treiben.
Dieses jahreszeitlich inspirierte Muster wurde von der Künstlerin Gudrun Hartwig entworfen und eignet sich bestens zum Üben kleiner, spitzer Blätter.



